F.A.Z. Podcast für Deutschland

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00:00:00: Guten Morgen!

00:00:01: Es ist Dienstag der siebzehnte März und hier sind unsere Themen für heute.

00:00:05: Die Kommerzbank wehrt sich gegen die Übernahme, die Sorge vor einer Eskalation in Libanon wächst und Leverkusen kämpft um das Champions League Viertelfinale.

00:00:15: Die Redaktion bei der FAZ hat heute Simon Hüsken – mein Name ist ja Niklas Andresen – einen schönen Start in den Tag wünschen wir.

00:00:28: Donald Trump sucht Verbündete für die Sicherung der Straße von Hormuz doch aus Europa kommt Widerstand.

00:00:35: Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen.

00:00:37: Wir wollen diplomatische Lösungen und ein schnelles Ende aber weitere Kriegschefinnen der Region tragen dazu im Zweifel nicht

00:00:44: bei."

00:00:45: machte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius gestern deutlich.

00:00:49: Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem amerikanischen Werben um militärische Unterstützung ebenfalls eine deutliche Absage erteilt.

00:00:56: Dieser Krieg ist nicht Angelegenheit der NATO.

00:01:00: Generalsekretär Marc Rütter hat das bereits bedrohnt.

00:01:03: Ich will mich dem ausdrücklich anschließen, die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel haben uns vor diesem Krieg auch nicht

00:01:10: konsultiert.".

00:01:12: Die NATO sei ein Verteidigungsbündnis – und kein Interventionsbündnis sagte Merz.

00:01:17: Zugleich mahnte er mit Blick auf Trumps Drohungen gegenüber dem Bündnis mehr Respekt im Umgang miteinander an.

00:01:24: Auch die EU Außenminister machten in Brüssel klar, dass sie sich nicht an der Seite der USA in den Iran-Krieg hineinziehen lassen wollen.

00:01:31: Wenn gleich für Bundesaußenminister Johann Wadephul feststeht...

00:01:34: Das vom iranischen Regime eine erhebliche

00:01:38: Gefahr

00:01:39: ausgeht.

00:01:39: Diese Gefahr darf definitiv nicht fort

00:01:42: bestehen.

00:01:42: Da sind wir uns mit

00:01:43: unseren Partnern und unseren Freunden in Israel und den USA vollkommen einig.

00:01:49: Einige EU-Staaten verfügen durchaus über Fähigkeiten, die in der aktuellen Lage gefragt wären – etwa bei der Minenabwehr.

00:01:56: Für einen wirksamen Schutz ziviler Schiffe wäre der Aufwand allerdings groß.

00:02:01: Nach Einschätzung eines US-Marineoffiziers könnten iranische Drohnen und Raketen die Region zu einer Todeszone machen.

00:02:08: Zum Schutz eines einzelne Tankers wären demnach zwei Kriegsschiffe nötig.

00:02:12: Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht!

00:02:15: Frankreich brachte einen möglichen militärischen Einsatz zum Schutz der Schifffahrt ins Gespräch, wenn die Sicherheitslage das zulässt.

00:02:22: Gleichzeitig verhandelt Paris mit Tehran über Durchfahrtsrechte – auch eine Ausweitung der EU-Mission Aspidis oder ein Abkommen nach dem Vorbild des ukrainischen Getreidedeals werden geprüft.

00:02:35: Der Übernahmekampf um die Commerzbank geht in die nächste Runde.

00:02:39: Die italienische Uni Credit hat nun ein offizielles Angebot für das Deutsche Geldinstitut vorgelegt.

00:02:45: Für eine Commerzbank-Aktie sollen Anleger Nullkommar Vier Acht Fünf Unicredit Aktien erhalten.

00:02:51: Unicredite Chef Andrea Orgel rief die Commerztbank zu Gesprächen auf und sprach von einem möglichen konstruktiven Dialog mit dem Institut und seinen Aktionären.

00:03:00: Bei der Commerze Bank stößt die Offerte allerdings auf deutliche Ablehnung.

00:03:04: Vorstandschefin Bettina Orlop erklärte, dass Angebot enthalte faktisch keine Prämie für die Aktionäre und man setzte weiter auf Eigenständigkeit und profitables Wachstum.

00:03:15: Bundeskanzler Friedrich Merz betonte zudem, man wolle die Eigenständigkeit der Kommerzbank erhalten.

00:03:20: Die Annahme frisst für.

00:03:21: das Angebot soll vier Wochen betragen.

00:03:24: Juni.

00:03:24: Creditchef Orgel schloss nicht aus später noch nachzubessern.

00:03:28: Sollte es tatsächlich zu einer Übernahme kommen könnte dass auch Stellenabbau nach sich ziehen um Doppelstrukturen in beiden Banken abzubauen Und die Gewalt im Libanon droht erneut zu eskalieren.

00:03:41: Seit Beginn des Irankriegs hat sich auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbulla wieder verschärft.

00:03:47: Israel startete am Wochenende eine nach eigenen Angaben begrenzte Bodenoffensive im Süden des Libanons.

