F.A.Z. Podcast für Deutschland

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00:00:07: Wir

00:00:07: müssen in den Spiegel schauen und sagen können, wir haben alles dafür getan um den Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen.

00:00:16: Um den Schutz der Reisenden in den Zügen in den Bahnhöfen zu

00:00:20: gewährleisten.".

00:00:21: Das sagt Evelyn Palla, Chefin der Deutschen Bahn heute im Anschluss an den Sicherheitsgipfel nach dem gewaltsamen Tod des Zugbegleiters Serkan Chala vergangene Woche.

00:00:32: Der Fall ist tragisch.

00:00:33: Der Thirty-Jährige will ein Fahrgast des Zuges verweisen, weil der keinen Fahrschein hat und der schlägt zu.

00:00:40: Der alleinerziehende Vater von zwei Kindern erliegt zwei Tage später seinen Verletzungen.

00:00:46: Damit so etwas nie wieder passiert haben sich heute Vertreter von Bund, Ländern, Gewerkschaften und Sicherheitsbehörden im Bahntower am Potsdamer Platz in Berlin getroffen – auch Bundesverkehrsminister Patrick Schneider von der CDU hat teilgenommen.

00:00:59: Viele Lösungsvorschläge stehen schon lange im Raum Genau wie das Problem.

00:01:03: Seit Jahren steigt die Zahl der Übergriffe gegen Bahnpersonal, Schaffnerinnen und Schaffener werden beleidigt mit Messern bedroht, bespuckt und getreten – und fühlen sich von ihrem Arbeitgeber und der Politik allein gelassen.

00:01:15: Eine meiner Gesprächspartnerin heute ist Selbstzugbegleiterin berichtet von heftigen Übergriffen und fordert wirksame Maßnahmen.

00:01:22: besser gestern als heute!

00:01:24: Aber ich muss morgen arbeiten, ich muss übermorgen arbeiten.

00:01:27: Und da brauche ich die Sicherheit.

00:01:29: Da möchte ich gerne wieder zu meinen Kindern nach Hause kommen und da muss halt tatsächlich jetzt sofort und gestern was

00:01:36: passieren.".

00:01:37: ob der Gipfel heute die Erwartungen der Bahnmitarbeiter erfüllt und ob Konzernführung und Politik.

00:01:42: Heute Abend in den Spiegel schauen können und sagen, dass sie alles getan haben – das bespreche ich mit meiner Kollegin Corinna Budras bekannt als Montagshost unserer Sendung hier aber auch als FAZ-Bahnexpertin!

00:01:53: Und wir hören mehr von Ina Lorenz, die selbst seit bald zehn Jahren als Zugbegleiterin arbeitet.

00:01:59: Und damit herzlich willkommen zum FAZ-Podcast für Deutschland, heute am thirteenth Februar.

00:02:06: Mein Name ist Felix Hoffmann und ich freue mich sehr, dass Sie mit dabei sind!

00:02:13: Ich bin jetzt verbunden mit Inna Lorenz – sie ist Zugbegleiterin in Nordrhein-Westfalen und auch engagiert bei der Eisenbahngewerkschaft EVG.

00:02:21: Herzlich Willkommen Frau Lorenz, danke, dass sie sich die Zeit nehmen.

00:02:23: Hallo Herr Hofmann.

00:02:25: Ja, Frau Lorenz.

00:02:25: Ich muss fragen zu Beginn unseres Gesprächs wie geht es Ihnen denn seit dem tödlichen Angriff auf Ihren Kollegen Serkan Ciala wenn Sie morgens in den Zug steigen?

00:02:37: die Aufgabe eines Zugbegleiters.

00:02:38: Also es ist eine serviceorientierte Aufgabe, wir sind eigentlich dafür da an Bord unserer Züge unsere Gäste zu begleiten, dafür zu sorgen dass sie pünktlich an ihren Zielen ankommen.

00:02:50: natürlich spielt auch die Fahrkartenkontrolle eine Rolle aber grundsätzlich möchten wir für unsere Fahrgäste da sein und Wir haben uns auf einen Beruf beworben oder ein Job der eine gewisse Sicherheit auch mit sich bringt.

00:03:07: Also ich sag mal, wenn man sich als Polizist bewirbt oder Feuerwehrmann oder sonstiges dann ist man sich dessen bewusst das dieser Job halt ein Gefahr mit sich bringt.

00:03:15: Das ist bei einem Zugbegleiter ja nicht der Fall und es ist tatsächlich so dass es mir im Moment richtig weh tut im Herzen weil ich einfach mitbekomme Dass es Kollegen gibt die Wirklich mit Herzblut diesen Job machen und gemacht haben, aber sich mittlerweile dazu entschieden haben.

00:03:39: Sich umzuorientieren.

