00:00:03: Zum Start direkt mal kurz zu gestern nachgetragen.
00:00:07: Wir hatten ja bei den angeblichen Tod des inoffiziellen Raminé-Nachfolgers Ali Larijani gesprochen, diese Meldung ist inzwischen auch von iranischer Seite bestätigt worden und lässt natürlich die Frage immer größer werden mit wem könnten?
00:00:22: Die Amerikaner denn überhaupt verhandeln wenn sie es denn wollten.
00:00:27: heute und damit herzlich willkommen beim FAZ Podcast Deutschland an diesem Mittwoch, den achzehnten März mit mir Andreas Krober.
00:00:34: Heute schalten wir zuerst nach Washington zu unserem Korrespondent in Wienern von Petersdorf der uns die Ja, schwieriger werden der innenpolitische US-Situation erzählt und dann besprechen wir die neuste Wolke von Donald Trump und seinem engen Zirkel nach dem Streich in Venezuela.
00:00:51: nun Kuba einnehmen zu wollen.
00:00:53: So ja das wortwörtliche Zitat.
00:00:55: Sie werden es mitbekommen haben Die Insel leidet seit Wochen unter dem amerikanischen Öl.
00:01:00: Embago Die Menschen haben selten Strom wenig Trinkwasser und nur noch weniger zu essen.
00:01:05: Der amerikanische Würgegriff wird von Tag zu Tag.
00:01:13: Wir haben ja gestern lang und breit darüber diskutiert, wie hart unser Bundeskanzler Friedrich Merz gerade nein sagt.
00:01:20: zu irgendeiner Beteiligung am Iran Krieg, von Deutschland oder auch zur Sicherung der Straße von Hormus durch die ja je nach Rechnung ungefähr ein Viertel des weltweiten Öls verschifft wird.
00:01:31: Wenn Sie liebe Hörerinnen und Hörere dieses Thema in Ihrem Umfeld besprechen werden sie garantiert auch viele Hörern die sagen naja solche Kriege führt Amerika hier ganz sicher nicht aus gutmenschentum sondern am Ende aus wirtschaftlichen Gründen für den harten Dollar.
00:01:46: Aber weder der Dollar ist gerade hart oder stark, im Gegenteil noch freuen sich die Amerikaner über den Ölpreis.
00:01:54: Siehe die aktuellen Preise an der Tankstelle.
00:01:55: nicht nur bei uns in Deutschland müssen wir also dringend mal darüber sprechen über die Innenwirkung wie cool die amerikanische Bevölkerung die Moves ihres Präsidenten denn grade so findet.
00:02:06: und das tun wir jetzt mit unserem Wirtschafts-Korrespondentin in Washington.
00:02:11: Hallo lieber Wienern von Petersdorf
00:02:14: Hallo, ich grüße.
00:02:16: Ja vielleicht müssen wir mal anfangen mit dem Leiter des nationalen Terrorabwärtszentrums der USA.
00:02:22: eine Mann namens Joe Kent.
00:02:24: Der hat nämlich gestern seinen Rücktritt erklärt weil seiner Meinung nach Iran keine unmittelbare Bedrohung für Amerika gewesen sei.
00:02:33: wie nennt Wie viele amerikaner denken gerade auch
00:02:37: so?
00:02:38: Es ist ja nicht so, dass jeder Amerikaner ein eigenes außenpolitisches Konzept vor Augen hat.
00:02:44: Trauen die Amerikaner und besonders diejenigen, die Trump gewählt haben.
00:02:48: Dass er das richtige Urteil gefällt hat in dieser großen Frage oder?
00:02:52: Da würde ich sagen dass das Vertrauen ein bisschen bröckelt aber nicht so stark wie man erwarten könnte wenn wir uns zurückerinnern.
00:02:58: Aber Trump ja den Wahlkampf unter anderem damit geführt, dass Amerika keine ewig andauernden Kriege mehr anzettelt und auch sich nicht mehr daran beteiligt.
00:03:08: Und jetzt merken wir spätestens nach dem Angriff auf Venezuela Eingriff in Venezuela, das erstes trammt diese Strategie nicht so eindeutig meinte.
00:03:18: und das zweite was wir merken ist aber auch dass viele amerikaner nach dem erfolgreichen coup kann man ja sagen im Venezuela durchaus neue Sympathie fürgefasst haben.
00:03:28: Das heißt, man muss immer auch bedenken speziell bei dieser Make America Great Again Bewegung – das ist auch ein Personenkult der sich rund um Trump dreht.
00:03:36: und wenn Trump seine Meinung bisschen ändert und anpasst und eine neue Strategie ausgibt dann gehen da schon noch viele mit!
