00:00:00: Es ist Freitag der dreiundzwanzigste Januar.
00:00:03: Schönen guten Morgen.
00:00:03: Eine turbulente Woche geht zu Ende.
00:00:06: Ja, und es passiert weiter viel auf der Welt hier.
00:00:08: Unser News Update für diesen Morgen.
00:00:10: Gleichausführlich.
00:00:11: Die Ukraine führt Gespräche mit Russland und den USA.
00:00:15: Wir fragen, ist der Friedensrat eine Konkurrenz zu den UN?
00:00:19: Und?
00:00:19: Wann die Details des Deals über Grönland kommen?
00:00:22: Vorher noch kurz diese Meldungen aus der Nacht.
00:00:26: US-Präsident Trump schließt sein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran weiterhin nicht aus.
00:00:32: Wir haben eine riesige Flotte, die in diese Richtung unterwegs ist, sagte er auf dem Rückweg aus Davos nach Washington.
00:00:39: Millionen US-Amerikaner wappnen sich für einen Wintersturm mit Schnee und Eis zum Wochenende.
00:00:45: Es soll sich um eine der größten Stürme der vergangenen Jahre handeln.
00:00:49: Der VfB Stuttgart droht in der Europa League, die direkt der Achtelfinalqualifikation zu verpassen.
00:00:55: Null zu zwei hat Stuttgart verloren bei der AS Rom.
00:00:59: Und bei der Handball-EM schlägt der Weltmeister den Europameister.
00:01:04: Denemark gewinnt Gegentitelverteidiger Frankreich mit thirty-two zu neunundzwanzig.
00:01:09: Nun hat sich damit eindrucksvoll im Turnier zurückgemeldet.
00:01:13: Die Redaktion bei der FAZ hat heute Sebastian Reuter.
00:01:16: Ich bin Jan Malta Andresen.
00:01:18: Das ist schön, dass Sie auch diesen Tag mit uns beginnen.
00:01:24: Tage lang wurde nur über Grönland gesprochen, nun auf einmal.
00:01:27: Und man möchte fast sagen, endlich steht auch die Lage in der Ukraine wieder im Fokus.
00:01:32: Heute sollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der Vereinigten Staaten beginnen.
00:01:40: Das kündigte Ukrainis Präsident Zelenski an.
00:01:42: Die ukrainische Delegation soll aus fünf Personen bestehen.
00:01:46: Von Russischer Seite gibt es bislang keine offizielle Bestätigung für diese Gespräche.
00:01:51: Zelenski hatte zuvor in Davos-US-Präsident Trump getroffen.
00:01:54: Am Abend sprach er von einer Einigung über amerikanische Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
00:02:00: Dieses Thema sei erledigt, sagte Zelenski.
00:02:03: Es sei ja auch klar, ohne die USA würden keine Sicherheitsgarantien funktionieren.
00:02:23: Zelenski sagte, das entsprechende Dokument müsse nun von den Präsidenten unterzeichnet und anschließend den nationalen Parlamenten vorgelegt werden.
00:02:31: Offen bleiben nach Zelenskis Worten jedoch zentrale Fragen.
00:02:34: Vor allem die Zukunft der Ostukraine sei noch nicht geklärt.
00:02:38: Es gehe um Territorien und genau das sei weiterhin ungelöst.
00:02:42: Von Gesprächen in Abu Dhabi hatte zuvor auch der US-Sondergesandte Steve Wittkopf gesprochen.
00:02:48: Er war zunächst nach Moskau gereist, um dort am Abend gemeinsam mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn Trumps Präsident Vladimir Putin, zu treffen.
00:02:58: Wird das jetzt eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen?
00:03:01: US-Präsident Donald Trump hat den Davos gemeinsam mit Vertretern aus neunzehn weiteren Ländern seinen sogenannten Friedensrat gegründet.
00:03:09: Deutschland und andere europäische Staaten gehören nicht dazu.
00:03:13: Dafür waren bei der Unterzeichnung der Gründungsurkunde unter anderem Vertreter aus Qatar, Saudi-Arabien, der Türkei, Ungarn, Pakistan, Argentinien und Indonesien anwesend.
00:03:24: Nach Trumps Angaben soll sich der Friedensrat zunächst auf die Aber auch eine größere Rolle bei der Lösung internationaler Konflikte spielen.
00:03:37: Genau das weg Zweifel.