00:03:40: und zwar genau aus diesem Grund weil sie sagen Ich habe zwei Kinder zu Hause ich hab ein Kind Zuhause.

00:03:47: ich weiß nicht ob ich heute Abend nach hause komme Und das ist mir einfach nicht wert.

00:03:51: Das zeigt ja, wie krass die Belastung da ist.

00:03:54: Wie ist es denn bei Ihnen oder auch bei Kolleginnen und Kollegen?

00:03:56: Wenn Sie jetzt einen Fahrgast ohne Fahrschein antreffen hat sich der Umgang mit dieser Situation verändert oder vielleicht auch das Gefühl was man hat wenn man in so eine Situation reingehen muss?

00:04:09: Also ich persönlich... Wenn ich jetzt unterwegs bin, habe ich hier ein Team.

00:04:16: Und das ist mittlerweile wirklich das Erste auch was ich mit meinem Zugbetreuer oder Betreuerin bespreche zu Dienstbeginn dass Ich dann sage wenn jemand keine Fahrkarte hat Dann ganz vorsichtig oder wir machen das zusammen Wir gucken uns die Situation an und wenn man merkt Die Person bringt eine Gefahr mit sich oder ist stark alkoholisiert, steht unter Drogen.

00:04:43: Dann sage ich direkt lass mal sitzen alles gut wir bleiben in der Nähe damit wir halt auch die Fahrgäste drum herum schützen können falls etwas passiert.

00:04:54: aber wir lassen denjenigen bis zum nächsten halb fahren und lassen uns dann Hilfe zukommen.

00:05:02: Mhm.

00:05:03: Wir sprechen am Vormittag, muss man einmal der Transparenzhalber sagen um Heilzerfts?

00:05:06: Das heißt wir wissen jetzt noch nicht was bei diesem Sicherheitsgipfel heute beschlossen wird, ob da überhaupt etwas beschlossen werden.

00:05:12: Aber was erwarten Sie denn jetzt von Politik und Unternehmensführung?

00:05:16: Was muss Ihrer Meinung nach passieren?

00:05:18: Es muss etwas passieren!

00:05:20: Also es ist schlimm genug dass wir an dem Punkt sind wo wir sind weil der Kollege sein Leben dargelassen hat.

00:05:30: also das Das hätte nie passieren dürfen.

00:05:34: Fakt ist, es ist soweit und jetzt darf es kein zweites Mal geben.

00:05:38: Und auch die ganzen täglichen Angriffe, die wir erfahren ob es Beleidigungen sind oder ob es Schubsen ist.

00:05:46: wie auch immer Wir müssen beschützt werden damit wir einfach unseren Job auch weiterhin so machen können mit Freude und uns in Sicherheit wiegen können.

00:06:00: Es muss ja etwas auf der politischen Ebene passieren, als EVG den letzten Monaten eine Sicherheitsumfrage durchgeführt.

00:06:11: Und neunterzehnte, elfter März findet in Essen auch eine Sicherheizkonferenz statt organisiert von der EVG wo dann auch der Verkehrsminister Krische anwesend sein wird und da werden die Ergebnisse der Umfrage bekanntgegeben besprochen und das ist ein sehr wichtiger Punkt.

00:06:30: natürlich sind wir gespannt was jetzt erstmal dabei rauskommt.

00:06:32: Aber vielleicht noch mal konkret gefragt, was würden Sie sich denn jetzt wünschen?

00:06:35: Also zum Beispiel die Rede von mehr Personal, bessere Abdeckungen mit Bodycams.

00:06:40: sind es solche Dinge, die dazu führen würden dass sie und ihre Kolleginnen und Kollegen sich sicherer fühlen im Zug.

00:06:47: Bodycam ist eine tolle Sache das bringt eine gewisse Sicherheit mit sich wobei es gibt Situationen da ist die Bodycam.

00:06:58: wenn ich jetzt einen Fahrgäste habe, der stark aggressiv ist und unter Drogeneinfluss ist.

00:07:04: Der kriegt überhaupt nicht mit, dass ich eine Bodycam

00:07:06: trage.".

00:07:06: Das ist dem ja völlig egal!

00:07:08: Und da kommt es halt wirklich auch gerade im ICE-Regionalverkehr... Da sind die Kollegen ja ganz alleine.

00:07:15: Also das ist ja Standard, das ist ein absolutes No-Go.

00:07:18: Ich weiß überhaupt nicht wieso was sein kann, dass die Kollegen spät abends nachts allein mit der Regionalbahn durch die Gegend fahren.

00:07:29: Im Fernverkehr ist das ja so, dass wir zu zweit sind.

00:07:31: Also ein Zugbegleiter und einen Zugchef.