00:03:44: Ich meine, du sagst Personenkult.
00:03:45: Eine Gruppe fällt mir da direkt ein die Trump ja fast schon abgöttisch verehrt seit Jahren.
00:03:50: das sind ja die Landwirte in Amerika Die aber zum Beispiel müssen jetzt wegen des Öbreises zwanzig dreißigvierzig Prozent allein mehr für Dünger bezahlen.
00:04:00: und Du sagst macht nix.
00:04:02: wie finden sie das denn
00:04:03: doch?
00:04:04: Also in der Landwirtschaft hat das Auswirkungen.
00:04:06: Das Problem mit einer Landwirtschaft aktuelle ist ja, die sind kurz davor Mais anzuflanzen oder Sojabonen anzuflanzen.
00:04:13: und da ist die große Entscheidung besonders beim Anpflanzen von Mais soll sie das machen weil Mais verschlingt besonders viel Dünger sojabon deutlich weniger.
00:04:23: Die Frage was Sie jetzt anbauen sollen dass es die eine große frage die sie haben Und die zweite große Frage ist welche Auswirkung hat das eigentlich wenn sich jetzt statt Mais in ganz großem Stil auf Soja-Boden umsteigen.
00:04:33: Das hat wirklich eine überraschende Auswirkung ist, dass dann Viehfutter für die Steaks praktisch relativ teuer werden kann weil Mais wird verfüttert und knappe Steaks werden deutlich teurer und das hat dann Auswirkungen auf die Konsumentenpreise.
00:04:48: also ganz überrascht.
00:04:49: in gewisser Weise macht die Speerung der Straße von Hormuz Das Steak in den Vereinigten Staaten teurer.
00:04:55: Und das sind so Ausschörungen, die die amerikanischen Landwirte nicht gutwinden und da gibt es jetzt auch zunehmende Proteste.
00:05:00: Die sind ja ohnehin schon gebeutelt durch die Tatsache dass eben der Handelskrieg die handelskrige die Trump angezettelt hat ihm praktisch als Exportgeschäft in viele Länder verdorben haben um Brasilien jetzt in die Bresche gesprungen ist und das hat sich auch nicht richtig repariert.
00:05:16: Fette Subventionen, die die anderen Leute auch alle nicht gut finden.
00:05:19: Aber Subvention sind auch keine Sache nach denen die Landwirte unbedingt streben.
00:05:23: sie wollen eigentlich lieber freie Märkte
00:05:26: Landwirte, also teurere Steaks ist das eine.
00:05:29: und natürlich müssen wir auch mal über die Tankstelle reden.
00:05:31: Das kennen wir hier gerade aus Deutschland.
00:05:33: Da kommst du unter zwei Euro nicht mehr weg für den Liter.
00:05:37: Ich weiß in USA wird nicht in Litern Sondern glaube ich in Gerlands gerechnet was etwa knapp vier Liter sind.
00:05:43: Wie wissen es?
00:05:44: da tanken genauso teuer wie bei uns oder zumindest Genauso gleich in der Relation teurer geworden.
00:05:50: Also erstens so ich hab mir mal den Spaß gemacht das umzurechnen in Amerika nach Angaben des ADAC-Equivalenz zur Zeit, drei Komma neun siebzig Dollar pro Galone.
00:06:06: Das ist ungerechnet.
00:06:08: man muss sich festhalten als ein Euro pro Liter sind sieben achtzig Cent pro Liter.
00:06:14: da würden wir jenen der Rülrung in Deutschland bekommen wenn wir zu diesen Preisen tanken dürfen.
00:06:21: aber man muss natürlich auch bedenken In Amerika das beliebteste Fahrzeug, das beliebte amerikanische Fahrzeug ist ein sogenannte Pick-up Trakt der F-Hundertfünfzig.
00:06:31: Und er braucht fünfzehn Liter auf hundert Kilometer.
00:06:36: und Pick
00:06:36: up Tracks
00:06:37: sind Tracks der ländlichen Bevölkerung.
00:06:40: und dass es die ländliche Bevölkerung ist die Bevölkerung die Trump gewählt hat während Elektroautos besonders die teuren Elektro Autos das sind Autos der Demokraten.
00:06:48: Sechzig Prozent der Elektroautofahrer sind Demokraten.
00:06:51: Die merken das natürlich im Moment nicht so, aber die aktuellen drei Dollar neun und siebzig sind deutlich mehr als unter beiden Zeit.
00:07:00: bei Beidemann waren wir bei etwas weniger bei drei Dollar dreien Fünfzig Und diese drei Dollar Dreieinfünfzig hat die Amerikaner so aufgeweckt dass die beiden von der Farne gegangen sind.