00:03:39: viele Experten sehen in dem Gremium eine mögliche Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.
00:03:44: Trump sagt, die UN hätten ihr Potenzial bislang nicht genutzt.
00:03:51: Ich habe immer gesagt, dass die United Nations ein enormes Potenzial ist.
00:04:01: Auffällig ist vor allem die Konstruktion des Friedensrats.
00:04:04: Vorsitzender ist Donald J. Trump.
00:04:07: Nicht als US-Präsident, sondern als Privatperson.
00:04:10: Er entscheidet über Einladungen, Tagesordnung und verbleibt der Mitgliedstaaten.
00:04:15: Nach drei Jahren endet die Mitgliedschaft grundsätzlich.
00:04:18: Es sei denn, ein Land zahlt mindestens eine Milliarde Dollar.
00:04:23: Dann ist die Mitgliedschaft unbegrenzt.
00:04:25: Unbefristet ist auch Trumps eigene Amtszeit.
00:04:28: Vorgestellt wurde der Friedensrat.
00:04:30: mit viel Symbolik, inklusive eines goldenen Logos, das an das der Vereinten Nationen erinnert, mit den USA aber groß im Zentrum.
00:04:42: Es ist ein wirklich guter Deal für alle, sagt Donald Trump, über den Grönland-Deal, der den Streit zwischen den USA, Europa und der NATO ja vorerst entschärft hat.
00:04:51: Am Rande des EU-Sondergipfels am Donnerstagabend äußerten sich mehrere Staats- und Regierungschefs zufrieden über den aktuellen Stand.
00:04:58: Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem guten Ergebnis nach den Gesprächen mit Trump in der Wurst.
00:05:04: Ich bin
00:05:04: sehr dankbar, dass Präsident Trump Abstand genommen hat, von seinen ursprünglichen Plänen Grönland zu übernehmen.
00:05:12: Und ich bin auch dankbar, dass er davon Abstand genommen hat, jetzt zusätzliche Zölle am ersten Februar.
00:05:19: Aufzuerlegen, das alles ist ein Ergebnis unserer gemeinsamen
00:05:22: Bemühungen.
00:05:23: Frankreichs Präsident Macron nannte die Lage zwar akzeptabler, mahnte aber zugleich Wachsamkeit an.
00:05:29: Auch EU-Außenbeauftragte Kallers sagte, man sei froh, dass die Eskalation zunächst vom Tisch sei.
00:05:35: Alle betonten die europäische Geschlossenheit.
00:05:38: Auslöser der Entspannung war Trumps Ankündigung vom Mittwoch.
00:05:41: Nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Rütte nahm er seine Drohung mit Strafzöllen gegen europäische Staaten zurück.
00:05:48: Zugleich sprach er von einer Einigung auf einen Rahmen zu Grünland.
00:05:52: Nach Informationen aus Regierungskreisen ging es dabei unter anderem um den Status amerikanischer Truppen auf der Insel.
00:05:59: Das Raketenabwehrsystem Golden Dome, eine stärkere NATO-Überwachung der Arktis und um amerikanische Mitsprache bei der Nutzung von Bodenschätzen.
00:06:08: Konkrete Details wurden bislang nicht bekannt.
00:06:11: Unklar bleibt auch, wie weit Dänemark dabei gehen würde.
00:06:14: Ministerpräsidentin Frederiksen betonte, die roten Linien seien unverändert.
00:06:19: Eine Abgabe von Souveränität kommen nicht in Frage.
00:06:23: Mehr Hintergründe dazu gibt es auch in unserer letzten FAZ-Podcast für Deutschlandfolge.
00:06:28: Da geht's ausführlich um die Debatte in Davos und die Frage, ob der Grönland streit, die NATO nachhaltig schwächt.
00:06:37: Welche Konsequenzen zieht die EU aus dieser turbulenten Woche mit Zolldrohungen, dem Grönland Streit und einer möglichen Einigung zur Ukraine?
00:06:45: Während dieser Podcast entsteht, gibt es noch keine Ergebnisse vom EU-Gipfel in Brüssel.
00:06:50: Alles aktuelle dazu finden Sie auf FAZ.net.
00:06:54: Klar ist aber, das europäische Programm, das geht heute weiter.
00:06:58: In Rom treffen sich nachher Regierungsmitglieder aus Deutschland und Italien.