00:07:33: aber auch da wenn wir dreizehn Wagen haben und der eine ist im Wagen vierzehn und andere in Wagen eins oder zwei.

00:07:39: Wir brauchen Personal was die Standards und die Abläufe kennt vor Ort.

00:07:46: Wir brauchen mehr Zugpersonal was auch direkt unterstützen kann weil das ist in einem Notfall.

00:07:53: ist das das einzige wo wir darauf zurückgreifen können.

00:07:56: Sie sprechen schwierige Situationen an, mich würde interessieren.

00:07:59: Vielleicht können sie auch mal erzählen unseren Hörern und Hörer einen Eindruck geben, welche Erfahrungen haben Sie denn in Ihrem Berufsalltag schon gemacht als Zugbegleiterin?

00:08:10: Ich weiß gar nicht ehrlich gesagt wo ich anfangen soll.

00:08:13: also das schlimmste Vorfall war dass ein Kollege von mir tatsächlich mit dem Messer angegriffen wurde.

00:08:24: völlig hilflos habe ich mich gefühlt und ich konnte dann tatsächlich den Lokführer kontaktieren.

00:08:33: Und auch die Fahrgäste mit ansprechen, die dann unterstützt haben.

00:08:40: trotzdem hat es eine ganze Zeit gedauert bis der Zug zum Halten kamen und wir dann praktisch da warten mussten dass die Polizei also das war dann die Landespolizei Dann vor Ort war, was das mit dem Kollegen selber gemacht hat.

00:08:58: Das ist eine andere Geschichte, das war eine schlimme Situation.

00:09:03: Es ist zum Glück nichts Schlimmeres passiert.

00:09:06: Ein weiterer Kollege wurde ... Ich rede jetzt von großen starken Männern!

00:09:10: Also ich rede nicht von kleinen blondem Frauchen, was da durch die Gegend läuft.

00:09:16: Sondern das waren halt wirklich Schränke auch und ... Da wird sich auf die Sitze gestellt und dann mit den Stiefeln in den Bauch getreten.

00:09:27: Der Kollege litt also wirklich starke Verletzungen, ist auch sehr lang ausgefallen und wird wahrscheinlich sein Leben daran leiden.

00:09:39: Sie erzählen von körperlichen Übergriffen, aber es gibt auch niedrigschwelligere Aggression.

00:09:43: Also Beleidigungen ... Weiß ich nicht, ich hab viel gelesen über Fälle, wo Zugbegleiter zum Beispiel bespuckt worden sind.

00:09:52: Haben sie das Gefühl, dass diese Vorfälle in ihrer ganzen Varianz insgesamt zugenommen haben?

00:09:58: Über die letzten Jahre?

00:10:00: Definitiv!

00:10:02: Also wir sprechen ja hier von Zahlen.

00:10:05: In den letzten Jahren haben sich die Angriffe verdoppelt, auch die Beleidigungen das Anschpucken, Schubsen gibt auch Kollegen, die beim Anfahren des Zuges, wir beobachten praktisch den Bahnsteig damit da noch nichts passiert, die dann von hinten von den Fahrgästen aus den Türen geschubst wurden wo sie am Bahnsteige gelandet sind.

00:10:25: also ich persönlich habe zum Beispiel auch stand in der offenen Tür Und wollte dann alkoholisierte Jugendliche nicht mitnehmen.

00:10:34: War auch spätabends, weil die halt am Bahnsteig schon extrem aggressiv waren und auch keine Fahrscheine hatten.

00:10:41: Dann haben sie praktisch mit so einer Energiedose nach mir geschmissen ... Ich war dann völlig von oben bis unten einmal nass mit Energy Drink aber da ist auch jetzt nichts passiert in dem Sinne, aber es hätte ja dazu kommen können Es muss ja auch nicht sein.

00:10:57: Es darf ja auch nichts sein!

00:10:59: Wie ist es denn, wird man auf solche Situationen ihrer Meinung nach ausreichend vorbereitet?

00:11:04: Jetzt in der Ausbildung oder es gibt ja auch viele Quereinsteiger.

00:11:07: in der Weiterbildung zur Zugbegleiterin oder zum Zugbeleiter lernt man mit so was umzugehen?

00:11:11: Also wir werden ... Wir erhalten definitiv Schulungen und wir werden sehr gut ausgebildet.

00:11:17: Man kann allerdings sich nicht auf alle Situationen Vorbereiten und vor allen Dingen erst gar nicht auf Situationen, die sage ich jetzt mal unter Drogeneinfluss hervorgerufen werden.

00:11:35: Gefahrsituationen, in denen man nicht erwartet oder wo wir sind ja auch für alles verantwortlich.

00:11:41: Wir sind betragen die Uniform.

00:11:43: Wir repräsentieren das Unternehmen.

00:11:46: Machen wir gerne.