00:07:09: Das war ein gewichtiges Argument in der sogenannten Erschwinglichkeitskrise unter der beiden und dann ja seine Nachfolgerin Harris ganz stark gelitten hat.
00:07:19: Ihr wahrscheinlich den Wahlkampf gekostet und jetzt sind wir höher als damals.
00:07:23: Und das ist ein echter Faktor, der die Beliebtheit von Trump weiter nach unten drückt.
00:07:27: Das ist so eine
00:07:28: Erschwinglichkeitskrise ist schönes Wort auch.
00:07:31: Du hast es ja schon angekündigt im Wahlkampf ein riesiges Problem, die dreidrein-fünfzig für beiden gewesen.
00:07:36: Jetzt sind wir bei was hast du gesagt?
00:07:38: Drei fünfneunzig drei siebenneunzig drei neunzehntig also nochmal knapp zehn Prozent darüber.
00:07:44: Was macht das denn jetzt auch mit Blick auf die Mitterms diese Zwischenwahlen, die im November stattfinden mit Trumps
00:07:52: Beliebtheitswerten.
00:07:54: Wir sind ja jetzt am Tag vierhundertzwanzig der zweiten Amtszeit von Trump.
00:08:01: Zählst du mit?
00:08:02: Hast du so einen Kalender an der Wand, wo du abbaust?
00:08:04: Ja
00:08:04: genau das zähle ich jeden Tag mit!
00:08:06: Das ist ein bisschen wie bei der Bundeswahl irgendwie noch fünfhundert Tage und der Rest von heute.
00:08:12: Also wir sind am Tag vierhundert zwanzig.
00:08:16: Die approval ratings, also die Zustimmungswerte, die Trump zurzeit hat sind sehr schlecht.
00:08:29: und fünf Prozent sind nicht so ganz sicher.
00:08:30: Und das ist wirklich einer der niedrigsten Werte in der Tramschen Amtszeit, es gab auch mal schon sehr, sehr vergleichbar schlechte Werte für beiden muss ich dazu sagen.
00:08:37: also es ist jetzt nicht abgrunddief schlecht aber es ist schon ziemlich schlecht fitter.
00:08:40: Vermutlich hat es Auswirkungen auf die Zwischenwahl, weil inzwischen geht es meistens eben darum eine Bewertung der alten Regierung abzugegen während ja bei Bei den klassischen Wahlen ist meistens darum geht, wer der bessere Kandidat ist.
00:08:51: Das ist so ein bisschen die unterschiedliche Perspektive, die die Leute haben und zwischenwahlen sind meistens auch sowieso Wandel-Wahlen.
00:08:57: Relativ häufig ändert sich in diesen Zwischenwahlen die Zusammensetzung des Kongresses, des Repräsentantenhauses oder möglicherweise auch das Enats.
00:09:04: Die versuchen einiges um das noch in den Griff zu bekommen aber bisher sind die werden dem einfach schlecht.
00:09:09: Und sein Ruf als Businessman leidet möglicherweise auch so ein bisschen, ne?
00:09:13: Der große Dealmaker der die Wirtschaft im Griff hat.
00:09:16: Aber wenn wir das jetzt alles mal zusammennehmen wie man... Warum glaubst du macht Trump das alles?
00:09:21: Warum folgt er Netanyahu in einen Krieg bei dem im Moment ja auch niemand weiß, wie man aus der Nummer wieder rauskommen soll und nimmt quasi die ganzen wirtschaftlichen Folgen in Kauf?
00:09:34: Um abzulenken von den Epstein-Files, der Hautrauftruppe Eis was kann es sein?
00:09:38: Nein das glaube ich nicht!
00:09:39: Ich glaube nicht, also erstens glaub ich es gibt einen psychologischen Faktor und es gibt auch ganz handfeste strategische Interessen dabei.
00:09:45: Der psychologische Fakto ist nach meiner Ansicht die Tatsache dass der Kuh in Venezuela so wahnsinnig gut geklappt hat.
00:09:52: das ging ruckzuck!
00:09:54: Und er fand übrigens auf einer Bevölkerung von Venezuela und in breiten Teilen Lateinamerika eine riesige Unterstützung.
00:10:02: Die Leute finden das alle ziemlich gut, was da gelaufen ist.
00:10:05: Die Zusammenarbeit mit Venezuela läuft auch gut.
00:10:07: Psychologisch folgt heute das man kann mit gewagten, korrigierten Militäraktionen etwas gewinnen.
00:10:13: Der zweite Faktor in meinen Augen ist es gibt wirklich ein riesiges drängendes Problem mit dem Iran der Erstens, sich ja gerade wieder dabei war relativ erfolgreich ein komventionelles Raketenasenal aufzubauen und dieses Raketen-Asenal dient dann als Schutzschild unter dem man die Nukleare bewaffnen und wieder neu aufbauen kann.
