00:00:03: Vor ein paar Tagen haben wir hier mit Nico Lange über den Iran-Krieg gesprochen und den wahrscheinlich größten Knackpunkt der Friedensverhandlungen, dass nämlich Iran wirklich und ernsthaft
00:00:15: und glaubhaft
00:00:16: aufhört an der Bombe zu basteln.
00:00:19: Der großen Bombe, der Atombombe, viele Beobachter und Analysten sagen ja wenn die Gespräche zwischen USA und Iran scheitern dann genau daran!
00:00:28: Und jetzt haben wir diese neue Lage Iran habe zugestimmt, keine Atomwambe zu bauen.
00:00:49: Bauen zu wollen habe zuggestimmt den nuklearen Staub so nennt es Donald Trump nuclear dust zurückzugeben und den auch immer zurückgeben.
00:00:59: Ja, nicht nur das!
00:01:00: Auch zwischen Israel und Libanon gibt es Fortschritte.
00:01:03: gestern Abend um dreiundzwanzig Uhr.
00:01:06: Am Donnerstagabend hat eine zehn-tägige Waffenruhe begonnen die im besten Fall jetzt von zielführenden Gesprächen noch besser Lösungen begleitet werden.
00:01:16: Überall das sprechen wir heute im FZ Podcast für Deutschland an diesem Freitag dem siebzehnten April.
00:01:22: ich bin Andreas Krobock.
00:01:28: Wir schalten jetzt zu allererst nach Paris, zu unserer Korrespondentin Michaela Wiegel.
00:01:34: Denn in der französischen Hauptstadt treffen sich heute unter anderem Emmanuel Macron Kirstama auch unser Bundeskanzler Friedrich Merz um über den internationalen Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormuz zu sprechen.
00:01:49: Hallo Frau Wiegel!
00:01:50: Hallo Grüße Sie.
00:01:51: Ja wir sind denn die Nachrichten in Paris angekommen das im Iran Krieg eine Lösung bevorstehen könnte und auch ja eine Waffenruhe zwischen Israel und Libanon vereinbart worden ist.
00:02:04: Ja, die Waffen-Ruhe zwischen Israel und Libanan war ja eine ganz wichtige Forderung der Iraner um die Wachenruhe mit Amerika zu verlängern und deswegen ist das natürlich ein wichtiger Faktor für diese Internationalkonferenz.
00:02:18: Denn sobald es eine verlängerte Waffenruhe gibt, soll dann tatsächlich auch ein konkreter Plan greifen damit der Welthandel sich wieder erholen kann und die Schiffe wieder sicher durch die Straße von Hormus fahren können.
00:02:34: Nun hat uns die Meldung erreicht, der Iran behauptet die Straße sei schon frei.
00:02:39: Aber das muss natürlich erst mal noch überprüft
00:02:42: werden.
00:02:42: Werden natürlich ein weiteres E-Tüpfelchen auf den aktuellen Nachrichten aber man kann doch schon einmal zusammenfassend sagen eine internationale Mission in der Straße von Hormuz wird nun offensichtlich schneller nötig als viele vielleicht noch Anfang der Woche gedacht haben.
00:03:00: Frau Wiegel zuerst Mal wer ist denn bei diesem Treffen heute überhaupt alles dabei?
00:03:04: Also in Präsenz sind die italienische Ministerpräsidentin, Giorgia Miloni ganz in Rot kamen einem roten Alfa Romeo vorgefahren.
00:03:13: Dann der Bundeskanzler Friedrich Merz und Einladende sind Emmanuel Macron, der französische Präsident im EDC-Palast und Sirius Dahmer haben ja beide als die beiden europäischen Atommächte so ein bisschen einen Sonderstatus.
00:03:32: Und jetzt überlegen all diese Länder zusammen.
00:03:36: Die Kriegsparteien sind nicht dabei, also die Amerikaner sind nicht bei wie man dieses Nadelöhr der Weltwirtschaft diesen Sehweg zusammen absichern kann.
00:03:46: Ich weiß Frau Wiegel um sechszehn Uhr kommt erst die Pressekonferenz.