00:11:47: Ich liebe meine Uniform und trage sie gerne.

00:11:50: Das bedeutet gleichzeitig dass ich für alles verantwortlich bin.

00:11:54: Also, ich möchte nicht sagen zu hundert Prozent.

00:11:56: es gibt natürlich Menschen die wissen ganz genau für was kann und für nicht.

00:12:01: aber meistens ist die Verspätung das kriege ich ab.

00:12:04: Anschlussverlust krieg auch ab in der Gastronomie.

00:12:07: die armen Kollegen die dann kein Kaffee anbieten können weil technische Störungen usw.

00:12:13: Das kriegen sie dann ab.

00:12:15: Kannst dich auf so etwas nicht vorbereiten?

00:12:16: Die ganzen Außeneinflüsse, die kommen noch dazu.

00:12:20: Dann ist da ein Fahrgäste, der will mitsprechen und dann mischt er sich ein.

00:12:23: Und dann hast du schon das große Chaos!

00:12:25: Ja... Ob und wie weit eine Situation eskaliert in so einem Zug, das hängt ja durchaus auch vom Verhalten der umstehenden Fahrg Äster ab.

00:12:32: Sie haben vorhin schon mal kurz angesprochen Wie geht's Ihnen denn damit im Alltag?

00:12:36: Erfahren sie genug Unterstützung in brenzligen Situationen?

00:12:40: Was würden sie sich von anderen Fahrgänsten wünschen, die ihr jetzt wahrscheinlich auch zuhören als Bahnfahrer.

00:12:45: Also das ist ganz, ganz unterschiedlich!

00:12:48: Man muss schon ganz gezielt auf die Fahrgäste zugehen und sagen Entschuldigung haben Sie das gerade mitbekommen?

00:12:54: würden sie grad mal kommen oder unterstützen oder da helfen?

00:12:57: natürlich gibt es den einen oder den anderen das springt von sich aus auf und all zur Hilfe.

00:13:06: Alltag ist jedoch muss ich tatsächlich sagen wenn Ich einen Zug übernehme und ich mal durch den Zug laufe, das ist ja das erste was ich mache um mir halt ein Überblick zu verschaffen auch über technischen Einrichtungen.

00:13:19: Ich gucke immer wo habe ich Polizisten sitzen?

00:13:24: Und wo hab' ich Bundeswehrleute sitzen?

00:13:27: Da sind wir die allerliebsten!

00:13:30: Da merke ich mir halt, wo ich die zu Not finden kann und wir geben das untereinander durch.

00:13:35: Wenn wir uns das nicht mal sehen bis auf einem Wagen sechs sitzen Polizisten und im Wagen elf sitzen zwei Bundeswehrleute.

00:13:41: Wahnsinn!

00:13:42: Das stellt sich ja die Frage, weil man sich so wenig auf die Zivilcourage der Reisenden verlassen kann... ob mehr Geld und mehr Personal am Ende reicht, um für mehr Sicherheit zu sorgen oder braucht es nicht vielmehr auch eine grundsätzliche gesellschaftliche Veränderung.

00:13:56: Also insgesamt mehr Respekt und mehr Zivilcourage.

00:13:59: Da würde mich interessieren was sie sagen als jemand der viele Jahre in solchen Situationen unterwegs war.

00:14:04: Glauben Sie's braucht ja mehr Zivikourage, mehr Resekt untereinander insgesamt?

00:14:09: Dass wir einen respektvolleren Umgang miteinander brauchen das ist ja kein Geheimnis.

00:14:15: also Das empfinden, denke ich mir alle so.

00:14:19: Was wir jetzt an der Gesellschaft als solches von heute auf morgen ändern können, das weifle ich dran, dass das ja die Lösung ist.

00:14:28: Da werden wir da sie noch ich, sonst jemand was ändern langfristig gesehen vielleicht schon.

00:14:35: Aber ich muss morgen arbeiten!

00:14:36: Ich muss übermorgen arbeiten und da brauche ich die Sicherheit.

00:14:39: Da möchte ich gerne wieder zu meinen Kindern nach Hause kommen.

00:14:42: Ich muss halt tatsächlich jetzt sofort und gestern was passieren.

00:14:47: Alles klar, Frau Lorenz sicher von der Arbeit nach Hause kommen das ist wahrscheinlich nicht zu viel verlangt.

00:14:51: ich danke Ihnen sehr für Ihre Zeit und für das Gespräch.

00:14:54: ja vielen Dank.

00:14:57: Ja schockierend was in einer Lorenz da erzählt brutale Angriffe auf Kolleginnen und Kollegen und immer die Angst vor der nächsten Eskalation.

00:15:05: dass sich Zugbegleiter zu Raunen, wo Polizisten und Soldaten im Zug sitzen die sie im Notfall unterstützen können zeigt eigentlich ziemlich klar wie die Lage ist.