00:03:53: Ziel sei es, die Stellung der israelischen Armee gegenüber der Hisbula zu stärken und die Bevölkerung im Norden Israels zu schützen.

00:04:00: Am Montag kündigte das Militär an den Einsatz auszuweiten.

00:04:04: Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich besorgt über die Entwicklung.

00:04:08: Eine solche Offensive würde ohnehin, die hoch angespannte humanitäre Lage und das dramatische Fluchtgeschehen weiter verschärfen.

00:04:16: Deshalb fordern wir unsere israelischen Freunde eindringlich auf Schlagt diesen Weg nicht ein.

00:04:21: Es wäre ein Fehler.

00:04:23: Wir sind uns auch hierüber einig mit unseren wichtigen Partnern in Europa.

00:04:27: Eine ähnliche Warnung außerhten auch die Staats- und Regierungschefs mehrerer westlicher Staaten.

00:04:32: Nach Angaben der libanesischen Regierung wurden seit Beginn der jüngsten Kämpfe mehr als eine Million Menschen vertrieben.

00:04:39: Das Gesundheitsministerium meldete zudem hunderte Tote in Folge israelischer Angriffe.

00:04:46: Der Krieg im Nahen Osten hat auch Folgen für die europäische Russland-Politik.

00:04:51: Der belgische Ministerpräsident Bart Dewever hat Gespräche der EU mit Russlands Präsident Vladimir Putin ins Spiel gebracht.

00:04:58: In einem Interview sagte er, ohne die Unterstützung der USA könne Europa Russland wirtschaftlich kaum in die Knie zwingen.

00:05:05: Deshalb bleibe am Ende womöglich nur die Option einen Deal zu erzielen.

00:05:09: Der Vorstoß stieß jedoch sofort auf Kritik.

00:05:11: Belgians Außenminister Maxim Prevot betonte, echte Verhandlungen seien nur aus einer Position der Stärke möglich.

00:05:18: Ähnlich äußerte sich Liter und Außenminister.

00:05:20: Mit Russland dürfe man nicht als Versager verhandeln, sagte er.

00:05:24: Unterdessen profitiert Moskau wirtschaftliche vom Konflikt.

00:05:28: Die gestiegenen Ölpreise füllen die russische Staatskasse.

00:05:31: Der frühere deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch sagte im Sender Phoenix Russland habe seit Beginn des Iran-Kriegs zusätzliche Einnahmen von rund sechs Milliarden Euro erzielt.

00:05:44: Ist ein Kirchenaustritt ein schwerer Loyalitätsverstoß?

00:05:48: Mit dieser Frage befasst sich heute der Europäische Gerichtshof.

00:05:51: Eine Mitarbeiterin einer katholischen Schwangerschaftsberatungsstelle in Wiesbaden war entlassen worden, nachdem sie aus der katholischen Kirche ausgetreten war.

00:05:59: Die Kirche sieht darin einen schweren Verstoß gegen die Loyalitätspflichten ihrer Beschäftigten.

00:06:04: Die Klägerin hält die Kündigung dagegen für unzulässig.

00:06:08: Sie argumentiert das in der Einrichtung auch Menschen arbeiten, die gar nicht katholic sind.

00:06:12: Der EUGH muss nun klären ob eine solche Ungleichbehandlung nach EU-recht zulässig ist.

00:06:20: Im vergangenen Jahr verloren die beiden großen Kirchen in Deutschland zusammen rund ¼ Millionen Mitglieder.

00:06:29: Und zum Schluss schauen wir auf die Fußball Champions League, wo Bayer Leverkusen heute Abend den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen könnte!

00:06:37: Die Bergself reist zum Achtelfinalrückspiel nach London zum FC Arsenal und das mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck – zuletzt gab es zwei Unentschieden gegen Bayern München und jenes Arsenal.

00:06:48: ein Zeichen dass Leverkusen mit Europas Topteams mithalten kann.

00:06:51: Anstoß dem Emirates Stadium ist heute um einundzwanzig Uhr.

00:06:55: Ein Viertelfinale für die Werksafe, das gab es zuletzt in den letzten Jahren – damals zog das Team sogar bis ins Finale ein und verlor erst dort gegen Real Madrid.

00:07:04: Sollte Bayer tatsächlich weiterkommen, könnte im Viertelfinale einen Überraschungsteam warten!

00:07:09: Der norwegische Club Bode Glimpt steht nach einem drei zu null im Hinspiel gegen Sporting Lissabon kurz vor dem Einzug in die nächste Runde.

Über diesen Podcast

Der Nachrichten-Podcast der F.A.Z. mit exklusiven Interviews zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft. Der Podcast für Deutschland bietet Montag bis Freitag um 17 Uhr hintergründige und kontroverse Diskussionen mit F.A.Z.-Redakteuren.

Sie können den Podcast auch hier hören: www.faz.net/podcasts/f-a-z-podcast-fuer-deutschland/

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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