00:03:50: aber gibt es schon Ideen die zu ihnen durchgedrungen sind?
00:03:54: Ja, also die Idee ist zum einen dass man die asiatischen Staaten auch beteiligt.
00:04:00: Indien aber auch China, Japan Südkorea haben ja ein großes Interesse weil viele ihrer Öldieferungen durch diese Straße gehen und man hofft also ohne die NATO Frankreich und Großbritannien geführten, aber dann internationalen Mission die Straße abzusichern Schiffe zu eskortieren.
00:04:24: sicheres Gelei zu bieten, um diese Sicherheit zu garantieren.
00:04:28: Braucht es natürlich auch erst einmal Klarheit darüber ob die Straße wirklich vermient ist oder nicht?
00:04:33: Dafür braucht man dann Minensuchgeräte und Boote, die da entsprechend ausgerüstet sind.
00:04:41: und man macht jetzt quasi so eine große Rundumfrage wer kann was beitragen und das auch in relativ kurzer Zeit?
00:04:51: der Bundeskanzler ist ja auch mit konkreten Angebot nach Paris gereist.
00:04:56: Aber in Deutschland steht natürlich alles unter Parlamentsvorbehalt.
00:05:00: Absolut, also in Deutschland müsste der Bundestag so eine Resolution zustimmen und sie sagen schon Deutschland könnte.
00:05:06: ja das hat März und Pistorius als auch schon gesagt wir könnten Minenjagdboote schicken auch über Wasser Unterwasserdrohnen auch Aufklärungsflugzeuge.
00:05:16: aber eine ganz wichtige Frage wäre noch im Moment haben werden nur den Zustand der Waffenruhe.
00:05:22: Beuchte es denn für diese Sicherung der Straße von Hormuz einen Frieden oder würde eine längere Waffenruhe ausreichen?
00:05:29: Weiß man das schon?
00:05:31: Also darüber wird jetzt gerade beraten.
00:05:34: Aus französischer Sicht würde es, wenn es ein... Echten Friedensvertrag gibt, würde es ja eigentlich keinen Sinn mehr machen.
00:05:44: Dann dann wäre er tatsächlich der Frieden gesichert und man bräuchte eigentlich gar keine Mission mehr.
00:05:50: Deswegen geht die Planung auf der französischen Seite dahin zu sagen sobald wir einen längeren, sagen wir mal so mindestens sechzig Tage während einem Waffenstillstand vereinbart haben können wir damit arbeiten und können versuchen zu sichern.
00:06:08: Und da es ja derzeit nicht so aussieht, als soll es sofort einen endgültigen Friedensvertrag geben.
00:06:14: Wäre das eine Arbeitsgrundlage?
00:06:16: Aber da gehen anscheinend die Meinung auch noch ein bisschen auseinander.
00:06:21: in jedem Falle sollen sozusagen die Kriegshandlungen und die Kampfhandlung eingestellt sein damit diese defensive Marine Mission starten kann Und es gibt sogar auch schon aus französischer nach französcher Lesart eine Grundlage, ein internationales Mandat dafür.
00:06:42: Nämlich eine UN-Resolution die am elften März verabschiedet wurde und wo schon drin steht dass sie freie Schiffe hat auch notfalls mit Gewalt geschützt werden kann Denn die sei eben ein internationales Gut, das geschützt werden müsse.
00:07:01: Ja
00:07:02: klar man sieht ja auch die Folgen für die Weltwirtschaft.
00:07:03: haben wir auch genug drüber in der Zeitung geschrieben und auch hier schon in Sendungen erzählt?
00:07:09: Sie haben gerade einen anderen Punkt schon mal kurz angesprochen Iran gäbe jetzt eventuell die Straße von Umus wieder frei.
00:07:15: es gab aber die ganze zeit auch Diskussionen ob man sich auf sowas einlässt wie Schiffe müssen Zoll oder Maut bezahlen.
00:07:24: Das ist ja es wahrscheinlich schwierig in Paris überhaupt zu beraten, wenn die beiden Blockierer also Iran und USA die Blockier der Blockade nicht mit am Tisch sitzen oder?