00:15:15: Damit sich das ändert und sich ein Fall wie der in der vergangenen Woche nie wieder wiederholt gab es heute einen Sicherheitsgipfel in Berlin.

00:15:23: Bahnchefin Evelyn Palla sagt im Anschluss folgendes

00:15:28: Wir haben ein sehr gutes Ergebnis erzielt und dieses Ergebnis hat ein klares Motto.

00:15:34: Dieses Motto lautet, Prävention geht immer vor Reaktion denn wir wollen handeln bevor noch etwas passiert.

00:15:47: Ja, ob das ein sehr gutes Ergebnis ist von diesem Gipfel und die Sicherheitsprobleme der Deutschen Bahn jetzt gelöst sind?

00:15:53: Das bespreche ich mit meiner Kollegin Corinna Budras.

00:15:56: Die Sie natürlich kennen als Montagshost hier bei uns in der Sendung aber sie ist eben auch noch nebenher sozusagen Wirtschaftskorespondentin in Berlin wo sie die Deutsche Bahn immer fest im Blick hat.

00:16:06: Hallo Corinna schön dass du da bist

00:16:09: Hallo, lieber Felix.

00:16:10: Schöne Grüße!

00:16:11: Danke dir also.

00:16:12: Frau Palla sagt ein sehr gutes Ergebnis.

00:16:15: Prävention vor Reaktionen.

00:16:17: jetzt mal die gute Absicht in allen Ehren.

00:16:19: aber ist es für Prävenzion nicht bisschen zu spät?

00:16:22: Ja das kann man in der Tat sagen.

00:16:23: Das Problem ist da.

00:16:24: das Problem wird immer größer.

00:16:26: wir haben einen wirklich ziemlich e deutliche Zunahme von Gewalt in den letzten zehn Jahren gesehen.

00:16:32: dass ist ziemlich eindeutig auf der.

00:16:35: An der anderen Seite ist natürlich Prävention nie verkehrt, um es sehr deutlich zu sagen.

00:16:43: auch im normalen Leben.

00:16:45: Und hier kann man natürlich im Vorfeld schon einiges tun, aber ich bin mir echt gesagt nicht sicher, ob sich mit dem Gipfel so unfassbar viel geändert hat.

00:16:54: Auch am Sicherheitsgefühl dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Zügen und auf dem Bahnhöfen haben.

00:17:01: Sieben konkrete Punkte wurden beschlossen, die müssen wir jetzt nicht alle referieren Aber was würdest du sagen sind die wichtigsten?

00:17:07: Was ist bei dir jetzt hängengeblieben?

00:17:10: Also in der Debatte ist ja schon länger die Einsatz von Bodycams.

00:17:15: Das wird auch schon in dem Nahverkehr hin und wieder getan, soweit ich weiß nicht flächendeckend, das könnte man nach ausbauen im Fernverkehr und bei DB Regio das regelmäßig eingesetzt werden soll.

00:17:33: Also Kameras, die am Körper getragen werden, die bis hier übrigens nur Bilder aufzeichnen.

00:17:39: Da wird überlegt ob er jetzt auch Tonaufnahmen eine Rolle spielen und künftig möglich sein sollen?

00:17:44: Das ist vielleicht nicht ganz einfach im Moment.

00:17:47: Das wird noch eruiert aber... Der Wunsch, den man damit verbindet ist einfach dass da auch so eine gewisse Abschreckung damit einhergeht.

00:17:56: Also das im Grunde genommen die Täter... Hier kann man nicht kleines Team vorgehen.

00:18:04: Da wird aufgezeichnet, da wird der Straftat nachvollziehbar gemacht und dann hofft man sich eine gewisse deeskalierende Wirkung von Seiten der Gewerkschaften und auch von der Polizei.

00:18:15: Das ist zum Beispiel eine Maßnahme.

00:18:17: Dann wird aber auch sehr pragmatisch überlegt, ob man vielleicht die Pflichten reduzieren soll.

00:18:23: Also

00:18:24: z.B.,

00:18:25: die Kontrollen beim Deutschland-Ticket sind auch hin und wieder einmal ein Grund für Eskalation, insbesondere wenn es darum geht dass die Identität festgestellt werden muss.

00:18:37: Dann soll ab März sozusagen die Maßgabe sein, wenn ihr das Gefühl habt an die Mitarbeiter jetzt droht, die Situation zu eskalieren.

00:18:47: Dann lasst ihn lieber laufen so ungefähr ja und er zwingt nicht eine Identitätskontrolle um die Sache nicht noch schlimmer zu machen als das ist.