00:10:37: Und das war die Gefahr, die auch Trump gesehen hat und seine Berater gesehen haben.
00:10:41: Das ist eine echte Gefahr!
00:10:42: Und gleichzeitig einen Iran der permanent Terroristengruppen in der Welt und übrigens auch Anschläge in Europa und den Deutschland mitfinanziert.
00:10:50: Das ist ja ein Thema, das in irgendeiner Weise bearbeitet werden muss und ich glaube ehrlich gesagt dass er das in großer Klarheit gesehen hat.
00:11:00: also im großen Ganzen sehe ich da einen gewisserweise eine Leistung der Amerikaner zugunsten der globalen Öffentlichkeit Auch wenn man sagen kann, es ist vielleicht nicht gut geplant gewesen.
00:11:11: Man hätte da anders rangehen sollen, man hätte die Europäer stärker bitten sollen mitzuwirken an dieser großen Frage.
00:11:18: Aber im Grunde ist der Iran eine gewaltige Bedrohung für die Weltgemeinschaft und die Amerikaner versuchen das Problem zu lösen!
00:11:25: Nun gibt es aber auch natürlich viele Analysten und Politikwissenschaftler, die sagen oder auch Militär-Experten.
00:11:30: Die sagen diese Straße von Hormuz.
00:11:33: das könnten sie noch über Jahre mit Geriermitteln sozusagen boykottieren und beschießen so dass der Ölpreis auch über Jahre hoch bleiben könnte.
00:11:43: da hat sich Iran auch gerade heute Morgen nochmal zu geäußert und mit Freude quasi festgestellt welchen Impact Sie da haben.
00:11:51: jetzt Wenn man nochmal über Öl reden und über Husarenstücke von Donald Trump, würde ich gerne als Brücke bauen.
00:11:58: Weil wir reden gleich noch mal über Cuba.
00:12:01: die neueste große Idee.
00:12:03: Abschlussfrage an dich.
00:12:05: Siehst du einen Zusammenhang von Trumps-Cuba Plänen auch mit dem gelungenen Stück in Venezuela oder auch dem Eingrafen in Iran?
00:12:13: Oder hat das alles mit Öl zu tun?
00:12:14: wie erklärst du dir Kuba?
00:12:16: Ja, ich glaube Kuba... Es ist ja ein Dauertail mal für die Republikaner immer gewesen.
00:12:21: Ich glaube eigentlich nicht, dass es ganz oben auf der Agenda von Trump persönlich stand.
00:12:24: Es steht ganz weit oben auf dem Agenda vom Außenminister Marco Rubio, dessen Eltern in Kuba geboren sind und der immer einen Blick darauf hatte und er sich zu einem politischen Ziel gesetzt hat, einem Systemband in den Kuba durchzuführen.
00:12:38: Man sah gleichzeitig auch in Venezuela das kubranische Schärgen Kubanische Leibgarde, die letzten waren praktisch noch unter den.
00:12:49: dem Maduro, den dann schließlich entführten Manduro unterstützt hatten.
00:12:53: Es gab immer schon eine traditionelle Feindseligkeit gegenüber Kuba und jetzt bricht dieses Land einfach dramatisch zusammen.
00:12:59: Und Trump hat ja immer gesagt wir müssten militärisch da gar nichts machen.
00:13:02: das erledigt sich von selbst und ich glaube die Analyse ist richtig.
00:13:05: Das Land ist so dermaßen heruntergewirtschaftet in den letzten Jahrzehnten.
00:13:09: Das ist jetzt schon nah an der Selbstauflösung.
00:13:11: Die Leute haben keinen Strom mehr, die Leute haben oft nichts zu essen.
00:13:15: Eine Lage Eier mit dreißig Eiern kostet ungefähr so viel wie ein Monatslumon für ganz normale Arbeitnehmer in Kuba.
00:13:21: Wenn man sich solche Verhältnisse ansieht, einem Land das eigentlich unter agragende Sichtspunkten reich sein könnte, dann merkt man schon, dass Land ist am Ende.
00:13:29: Hören wir uns gleich noch alles in Ruhe an!
00:13:31: Ich danke dir erstmal für deine spannenden Ausführungen.
00:13:34: Beste Grüße nach Washington.
00:13:36: Dankeschön Wienand von Peter Stoff.
00:13:38: Ich habe mich zu bedanken.
00:13:39: Ganz herzlichen Dank Andreas Tschüss.