00:07:34: Die Idee war im Gegenteil zu sagen wir wollen eben nicht in den heißen Konflikt eingreifen und auch nicht in die Verhandlungen sondern diese Konferenz ist bewusst ohne die Kriegsparteien organisiert worden weil man der Meinung Um tatsächlich diese defensive Mission zu organisieren, braucht es Staaten die unbeteiligt sind an den Feindseligkeiten und Kampfhandlungen.
00:08:05: Ob dann in einem zweiten Schritt wie Bundeskanzler Merz es wohl auch gewünscht hat, man doch die USA bittet das Ganze mit abzusichern.
00:08:14: Das steht dahin.
00:08:15: aber die Idee war jetzt erst mal zu sagen wir Europäer wollen nicht immer wahrgenommen werden als diejenigen die kommentieren Aber nichts tun sondern wir wollen auch etwas anbieten Auch wenn wir der Meinung sind dass dieser außerhalb des völkerrechts organisierte Krieg nicht dem entspricht, was unsere Maßstäbe an internationales Recht sind.
00:08:36: Aber wir fühlen uns trotzdem betroffen weil natürlich das haben Sie eben erwähnt auch unsere wirtschaftliche Entwicklung davon abhängt ob die Straße von Hormus wieder passierbar ist.
00:08:47: Ganz wichtiger Punkt, weil es mag sich ja vielleicht jetzt auch der eine oder andere fragen.
00:08:51: Die ganze Veranstaltung hat nichts mit der Nater zu tun also die isst da auch komplett außen vor?
00:08:57: Das ist ein sehr französischer Wunsch gewesen.
00:09:01: Als Reaktion auf die Vorhaltung, Sie erinnern sich Donald Trump hat ja ich weiß nicht wie viele Male inzwischen behauptet er sei von den NATO-Staaten im Stich gelassen worden.
00:09:13: Amerika sei ihm stichgelassen worden weil sie sich nicht sofort engagiert hätten um diesen wichtigen Seeweg frei zu schießen.
00:09:22: dabei würden die NATO Länder viel mehr davon abhängen als Amerika.
00:09:25: Da gab es ja eine ganze Serie von Vorwürfen.
00:09:29: Und die französische Position ist in der Hinsicht ganz klar, es handelt sich um ein nordatlantisches Bündnis mit einem klar umrissenen Verteidigungsgebiet und dazu zählt eben nicht die Straße von Hormus.
00:09:44: Und um Trump das auch zu verdeutlichen, hat man bewusst eben nicht die NATO mit an den Tisch geholt.
00:09:51: Weil man auf keinen Fall den Eindruck erwecken wollte dass Trump sozusagen auch noch recht bekommt mit seinen Vorhaltungen.
00:10:00: Noch nochmal ganz kurz für die nächsten Tage und Wochen was die Geschwindigkeit angeht sollte jetzt also tatsächlich, so wie Trump es ja letzte Nacht angekündigt hat, Iran entgegenkommen.
00:10:11: Kein Uran mehr anreichern und es würde zum Beispiel eine sechzigtagige Waffenruhe zustande kommen die er offensichtlich im Gespräch ist.
00:10:20: Wie schnell würden denn die Staaten, die da heute in Paris zusammensitzen reagieren können?
00:10:25: wurde das schon gesagt?
00:10:26: Also ich kann nur aus den französischen Planungen berichten.
00:10:29: Da ist es tatsächlich so.
00:10:31: Frankreich hat ja bereits eine Flotte von acht Fregatten, dem Flugzeugträger und auch noch zwei Hubschrauber-Träger ins östliche Mittelmeer verlegt.
00:10:41: Und man kann von dort.
00:10:43: dann gibt es noch einen längeren Seeweg.
00:10:47: bei den deutschen Beiträgen weiß ich nicht genau.
00:10:51: da wird das natürlich davon abhängen wie schnell man einen Bundestagsmandat zustande bekommt.
00:10:56: aber die Hoffnung ist dann schon dass man so auf zwei drei Wochen frisst dann dort diese Escorten organisieren kann.