00:18:56: also da wird viel sozusagen auch Pragmatismus spielt dann ein Rollers werden Einsatzkräfte erhöht so zusätzlich zweieinhalb Kräfte der DB Sicherheit auf Bahnhöfen zum Beispiel all das sind so Dinge, die jetzt überlegt werden und in Angriff genommen werden sollen.

00:19:12: Also Bodycams, weniger Ausweiskontrollen, zweihundert zusätzliche Sicherheitskräfte.

00:19:17: können die Bahnmitarbeiter damit zufrieden sein?

00:19:19: nach den Vorkommnissen von letzter Woche?

00:19:21: Was meinst du?

00:19:23: Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie es nicht sein werden weil ja im Grunde genommen sie weiter ... in die Konfrontation jeden Tag reinlaufen.

00:19:33: Man hat gesehen insbesondere zur Corona-Zeiten war die Stimmung besonders aggressiv, das ist seitdem ein bisschen abgenommen.

00:19:40: da haben die Zahlen sozusagen der Übergriffe sind gleich zurückgegangen.

00:19:44: aber nichts dazu trotz gibt es ja ist das Grundproblem eine aggressive Grundstimmung bei einigen Fahrgästen dann auch immer mehr natürlich die Problematik, dass kaum mehr Leute zu Hilfe einbeziehungsweise vielleicht mal so ausgedrückt es auch Vorbehalte gibt zur Hilfe zu allen.

00:20:06: Weil man sich dann selber in Gefahr begibt ist ja auch nicht zum ersten Mal das man dann mitkriegt, dass Leute, die da aushelfen wollen, dann selber quasi zu den Opfern gehören.

00:20:16: also all das ist sozusagen ein Problem, das ja nicht weggeht, das vielleicht bisschen abgemeldet werden.

00:20:25: Aber man muss auch sagen, die Aggressivität steigt natürlich mit der Unpünktlichkeit.

00:20:31: Mit schlecht ausgestatteten Zügen und überfüllten Zügen.

00:20:36: Das macht die Sache nicht besser.

00:20:39: Du hast gerade so ein bisschen die aggressive Grundstimmung angesprochen.

00:20:45: Da stellt sich für mich die Frage inwiefern sich das Problem überhaupt lösen ... lässt.

00:20:49: Also selbst wenn man jetzt zum Beispiel Bahnhöfe sicherheitstechnisch ausrüsten würde, wie Flughäfen wo alle durchleuchtet werden und Man genau guckt wer steigt da in den Zug?

00:20:58: Selbst da wäre er jetzt im konkreten Fall von Serkan Chala letzte Woche nichts gewonnen gewesen.

00:21:03: der Täter war ja zb nicht bewaffnet.

00:21:04: also absolute Sicherheit lässt sich ja nicht garantieren den Zügen oder

00:21:08: das ist natürlich total richtig absolute Sicherheit gibt es nicht.

00:21:13: Aber man muss offen gestehen, dass wirklich noch viel Luft nach oben ist.

00:21:18: Also in den Zügen durchaus aber vor allen Dingen auch an den Bahnhöfen.

00:21:22: Das ist ja auch ein Problemfeld das die neue Bahnchefin Evelyn Palla schon identifiziert hat übrigens auch ihr Vorgänger Richard Lutz.

00:21:31: dieses Bahnhof Programm was er jetzt angestoßen wird Ehrlich gesagt ein bisschen älter, auch da hat man sich immer wieder vorgenommen.

00:21:40: Die Bahnhöfe die ja teilweise wirklich unfassbar schäbig aussehen, die auch dunkel sind wo man sich sehr unsicher fühlt.

00:21:48: es gibt in der ganzen Republik ja wirklich viele Beispiele die so aussehen dass man das in Angriff nimmt.

00:21:54: also ich glaube wirklich absolute Sicherheit du sagst schon wird's nicht geben aber Man hat noch wirklich viel Spielraum.

00:22:02: Kostet aber übrigens Geld, ne?

00:22:03: Ja, können wir auf jeden Fall auch gleich noch drüber sprechen über das Geld.

00:22:06: Aber du hast am Anfang was gesagt, was ich wichtigen Punkt finde und zwar dass es ja kein unbekanntes Problem sind ist also die Zahlen der Übergriffe auf Bahnenmitarbeiter, die wächst seit Jahren.

00:22:15: Ich habe mal nachgeguckt zwischen zwei Tausend vierzehn und vierundzwanzig haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt von tausend fünfhundert Übergriffen im Jahr auf weit über dreitausend.

00:22:25: Da fragt man sich ja schon, warum gibt es erst jetzt ein Sicherheitsgipfel?

00:22:29: Hat es da im Unternehmen Deutsche Bahnen ein ausreichendes Problembewusstsein gegeben bisher?