00:13:43: Wie schon versprochen schauen wir jetzt auf Donald Trumps nächste Frucht, die er einfach so vom Baum pflücken will oder zumindest glaubt es mal ebenso tun zu können sowie seine Elite Truppen ja auch den venezolanischen Regierungschef Nicolas Maduro entführt haben.
00:13:59: Es geht um Cuba der kleine sozialistische Inselstaat in der Karibik, der den Amerikanern schon seit den fünftiger Jahren ein Dorn im Auge ist bzw direkt vor der eigenen Haustür.
00:14:12: Bevor ich gleich über die neueste Trump-Idee und die Situation in Cuba sprechen, nochmal eine kurze Erinnerung von Roberta Löndorf.
00:14:21: Was man über die amerikanisch-kubanische Geschichte wissen muss.
00:14:26: I am not Communism.
00:14:42: I
00:14:44: do
00:14:46: not agree with
00:14:47: Communism.".
00:14:47: Fidel Castro, in midden zweier System-Rivalen.
00:14:52: Den USA auf der einen und der Sowjetunion auf der anderen Seite.
00:14:55: Aber springen wir kurz zurück ans Ende des spanisch-amerikanischen Krieges, von der Spanischen Colonialherrschaft zu befreien.
00:15:05: Wir hielten danach aber selbst enormer Einfluss auf die Inseln.
00:15:16: Die USA investierten massiv, vor allem in die Sokain-Dustrie und sicherten sich vertraglich sogar das Recht militärisch einzugreifen.
00:15:32: In
00:15:40: diesem Umfeld wächst Fidel Castro auf.
00:15:42: Während seine Studiums engagiert er sich politisch, kämpft gegen Korruption und sozial Ungleichheit – und schließlich gegen den Tator Furrencio Batista, der damals eng mit den USA verbunden war.
00:15:53: Nach einem gescheiterten Aufstand in deiner Zeit in den letzten Jahren in den U.S.A.
00:15:55: ging Castro ins Exil, organisierte sich neu und kehrte zurück.
00:16:00: Am ersten Januar in der Zeit gelingt schließlich die Revolution.
00:16:04: Batista flieht!
00:16:05: Castro übernimmt die Macht.
00:16:14: Er
00:16:18: dreht das Verhältnis zu den USA einmal auf dem Kopf.
00:16:21: Großgrundbesitzer enteignet, amerikanische Unternehmen verstaatlicht sozialere Formen eingeführt – für viele Kubaner ein Fortschritt!
00:16:28: Für die USA ein Affront.
00:16:30: Zahlreiche wohlhabende Kubaner verlassen das Land und gehen ins Exil, viele davon in die USA.
00:16:35: Zunächst bemühen sich beide Seiten noch um ein Verhältnis – doch das hält nicht lange an!
00:16:40: Castro reist zwar neunzehntnachundfünfzig nach Washington und trifft dort Vizepräsident Richard Nixon aber wenige Wochen später ist der Dialog beendet.
00:16:48: Cooper wendet sich an die Sowjetunion und die USA stoppen ihre Öllieferung.
00:16:52: Plötzlich steht mitten im Kalten Krieg einen sozialistischer Staat direkt vor der Haustür.
00:17:03: Bei der Invasion in der Schweinebucht landen rund thousand dreihundert von der CIA unterstützte Exilkubane auf der Insel, um Castro zu stürzen.
00:17:15: Der Plan geht nicht auf – die Invasion scheitert innerhalb weniger Tage und stärkt Castro eher als ihn zu schwächen!
00:17:21: Die Folge?
00:17:22: Kuba rückt noch enger an die Sowjetunion heran…der Konflikt wird global.
00:17:27: Ein Jahr später erreicht er seinen Höhepunkt...die Kubakrise.
00:17:30: Die Sowjetunion stationiert Atomraketen nur etwa hundertfünfzig Kilometer von der US-Küste entfernt.
00:17:35: Für mehrere Tage steht die Welt am Rande eines Atomkriegs.
00:17:45: Am Ende einigen sich John F Kennedy und Nikita Khrushtov hinter den Kulissen, die Raketen werden abgezogen.
00:17:51: im Gegenzug sichern die USA zu kuba nicht anzugreifen.
00:17:55: doch das Misstrauen bleibt und prägt die Beziehungen über Jahrzehnte Erst
00:18:02: aus
00:18:03: dem Jahr von Barack
00:18:03: Obama zu Havana eröffnet, mit einer Seremonie für einen
00:18:07: Hero der Kuba-Independenz
00:18:09: mehr als
00:18:12: ein Jahr später.
00:18:23: Dankeschön, Roberta.
00:18:24: Zeit also jetzt über Kuba zu sprechen und das tun wir mit einem absoluten Experten dem Politikwissenschaftler Bert Hoffmann der für das German Institute of Global and Area Studies arbeitet.