00:11:05: Denn es drängt jetzt natürlich auch die Zeit, wir sprechen darüber dass in manchen Gebieten schon das Flugkerosin knapp wird und deswegen je schneller umso besser.
00:11:18: also sollten sich Iran und Amerika jetzt einigen verständigen auf eine längere Waffenruhe, dann denke ich wird da sehr schnell Handlungsfähigkeit gefragt sein.
00:11:30: Und ich halte es auch nicht für ausgeschlossen dass sich die Bundesregierung nochmal genau diese UN-Resolution anschaut denn unter den jetzigen Umständen auf die schnelle noch ein UN-Mandat zu bekommen dem dann Russland und China zustimmen halte ich eher unwahrscheinlich.
00:11:49: das heißt das was man schon nach langen Kämpfen hat beschließen können Und der Text ist wirklich sehr interessant formuliert, sodass ich denke das könnte durchaus eine gute Grundlage sein.
00:12:04: Wird auf jeden Fall noch spannend!
00:12:05: Wir werden die Pressekonferenz so sie denn nicht in all zu vielen Stunden erst stattfindet wenn wir dann am Ende der Sendung auf jeden fall auch mit rein nehmen.
00:12:13: Ich sage erstmal vielen Dank und beste Grüße nach Paris liebe Michaela Wiegel.
00:12:18: Vielen herzlichen Dank.
00:12:25: Schalten wir direkt als nächstes zu einem anderen Kriegsbeteiligten, der natürlich auch in Paris nicht mit dabei ist.
00:12:32: Nicht mit am Tisch sitzt den aber auch weniger die Straße von Hummus interessiert als die eigene Zukunft in der Region angesichts der bisherigen Feinde Iran und ja lieber non vor allem die Hezbollah.
00:12:44: klar Die Rede ist von Israel Und Wir starten Mal Mit Einem Aktuellen Statement des Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu.
00:12:52: Er hat eine Möglichkeit, einen historischen Bezug mit Lebanon zu machen.
00:12:56: Diese Möglichkeit existiert, weil Netanyahu
00:13:04: sagt also, es sei die Chance einen historischen Frieden mit Libanon zu erreichen.
00:13:09: Er führt das vor allem auf Israels militärische Stärke zurück, die wie er sagt die Machtverhältnisse in der Region verändert hätten.
00:13:16: und nun nach über vierzig Jahren Krieg gäbe es direkte Gespräche.
00:13:23: Ja ich bin gespannt wie dass unser Israel-Korrespondent Christian Meyer.
00:13:28: Hallo Andreas.
00:13:30: Ja also wie groß ein Schritt würdest du erstmal diese Waffenruhe mit der Hezbollah bezeichnen?
00:13:36: Das ist natürlich schon ein großer Schritt, denn jetzt in den vergangenen Tagen war die Front zwischen Israel und der Hezebolla die Hauptfront des Krieges nicht mehr der Iran-Krieg.
00:13:51: Auch wenn diese Fronten lange Zeit so ein bisschen im Schatten stand, weil auch aufgrund der globalen wirtschaftlichen Verflechtungen der Irankrieg mehr Aufmerksamkeit erhalten hat hatte das doch auch im Norden da beträchtliche Folgen auf beiden Seiten aber vor allem auf libanesischer Seite wo ja viele hunderttausend Menschen vertrieben wurden.
00:14:11: Und ist es wirklich so wie Netanyahu sagt, dass das Israels Werk ist?
00:14:15: Ist Israel stärker oder ist es nicht eher auch eine Folge, eine Konsequenz der Verhandlungen zwischen USA und Iran.
00:14:22: Ja, Netanyaho hat natürlich versucht jetzt als Konsequent der eigenen militärischen Stärke und seines eigenen Handelns darzustellen.
00:14:32: aber in der Tat ist diese Waffenruhe jetzt vor allem auf Betreiben der Amerikaner, also Donald Trumps zustande gekommen.
00:14:42: Und Netanyahu hat es da auch mit einiger Kritik im Inneren zu tun und hat eben auf dieser Art und Weise versucht die Waffen-Ruhe zu rechtfertigen.