00:22:35: Man muss schon ehrlicherweise sagen dieser Bahngipfel ist jetzt ... Erinnert hat er erste seiner Art.

00:22:40: Wo auch der Bundesverkehrsminister zusammenkam und dann war der Verkehrsminister von Bayern dabei.

00:22:47: Das ist der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz.

00:22:50: Es waren Gewerkschaften dabei Arbeitnehmervertreter, also aber ehrlich gesagt da war nur das Setting neu.

00:22:56: Natürlich wird das schon seit Jahren diskutiert.

00:22:58: Das ist der Bahn schon durchaus klar – es für die auch ein Problem denn der Unmut unter den Gewerkschaften wächst.

00:23:07: Wächst auch spürbar und die Mitarbeiter sind verunsichert.

00:23:11: Das kann niemanden kalt lassen.

00:23:13: Es ist deswegen heute sehr viel Symbolpolitik dabei gewesen.

00:23:18: Gefühl.

00:23:18: Ja,

00:23:19: jetzt ist die Bahn ja ein ziemlich undurchsichtiges Geflecht.

00:23:22: für dich natürlich nicht, aber für mich auf jeden Fall wenn es um Zuständigkeiten geht.

00:23:26: vor allen Dingen Ist das vielleicht auch ein strukturelles Problem?

00:23:29: Also dass die Verantwortung für so eine grundlegende Herausforderung wie Sicherheit natürlich relativ leicht immer irgend wem anders zugeschoben werden kann weil niemand so richtig weiß wer ist eigentlich wann zuständig?

00:23:41: Und vor allem auch du hast es gerade gesagt wer zahlt am Ende für was?

00:23:46: Ja, das ist ein Riesenproblem.

00:23:48: Vor allen Dingen weil im Moment mit der neuen Bahnchefin ... großer Umsturz gerade passiert innerhalb der Deutschen Bahn.

00:23:56: Sie verlieren Rheinweise, Manager ihren Job andere Rück nach neue werden reingeholt.

00:24:03: das ist ein ziemlich unübersichtliche Situation.

00:24:07: gerade sie versucht auch den Konzern umzustrukturieren von der Konzertemutter in die Fläche.

00:24:12: also das bringt schon wahnsinnig viel Unruhe in den Konzerren.

00:24:16: und dann gab es eben auch einen Vorfall vor drei Monaten wo man sich getrennt hat Einvernehmlich heißt es von der Chefin der DB Sicherheit.

00:24:26: Das sorgt jetzt in den letzten Tagen für große Aufmerksamkeit, weil das auch mit Compliance-Vorwürfen zusammenhängt.

00:24:36: Aber offiziell heißt es eben, da habe ich Unstimmigkeiten über die weitere Strategie gegeben.

00:24:43: Also lange Rede, kurzer Sinn.

00:24:45: Man kann das alles in der Tat nur schwer überblicken und es macht die Situation tatsächlich weder für die DB-Sicherheit noch für die Mitarbeiter gerade besonders einfach.

00:24:57: Wenn du sagst, die Chefin der DB Sicherheit ist vor drei Monaten gegangen, kann man denn grade überhaupt klar sagen wer zuständig ist für Sicherheit bei der Deutschen Bahn?

00:25:05: Also es gibt in der Tat einen Zuständigen innerhalb des Konzerns.

00:25:09: Ich kann dir nicht sagen, wer jetzt gerade bei der DB-Sicherheit den Hut aufhatte, das konnte man mir im Konzernen heute morgen auf meine Anfrage nicht sagen.

00:25:19: Finde ich auch, fand ich sprechend aber das kann man mal so stehen lassen.

00:25:23: vielleicht zaziert sich der Konzert in diesem Zusammenhang nochmal.

00:25:27: Aber Ja, da ist noch viel im Umbruch gerade.

00:25:30: Ist denn bei diesem ganzen Zuständigkeitswirr war wirklich sicher das mit den Beschlüssen heute auch wirklich an alle Mitarbeitenden gedacht es die am Ende ja im Zug und am Gleis stehen?

00:25:40: oder fällt da vielleicht irgendjemand hinten runter?

00:25:42: Weil er weiß nicht für den Dienstleister von einem Dienstleißer von einem Verkehrsverbund arbeitet

00:25:48: genau.

00:25:48: also gibt es in der Tat viele Ebenen.

00:25:52: Wir haben schon über die Deutsche Bahn gesprochen, aber auch die Bundesländer und Kommunen sind dafür zuständig oder werden ins Boot geholt, sagen wir mal so, weil sie eben zuständig für die Bestellung des Nahverkehrs sind.

00:26:08: Und wenn man da jetzt plant ... die Sache aufzustocken, dann wird das auch ein Thema für die Bundesländer.