00:18:36: kurz Giga kann man sich gleich da merken Und es wird von uns und sie liebe Hörer immer besser ist.
00:18:41: Absoluter kuba Kenner war schon zigmal dort hat aber das Land Bücher und Aufsätze geschrieben und Jetzt Ist er bei uns.
00:18:48: hallo Herr hoffmann.
00:18:50: Ich nehme an, wir erwischen Sie jetzt gerade nicht in Kuba.
00:18:54: Wann waren Sie das letzte Mal da?
00:18:55: Ich war jetzt im Februar da.
00:18:57: War die Situation auch schon ähnlich dramatisch für die Menschen wie in diesen Tagen?
00:19:02: Natürlich war sie schon ähnlich dramatisch, wobei sie von Tag zu Tag halt schlimmer wird weil einfach kein Treibstoff mehr ins Land kommt seit inzwischen zweieinhalb Monaten und das heißt es wird immer immer prekärer auf allen Ebenen.
00:19:20: Das ist ohne Zweifel kaum zu übertreiben, was das für Auswirkungen für die Leute hat.
00:19:27: Sie haben kein Diesel, kein Benzin mehr oder ganz wenig halt nur noch und damit kommt auch das Essen nicht vom Land in die Stadt.
00:19:33: Damit kommen die Arzneimittel nicht mehr in die Krankenhäuser.
00:19:38: Damit ist sie Wasserversorgung gefährdet für ganz viele Leute wenn die Pumpen nicht mehr gehen.
00:19:44: Das geht alles unter alle Schmerzgrenzen.
00:19:46: inzwischen
00:19:47: also absolut ernste humanitäre Situation, die wir schon haben.
00:19:51: Ja
00:19:51: und man kann natürlich sagen das kubanische also Trump sagt failed state und kuba hat natürlich wirklich auch vorher schon viele Probleme gehabt aber seit dieser blockade allen öls seit januar haben wir das ja von den usa sie kein öl mehr rein lassen.
00:20:05: da muss mal einfach sagen Wenn seit zweieinhalb Monaten kein Öl mehr ins Land kommt, dann geht auch die Schweiz in den Notstand.
00:20:11: Also das verkraftet kein Land egal welche Regierung oder Ideologie es hat.
00:20:17: Das heißt also dass Trump und auch seine aus Kuba durchaus oder die Familie des Außenministers Marco Rubio stammende Familie, die spielen da eine riesige Rolle?
00:20:26: Und das Öl-Embargo ist der entscheidende Faktor auf
00:20:28: jeden Fall.
00:20:30: Die Leute um Trump sagen das ja auch ganz Offen sehr lang.
00:20:34: We found the choking point, also wir haben den Adrosselungspunkt gefunden mit dem wir die Kubanische Führung in die Knie zwingen.
00:20:43: Kuba ist zu hundert Prozent bei Diesel und bei Benzin von Important abhängig Und die USA verhindern tatsächlich das Kuba.
00:20:52: Koba hat aufm freien Markt Öl gekauft.
00:20:54: Das war unterwegs.
00:20:55: Die USA haben interveniert und Schiff umgeleitet.
00:20:59: Mexico würde in Kuba Öl liefern Die USA verhindern das und so weiter.
00:21:04: Es ist wirklich eine sehr, sehr brutale Politik die mit sehr viel Leid der Bevölkerung dann versucht ein Politikwechsel zu erzwingen.
00:21:12: Das
00:21:13: ist ein guter Moment um uns mal zusammen anzuhören wie sich Donald Trump vorgestern am Montag im Weißen Haus zu Kuba geäußert hat.
00:21:21: Aber
00:21:21: ich glaube, dass Kuba am Ende ist.
00:21:24: Ich habe mich über die USA und Kuba geredet.
00:21:28: Wann wird es in den USA?
00:21:29: Ich glaube, ich werde der Honour sein, das Kuba zu nehmen.
00:21:33: Das wäre gut.
00:21:36: Das ist ein großer Honour.
00:21:40: Taken Kuba.
00:21:42: Takern Kuba!
00:21:45: In welchem Form, ja.
00:21:46: Takeren Kuba, also ob ich frei bin oder nicht.
00:21:51: Ich denke, ich kann alles machen, was ich will mit dem.
00:21:56: Trump sagt also etwas verkürzt.
00:21:58: Kuba sei eine wunderschöne Insel ohne Hurricanes, Kuba sei am Ende und es wäre ihm eine Ehre kuba einzunehmen.
00:22:05: Dann fragten Reporter unglaublich zurück einnehmen und Trump sagt ja in irgendeiner Form einnehmen ob befreien oder einnehmen er könne
00:22:13: mit
00:22:13: kuba machen was er will.