00:14:56: Wie sieht die Kritik dem Inneren aus?
00:14:58: Also die kommt von verschiedenen Seiten.
00:15:01: Die Opposition macht ihm Vorwürfe, sagt er habe die Gefahr, die von der Espolausgehe nicht wirklich beseitigt und das gleiche hört man auch von Vertretern der Orte ganz im Norden Israels.
00:15:16: Man hätte sich ja durchaus vorstellen können, dass die froh sind das es einfach in Ruhe gibt.
00:15:21: Denn das heißt hoffentlich auch kein Beschuss mehr.
00:15:23: aber tatsächlich gibt es da einige Politiker und Vorsteher von Lokalen und Regionalverbänden die gesagt haben, das Problem ist doch nicht gelöst sondern nur wieder aufgeschoben weil die Hezbollah eben nach wie vor nicht entwaffnet ist und sie auch nicht glauben dass das geschehen wird.
00:15:41: Und die hätten sich jetzt also gewünscht, dass dieser Krieg diese Militäraktion vonseiten Israel fortgeführt wird.
00:15:51: Und das ist vielleicht ganz interessant, auch in der Koalition waren viele jetzt nicht einverstanden.
00:15:59: Am Kabinetts-Tisch soll es Unmut äußerungen gegeben haben am Donnerstagabend beziehungsweise nicht an Kabinettstisch sondern auf der Telefonkonferenz, die abgehalten wurde.
00:16:12: Die Netanyahu eilig einberufen hat um sich gegenüber seinen Ministern zu erklären denn die haben nicht von ihm erfahren dass es eine Waffenruhe gibt sondern aus den Medien oder den Stellungnahmen Donald Trumps und darüber waren einige wohl nicht gerade erfreut
00:16:31: kann man sich gut vorstellen wir sprechen gleich auch noch mit unserem Liebanon-Korrespondent Christoph Erhardt dann vor allem über die Rolle zwischen dem Staat und der Hisbulla, was da zu erwarten ist.
00:16:40: Von dir würde ich noch sehr gerne wissen Christian wie denn die Verhandlungen zwischen Iran und USA in Israel überhaupt bewertet werden?
00:16:49: Da scheint man ja zumindest mal nicht direkt mit am Tisch zu sitzen und Dinge aus den Medien zu erfahren.
00:16:55: Ja, auch da war es so, dass die Waffenruhe, die verkündet wurde an Israel vorbei ausgehandelt worden ist.
00:17:04: Also auch wiederum zwischen den Amerikanern und Iranern mit der Hilfe von Vermittlern aber auf jeden Fall unter Ausschluss Netanyahuus.
00:17:13: Und ja Kritiker sagen jetzt, da ist er übergangen geworden.
00:17:17: Jetzt bei Libanon ist er schon wieder übergangen worden.
00:17:22: Regionalpolitik wird doch eigentlich jetzt wie von Washington ausgesteuert.
00:17:26: Solche Art Kritik muss man natürlich auch ein bisschen in dem Licht zu sehen, dass dieses Jahr gewählt wird und wir uns schon so ein bisschen der Vorwahlkampfphase befinden das beeinflusst einiges.
00:17:38: aber ja auch da ist es so, dass Israel jetzt von den Vereinigten Staaten sozusagen die Ansage bekommen hat, dass das Eingriffe eingestellt werden sollen.
00:17:50: Wobei eben diese Waffenruhe da auch wieder einige kleinere Lücken offen lässt.
00:17:56: und Netanyahu hat im Zug seiner Rechtfertigung in einer Fernsehansprache gestern Abend dann eben auch versucht andere militärische Anhalten der militärischen Erfolge herauszustellen und hat beispielsweise gesagt Wir sind ja im Süden Libanons militärisch präsent und bleiben davor erst auch.
00:18:14: Also diese Waffenruhe, die als... kurz Auszeit bezeichnet hat.