00:26:16: Das war etwas was auch Herr Berndreiter also der Bayerische Verkehrsminister deutlich angesprochen hat und gleich die Geldfrage wieder in den Raum geworfen hat, die sowieso seit Jahren schon schwer zwischen Bund und Ländern.

00:26:28: Also es wird immer wieder mithinweis auf die Regionalisierungsmittel gefordert.

00:26:33: Der Bund soll doch mehr Geld zur Verfügung stellen.

00:26:35: Das war natürlich auch jetzt wieder so.

00:26:37: Du sagst, es ging heute beim Gipfel mal um das liebe Geld die zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die kosten.

00:26:43: und wer zahlt ist die Frage?

00:26:45: Das ist ja finde ich eine ähnliche Debatte.

00:26:46: am Ende wie beim Thema Pünktlichkeit bei der Sanierung der Infrastruktur da geht's auch um Geld sind am ende alle Probleme der Bahn Geldprobleme?

00:26:56: Naja also sie werden auch immer wieder zu Seuchen gemacht.

00:26:59: Ich bin mir nicht ganz sicher ob für alle Felder geht, aber selbstverständlich hat die Deutsche Bahn wahnsinnig eingespart im Fernverkehr in den vergangenen Monaten.

00:27:11: Zahl der Zugbegleiter auch reduziert hat, weil sie der Meinung sind das soll jetzt nur noch in vielen Fällen nur noch einer machen.

00:27:20: Die Gewerkschaft pocht darauf dass es mindestens zwei sind, dass es eine Doppelbesetzung gibt.

00:27:25: Auch diese Einsparung war natürlich finanziell bedingt.

00:27:29: also natürlich will man Personal einsparen wo immer es geht und wir sehen ja auch immer wieder das Personal ohnehin schwierig zu bekommen ist, dass auch schwierig zu verteilen ist auf die Züge auch diese Personalengpässe gibt.

00:27:44: Das dürfte ein anderes Thema sein, aber die Finanzen sind jedenfalls auch zentrales Problem.

00:27:50: Corinna, du als Bahnbeobachterin.

00:27:52: letzte Frage, wenn es um das Thema Sicherheit geht?

00:27:55: Worauf wirst Du Deine Augen richten in nächster Zeit, ob sich da wirklich was tut?

00:27:59: Auf jeden Fall auf die Stimmung der Mitarbeiter.

00:28:01: Das sieht man jedes Mal im Zug und auch an der S-Bahn.

00:28:07: wenn man sieht, wie da die DB-Sicherheit.

00:28:10: Das sind ja immer die Leute in diesen Schutzwesten, die dann zum Beispiel in der S-Bahn praturieren.

00:28:14: Die sieht man erstaunlich selten muss ich sagen.

00:28:17: also da kann man Ausschau halten ob sich das tatsächlich was tut.

00:28:20: aber wie gesagt zweihundert zusätzlich Kräfe... Ich weiß nicht dass es scheinen mir so ein Tropfen auf einen heißen Stein zu sein.

00:28:28: Alles klar Corinna!

00:28:29: Ich danke dir sehr und wir bleiben im engen Austausch bis dahin.

00:28:32: Ja danke schön.

00:28:33: Grüße nach Frankfurt.

00:28:36: Das war's für heute mit dem FAZ Podcast für Deutschland.

00:28:39: Vielen Dank fürs Zuhören, Feedback und Fragen wie immer gerne an podcastatfaz.de.

00:28:44: Ich darf noch hinweisen auf unseren neuen Geschichts-Podcast.

00:28:47: Da gibt's eine Serie zum Thema Kulturkampf und in der aktuellen Folge geht es darum, wie Cancelculturen und die französische Revolution zusammenhängen – ob dort vielleicht sogar die entscheidende Wurzel vom Canceln liegt!

00:29:02: Morgen gibt's außerdem neue Ausgabe von Machtprobe direkt vor der Münchner Sicherheitskonferenz.

00:29:08: Meine Kollegen Philipp Kron und Christoph Hain, Leiter unserer Newsletter FAZ Pro Weltwirtschaft sprechen über den Schutz von kritischer Infrastruktur, unter anderem mit CDU-Politiker Armin Laschet.

00:29:19: Das war's von uns!

00:29:20: Vielen Dank für die Mitarbeit an Sandra Klüber, Lili Belewski und Wilma Trinks.

00:29:24: Mein Name ist Felix Hoffmann und wir sind hier nächste Woche wieder da.

00:29:29: Bis dahin.

00:29:30: Ciao.

Über diesen Podcast

Der Nachrichten-Podcast der F.A.Z. mit exklusiven Interviews zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft. Der Podcast für Deutschland bietet Montag bis Freitag um 17 Uhr hintergründige und kontroverse Diskussionen mit F.A.Z.-Redakteuren.

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von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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