00:22:16: Herr Hoffmann wie wirken diese Worte auf sie?
00:22:18: Ja das ist natürlich dieser unglaublich anmaßende Rhetorik von Trump, die ja wirklich unerträglich ist.
00:22:28: Das kennen wir auch von woanders.
00:22:30: Tatsächlich ist dahinter schon der Anspruch der USA in den gesamten Amerikas Nord und Süd da sagen zu haben und im Prinzip alle Regierungen der Region auf Linie zu bringen und keine stört mehr als die Kubanische Seite.
00:22:46: Revolution für Lukastros das ist ja lange her.
00:22:51: Aber trotzdem ist das bis heute eine offene Wunde für die USA und Kuba in die Knie zu zwingen gehört einfach mit diesem Projekt.
00:23:02: Jetzt ist die Frage, was es heißt Kuba übernehmen?
00:23:05: Das wird in der Praxis sehr viel komplizierter werden als diesen Markingssätzen von Trump.
00:23:12: Die neue Times hat jetzt geschrieben, übrigens unter Berufung auf vier Leute die mit solchen Verhandlungen vertraut sein sollen.
00:23:18: Dass die USA schon über eine Ablösung des kubanischen Präsidenten der man heißt Miguel Dias Kanel verhandle und zwar so ein bisschen nach dem venezolanischen Modell.
00:23:29: Die US-Regierung hat das zwar bestritten aber erhofft man so ganz unwahrscheinlich.
00:23:33: Klingt das nicht?
00:23:34: Den Führer weg kriegen um mit der Riege darunter Deals machen.
00:23:39: Ja die Situation ist ein bisschen anders in Kugels.
00:23:42: Die Macht im Land sind letztlich die Sicherheitskräfte des Militärs.
00:23:47: Und im Hintergrund halt diese Storchfigur von Raúl Castro, dem Bruder Fidelz in der Seite Revolution, der Chef der Streitkräfte war und sozusagen alle Offiziere sind von ihm letztlich anhand von.
00:24:01: er ist im Ruhestand jetzt vierneinzig aber er ist weiterhin der zentrale Legitimator der Prozesse in Kuba.
00:24:11: Weshalb es in den Verhandlungen auch kein Zufall ist, dass sein Enkel immer mit dabei ist und eine Schlüsselfigur ist.
00:24:18: Weil er verkörpert quasi das was immer ausgehandelt wird auch die Billigung von Raul Castro hat.
00:24:28: Und dieser Enkel von Raül Castro der soll sicher auch angeblich schon mit Amerikanern getroffen haben?
00:24:34: Ja das
00:24:34: hatte ganz sicherlich... Der ist auch selber Offizier.
00:24:38: also das ist jetzt nicht nur ein Enkel sondern schon noch eine Gestalt für sich, aber das ist ganz ähnlich gewesen als die Kubaner vor zehn Jahren mit Obama verhandelt haben.
00:24:50: Damit ging es um eine Aussöhnung und nicht um eine Zuspitzung.
00:24:53: auch da war in dem Fall war's der Sohn von Raul, der die Verhandlungen geführt hat.
00:24:58: Das ist ein Muster was ganz bekannt ist also dass der Enkel dabei ist, das signalisiert einfach sie sprechen mit den Machthaben im Land.
00:25:09: Und da kann es dann auch sein, dass wenn es eine Einigung gibt, das ja noch alles gar nicht klar ist wie die denn aussehen könnte.
00:25:17: Dann wird man keine Militärintervention brauchen um den Präsenten auszuwechseln und dann können die Kubanische Führung das selber machen, dann tritt der eher voll aus Gesundheitsgründen zurück.
00:25:27: Das ist anders als in Venezuela.
00:25:29: Also das wäre sozusagen das Modell was Sie erwarten würden?
00:25:33: Die OS-Regierung... Könnte versuchen, ein Deal zu machen mit dem Militär und die stürzen dann quasi den amtierenden Präsidenten.
00:25:43: Nein!
00:25:43: Die müssen denen nicht stürzeln.
00:25:45: Das ist in Kuba gibt es keine richtigen Brüche innerhalb der Elite.
00:25:50: da kommt das Politbureau zusammen Da sind die Mitglieder auch drin Und dann ist Raul mit dabei und dann einigt man sich.
00:25:57: ich glaube Die größere Frage ist, an welchen Punkt sich eine kommarische Seite mit der West-Seite einigen kann.