00:18:20: Diese Waffenruhe bedeutet keinen israelischen Truppenabzug, der Verteidigungsminister hat das heute nochmal bekräftigt und hat gleichzeitig auch gesagt wir sind noch nicht fertig mit der Hezbollah da gibt es noch Dinge zu tun.
00:18:33: Das heißt eigentlich müsste man ja diese Zeit der Waffen Ruhe jetzt auch nutzen um dann in Verhandlungen zu gehen.
00:18:38: hast du da irgendwas gehört dass es da zeitnah Treffen möglicherweise auch geben soll?
00:18:44: Nicht nur Telefonate oder E-Mail Austausch
00:18:47: Die.
00:18:49: Trump hatte ja ursprünglich angekündigt, dass es ein Telefongespräch zwischen Netanyahu und dem libanesischen Präsidenten geben wird.
00:18:57: Dazu kam es denn nicht.
00:18:58: der hat offenbar dazu kann Christoph er hat sicherlich mehr sagen erfolgreich durchgesetzt das erst einmal eine Waffenruhe gibt.
00:19:06: Und nun hatte Trump ja gesagt dass er beide ins weiße Haus ein lädt.
00:19:11: Also wir sind alle gespannt, ob es zu diesem Treffen kommt und was denn dort besprochen wird.
00:19:18: Also inhaltlich ist das auf jeden Fall alles nicht leicht.
00:19:21: Denn die libanesische Armee hat es das letzte Mal bei der letzten Waffenruhe nicht geschafft, die Hisbollah zu entwaffnen Und diese große Frage steht nach wie vor im Raum.
00:19:35: Die reiche ich auch gleich direkt an Christoph Weiter.
00:19:37: Danke dir erstmal und beste Grüße nach Tel Aviv lieber Christian Meyer!
00:19:41: Vielen Dank bis zum nächsten Mal.
00:19:47: Wir machen ohne große Vorrede direkt weiter und schalten von Christian Meyer in Tel Avv gut zweihundert Kilometer weiter nördlich, nach Beirut zu.
00:19:56: Christoph Erhardt Den haben sie am Dienstag auch schon gehört.
00:19:59: Hallo Christoph Sag, wie erlebt denn das Land den ersten Tag der Waffenruhe?
00:20:04: Den ersten Tag nach ungefähr sechs Wochen ohne israelische Angriffe.
00:20:09: Ich würde sagen mit einer Mischung aus Erleichterungen und Skepsis.
00:20:13: also auf der einen Seite gab es irre Staus auf der Schnellstraße nach Süden weil Vertriebene nach Hause gefahren sind in ihre Dörfer zurückgefahren sind mit völlig überladenen Autos Viele auch umzuschauen, steht mein Haus noch.
00:20:28: Wie schwer ist mein Haus zerstört?
00:20:31: Aber hier traut keiner dem Frieden so richtig!
00:20:35: Ich war in Saider, das ist eine Stadt auf halben Weg zwischen Beirut und Südlibanon wo viele Vertriebene hingekommen sind.
00:20:42: Das wird immer ein bisschen ne Frontstadt wenn den Krieg ausbricht.
00:20:46: Und da haben die Leute in der Stadtverwaltung gesagt wir arbeiten eigentlich weiter als Gebe es keinen Waffenstillstand.
00:20:52: Und die Leute in den Notunterkünften, in Schulen zum Beispiel haben denen auch gesagt, nein wir würden gerne unseren Platz hier behalten und schicken die lieber Leute mal in die Dörfer vor und gucken was da los ist.
00:21:02: also das Vertrauen hier in die in Die Dauer der Waffe oder in die Stabilität der Waffengrohre Das hält sich in engen Grenzen und das hängt zum Einen damit zu tun dass man Israel nicht traut.
00:21:10: Ja, das hat aber auch damit zu Tunis dieses Bau oder sich ja auch nicht ganz eindeutig verhält.
00:21:16: Man sattet hier erst mal ab, wie sich die nächsten Tage so entwickeln.
00:21:20: Die Frage, die auch Christian gerade schon quasi an dich weitergeleitet hat wird sich die Hisbulla eben auch jetzt an die Waffenruhe halten?