00:07:02: Bundeskanzler Merz kommt mit mehreren Kabinettskollegen zusammen über eine engere Zusammenarbeit zu sprechen, vor allem in der Verteidigungs-, der Migrationspolitik und in Sachen Wettbewerbsfähigkeit.
00:07:16: Wir wollen einfach gemeinsam dafür sorgen, dass so schnell wie möglich zwei Dinge erreicht werden.
00:07:21: Zum einen, die Europäische Union, der europäische Teil der NATO muss in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen.
00:07:28: Auf dem Weg sind wir, auch wenn wir noch längst nicht alles erreicht haben, was wir erreichen müssen.
00:07:32: Und das Zweite, wir wollen eben eine Wettbewerbsfähige ...
00:07:38: Das sagte Bundeskanzler Merz am Abend.
00:07:40: Es gehe darum, Wachstum strategischer Autonomie und eine geringere Anfälligkeit gegenüber externen Schocks zu gewährleisten.
00:07:49: Heißt es in einem Papier, das vor dem nächsten EU-Sondergipfel am zwölften Februar an Ratspräsident Kostath die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten versand werden soll.
00:08:02: Wie denkt ein Hinterbliebener über die deutsche Migrationspolitik?
00:08:06: Das wollten wir wissen und haben mit Michael Kürath gesprochen.
00:08:09: Am Sonntag vor drei Jahren wurde seine Tochter bei einem Messerangriff im Regionalzug bei Brokstedt in Schleswig-Holstein getötet.
00:08:17: Der Täter war ein abgelehnte Asylbewerber mit subsidiären Schutz, der kurz zuvor aus der Haft entlassen worden war.
00:08:24: Im Interview mit der FHZ spricht Kürath über das Leben als Hinterbliebener und über die deutsche Migrationspolitik.
00:08:31: Er wieder.
00:08:32: Es ist ein lifelonger Dream von meinem Skyscraper.
00:08:56: Es war immer mein Traum einen Wolkenkratzer zu besteigen, das sagt der amerikanische Extremkletterer Alex Honnold und macht nicht weniger als das hier.
00:09:12: Arnold will den Taipei-Einz-Null-Eins erklimmen.
00:09:16: Ohne Seile, ohne Sicherung, nur mit seinen Händen und Füßen.
00:09:20: Fünfhundert-Acht Meter, einhundert-Eins-Stockwerke.
00:09:24: Arnold startet in der Nacht zu Samstag um zwei Uhr deutscher Zeit.
00:09:28: Angst gehöre für ihn dazu, sagt er.
00:09:30: Er habe gelernt, mit ihr zu leben.
00:09:32: Ein Sicherheitsnetz gibt es nicht.
00:09:34: Null Platz für Fehler, heißt es im Trailer zur Übertragung.
00:09:38: Und?
00:09:41: Übrigens, auch die Wissenschaft interessiert sich für Arnold.
00:09:44: Untersuchungen seines Gehirns legen nämlich nahe, dass er Angst ungewöhnlich stark kontrollieren kann.
00:09:50: Die Forscher sprechen von einer trainierten, extremen Form des Umgangs mit Angst.
00:09:55: Nicht.
00:09:56: von deren Abwesenheit.
00:09:59: Und auch das bringt dieser Tag.
00:10:00: Italien nimmt Abschied von einem seiner größten Modeschöpfer.
00:10:04: In Rom wird heute Valentino Garavani beigesetzt.
00:10:07: In den vergangenen Tagen hatten bereits hunderte Menschen Abschied genommen.
00:10:11: Der Sarg des Designers war im Gebäude seiner Stiftung aufgebahrt.
00:10:15: Die Flaggen wehten auf Halbmast.
00:10:17: Valentino prägte die internationale Mode über Jahrzehnte.
00:10:21: In der Jahrzehnte gründete er gemeinsam mit Giancarlo Giametti das Modehaus Valentino.
00:10:27: Sein eleganter Stil Das berühmte Valentino Rot und das V als Markenzeichen machten ihn weltbekannt.
00:10:34: Zwei Tausend Sieben zog er sich aus dem Modegeschäft zurück.
00:10:39: Er war für sein Valentino Rot bekannt, wir für unser FAZ Blau.
00:10:43: Merken Sie sich das?
00:10:44: Speichern Sie es in Ihrem Podcast Player, also diesen Podcast, damit Sie die nächste Folge automatisch bekommen.
00:10:51: Bis dahin, ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag und ein hoffentlich erholsames Wochenende.