00:26:05: Kubaschild mit dem Rücken zur Wand muss wahrscheinlich viele Kräuten schlucken aber wenn es wirklich die bedingungslose Unterwerfung ist und Trump sagt man macht was ich will dann wird das natürlich trotzdem sehr schwierig eine Einigung zu finden.
00:26:22: Echt mal, der Präsident hat auch reagiert inzwischen, die jetzt kanellt und hat gesagt jeder äußere Aggressor werde auf unerschütterlichen Widerstand stoßen.
00:26:32: Sind das nur Marke Gevorte?
00:26:35: Marke-Gevorte auf der einen Seite, Marke Gewort auf der anderen Seite.
00:26:38: dahinter wird verhandelt.
00:26:39: Wie viel Zeit haben die Entscheider in Kuba jetzt auch nicht mehr?
00:26:43: Naja, viele Zeit haben... Auch die USA eigentlich nicht wenn man das so will weil sie wollen ja auch kein völliges Chaos auf denen sie keine Instabilität, keine Hummersnot und derartig ist.
00:26:54: Wobei der Druck auf die Kubanische Regen natürlich viel größer ist und der Druck für die kubanische Bevölkerung vor allem ungeheuer ist, der wechselt mit jedem Tag.
00:27:02: aber im Prinzip brauchen die USA in Kuba wie in Venezuela auch die Ordnungskräfte und den Staatsapparat um den Laden am Laufen zu halten.
00:27:11: Trump möchte nicht selber Verkehrspolizistin Havana werden.
00:27:15: Also sie brauchen eigentlich den funktionierenden Apparat, um die Sachen laufen zu haben.
00:27:20: Sie wollen ihn bloß gewendet haben.
00:27:22: und der Druck, den die USA über das Öl haben, den können sie auch immer weiter in der Zukunft haben.
00:27:28: Man kann jetzt sozusagen eine Einigung haben und in einem Monat spielen sie das gleiche Spiel und haben die nächste Vorrundung, in zwei Monaten die nächste.
00:27:36: Insofern wird da schon ein Überwochen- und Monate hinweg sich ziehen.
00:27:42: Zähes macht gerangelt werden und für die Bevölkerung heißt das einfach, sie werden auch eine ganz erhebliche Zeit große Entbehrungen haben.
00:27:51: Und auch große Unsicherheiten haben bevor irgendwann in was auch immer für einer Konstellation wieder Licht am Ende des Tunnels kommt.
00:27:59: Ja
00:28:00: vielleicht ein letztes Wort auch noch Herr Hoffmann zur Bevölkerung.
00:28:04: Sie haben es beschrieben, wie es denn gerade ergeht.
00:28:06: Wie schwierig die Lage ist.
00:28:07: und dennoch höre ich oder liest man nicht besonders viel von Protesten?
00:28:13: Die müssten doch eigentlich auf die Straße gehen in der Situation.
00:28:16: Warum tun sie das nicht?
00:28:17: Warum sollten sie es tun?
00:28:18: kann ich jetzt mal zurückfragen.
00:28:20: Die USA verhandeln mit der Regierung über die Köpfe der Bevölkerung hinweg.
00:28:26: Das haben sie auch in Venezuela getan.
00:28:27: Die Opposition Venezuela ist völlig aus dem vorgeblieben.
00:28:31: Trump will mit den Machthabern der Kuba in einem Arm drücken, die Oberhand behalten.
00:28:37: Es gibt keine Mobilisierung.
00:28:40: es gibt sozusagen diese Situation.
00:28:41: Kuba soll sagen ich habe schon genug Probleme wie ich morgen mein Essen auf dem Tisch kriegen soll.
00:28:45: jetzt will ich mir nicht noch mehr Probleme einhandeln im Verhältnis des Gefängnisses gehe wenn so und zwei Wochen dass man die Kubanische Verwirrung sieht sich weitgehend als passiver Zuschauer in einem großen Spiel der da oben hofft, dass die das endlich mal irgendwie geregelt bekommen.
00:29:04: Dass sie morgen wieder Strom und was zu essen auf dem Tisch haben.
00:29:06: Dankeschön Bert Hoffmann!
00:29:08: Vielen vielen dank!
00:29:20: Das war's für heute.
00:29:22: Vielen Dank, dass Sie bis hierhin zugehört haben.
00:29:24: Freut uns sehr.
00:29:26: Schicken Sie uns gerne Nachrichten, Mails an Podcasts at FAZ.de.
00:29:31: Wir geben uns Mühe alles zu beantworten.
00:29:34: Bei mir steht da auch noch einiges aus.
00:29:36: also falls Sie mir geschrieben haben ich werde dennoch
00:29:41: nach.
00:29:43: Also, machen Sie es gut.
00:29:44: Schönen Abend!
00:29:45: Wir hören uns morgen wieder.