00:21:27: Wird sie sich dem Staat Libanon unterordnen?
00:21:30: Immerhin soll es ja da bald ein ganz großes Treffen im weißen Haus geben.
00:21:35: An dem Stadt Libanón unterordnet wird sich diese Organisation sicher nicht freiwillig.
00:21:39: ich glaube die Tatsache dass Sie jetzt diesen Waffenschildstand respektiert In aller Zurückhaltung, eben auch erklärtermaßen in aller Zur Rückhaltung.
00:21:48: Und mit allen Einschränkungen das hat damit zu tun dass sie ihn sehr gut gebrauchen kann und dass sie ihm im Grunde genommen schon als Sieg hinstellen können.
00:21:54: also es gibt immer noch Orte die von der israelischen Amin nicht erobert worden sind, die sie gerne erobt hätte.
00:21:59: da kann man sich hinstelle und sagen das war so unsere Standhaftigkeit die das geleistet hat.
00:22:06: Also es gibt einfach einen Interesse daran dass dieser Krieg auf wird Unglaublich Kriegsmüde.
00:22:10: Natürlich ist das auch die eigene Klientel und der israelische militärische Druck war enorm, insofern glaube ich wird es auch für ein Spiel sein.
00:22:18: man muss so sein Gesicht waren, man wird versuchen sein Gesicht zu warnen.
00:22:22: Dennis dann Verletzung geben sollte und es geht ja auch schon los dass es hier und da Nadelstiche gibt oder ist heute Morgen auch schon der Fall gewesen.
00:22:30: Insofern wird es immer so ein bisschen ein Lavieren sein.
00:22:34: Es gab noch mal eine Mitteilung der Hisbollah-Propaganda heute Nachmittag, wo es auch nochmal hieß unser Finger ist am Abzug.
00:22:41: Man will nicht akzeptieren dass israelische Truppen auf libanesischen Boden präsent bleiben und so weiter.
00:22:47: Es gibt immer Möglichkeiten Verstöße zu entschuldigen Und das kann auf beiden Seiten halt immer gut passieren.
00:22:55: Israel hat sich ja auch das Recht Vorbehalten im Zweifel Angriffe zu unterbinden.
00:23:01: Das sind alles immer Ausregungsfragen Ja,
00:23:04: klar.
00:23:04: Meinst du es gab vielleicht auch eine Ansage aus Iran für die Hisbollah?
00:23:08: Hört man da was?
00:23:09: Es passiert hier nichts gerade ohne dass die Iraner das erlauben.
00:23:14: Das wird sicherlich mit Tehran besprochen und die Iranern haben auch ein Interesse an dem Waffenstillstand und ich glaube entsprechend wird dann auch die Hisbola angewiesen damit zu machen.
00:23:27: Aber wie gesagt, es ist immer eine Frage von Wie lange kann ich mein Gesicht waren?
00:23:31: Wann ändert sich da meinen Kalkül?
00:23:33: und das ist eben in der derzeitigen Lage nicht so eindeutig.
00:23:38: Du hast heute auf jeden Fall auch eine Menge erlebt.
00:23:40: Hast ja schon gesagt du warst auch auf den Straßen unterwegs als Leute zurückgekehrt sind in den Süden.
00:23:45: Du was aber auch dem libanesischen Justizminister getroffen, der man heißt Adel Nassar und hast uns zum Beispiel folgenden Ton mitgebracht Wir brauchen,
00:23:57: als Staat zu haben, die Monopole
00:24:01: der Stärke oder die Monopoly von Waffen.
00:24:04: Der
00:24:05: Fall ist, dass Hezballa an dem gleichen Zeitpunkt
00:24:10: die Effizienz des diplomatischen Passen
00:24:14: und seine Waffen halten.
00:24:17: Nasser sagt, wir brauchen als Staat das Machtmonopol.
00:24:21: Auch die Waffenhoheit, dass die Hisbulla immer wieder alle diplomatischen Bemühungen zerstöre und auch ihre Waffen behalte.
00:24:28: Das sei nicht akzeptabel.
00:24:30: also stößt ja auch in das gleiche Horn der Stadt.
00:24:33: Libanon würde gerne die entwaffnen aber klappt irgendwie nicht.
00:24:37: Ja, das sieht er natürlich ein bisschen anders.
00:24:39: Also er ist eben Teil einer Regierung die ja wirklich erklärtermaßen angetreten ist, eben dieses Boller zu entwaffnen und eben dieses monopole Staatesaufwaffen herzustellen hier überhaupt sowas mal wie einen funktionierenden Staat aufzubauen.
00:24:54: Und er hat mir sehr klar gesagt wir werden weitermachen.
00:24:59: Er hat sehr klar gesagt, wir werden nicht kleinen Beigeben auch nicht unterdrogen.
00:25:02: Er ist persönlich bedroht worden für einige Vorstöße und er hat natürlich aus seiner Warte hervorgehoben was schon passiert ist.
00:25:09: also der Ministerpräsident hat eben die militärischen Aktivitäten der Hezboller für illegal erklärt.
00:25:17: es gibt Gesetze und Verordnung die Finanztransaktionen erschweren damit Geldwäsche.
00:25:24: das alles ist schon gegen den Widerstand der Hezobelle passiert wie auch diese Verhandlung.
00:25:29: Aber wir kommen immer wieder an den Punkt, dass eben der Staat andere Dinge durchsetzen muss wie eine Entwaffnung.
00:25:36: Da sagt er, wir werden weitermachen und müssen das Schritt für Schritt machen.
00:25:40: Wir können keine innere Konfrontation riskieren.
00:25:43: Das ist auch ein Mensch, der noch erlebt hat was der Bürgerkrieg mit so einem Land machen kann.
00:25:48: da gibt es eine große Angst, ein großes Trauma gerade in den älteren Generationen und dem will man aus dem Weg gehen.
00:25:54: Da gerät man natürlich immer wieder an den Punkt, wo man dann fragen muss naja oder wenn die Hisbollanein sagt und wenn es denn zu einer bewaffneten Konfrontation kommen muss was passiert.
00:26:04: Dann auf diese Fragen gibt es immer noch keine Antwort aber es gibt glaube ich schon einen klaren Willen und eine Entschlossenheit damit weiterzumachen aber eben mit einem Tempo das für die Amerikaner und die Israelis höchstwahrscheinlich nicht so friedenstellend ist.
00:26:18: Man hat es deutlich raus Die Lage bleibt sehr angespannt.
00:26:21: Ich danke dir erstmal fürs erste Lieber Christoph, beste Grüße nach Beirut.
00:26:26: Ich danke!
00:26:34: So das war es dann auch schon fast wieder mit dem FAZ Podcast für Deutschland.
00:26:39: wir haben noch einen Ton nachzutragen wie zu Beginn im Gespräch mit Michaela Wiegel in Paris versprochen und zwar den französischen Präsidentin Emmanuel Macron.
00:26:51: Bereits nächste Woche findet in London ein Planungstreffen statt und all dies wird natürlich von diplomatischen Bemühungen
00:26:58: begleitet.
00:26:59: Dazu kommen Maßnahmen zur Konfliktvermeidung gegenüber den Iranern, wobei eine enge Abstimmung mit den Amerikanern und Israelis
00:27:06: stattfindet.".
00:27:07: Also die Gespräche gehen in London dann weiter.
00:27:11: Macron hat die vollständige Öffnung der Straße von Homoos gefordert, das ist inzwischen ja auch bestätigt dass Iran angekündigt hat die Straße zu öffnen.
00:27:19: auf der anderen Seite die Amerikaner wollen ihre Blockade noch weiter aufrecht erhalten.
00:27:26: alles weitere dazu finden sie natürlich bei uns morgen in der Zeitung oder auch jederzeit auf allen digitalen FAZ Kanälen.
00:27:34: Das war es für heute, wünsche Ihnen allen ein sehr schönes Wochenende.
00:27:38: Morgen nicht die Machtprobe vergessen reinzuhören
00:27:41: und
00:27:41: Montag geht's dann auch hier wieder mit.