F.A.Z. Podcast für Deutschland

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00:00:06: Der neunte Mai ist ein wichtiger Tag in Russland.

00:00:10: Jedes Jahr begeht Moskau den Sieg über Nazi-Deutschland mit einer spektakulären Militärparade auf dem Roten Platz, zu sehen sind Raketen, Panzer und modernste Militärtechnik – eine Machtdemonstration!

00:00:24: Dieses Jahr fallen die Feierlichkeiten aber bescheiden aus.

00:00:28: Man verzichte auf die Präsentation wegen der operativen Lage so die offizielle Erklärung.

00:00:34: Die ukrainischen Drohnen- und Raketenangriffe tief im russischen Hinterland verunsichern nicht nur die Bevölkerung, sondern auch Politik und Militär.

00:00:42: Und die Treffer auf die russische Ölinfrastruktur verschärfen einen ohnehin wachsendes Problem.

00:00:47: Die russisch Wirtschaft kommt ins Stottern – selbst Vladimir Putin persönlich zeigte sich in öffentlichen Treffen mit hohen Regierungspamten zuletzt unzufrieden!

00:00:57: Die Gründe für die wirtschaftliche Pflaute sind vielschichtig, die Folgen werden im ganzen Land spürbarer und die Unzufriedenheit größer.

00:01:07: Dieser Eindruck von Stärke, der lange Ja-Putins Hauptverkaufsargument immer war.

00:01:11: Der ist

00:01:12: dahin.".

00:01:12: Das sagt unser Korrespondent für Russland Friedrich Schmidt – mit ihm habe ich über die Stimmung im Land gesprochen.

00:01:18: Außerdem hören wir heute von Vasili Astrov, Ökonom und Russlandexperte am WIIW dem Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche.

00:01:27: So

00:01:27: zum ersten Mal entsteht der Eindruck dass die wirtschaftliche Stagnation und auch den Rückgang vom BIP.

00:01:45: Der Druck steigt, aber die russische Wirtschaft ist weit entfernt von einem Zusammenbruch.

00:01:50: Auch dank Freunden in Peking, Teheran und Deli!

00:01:54: Und vor allem über die will ich heute sprechen, am neunten Mai bei FAZ Machtprobe.

00:01:59: Heute mit einer Weltwirtschaftsausgabe und wie gewohnt mit meinem Kollegen Christoph Hein dem Leiter unseres Newsletters FAZ-Weltwirtschaft den sie finden auf unserer Homepage Fatsnet unter Premiumangeboten.

00:02:12: Hallo Christoph herzlich willkommen.

00:02:14: schön dass du da bist

00:02:15: Felix hallo euch grüß dich.

00:02:18: Ja fangen wir doch gleich mal an.

00:02:20: mit diesen Freunden habe ich sie genannt China, Iran und Indien.

00:02:24: Was würdest du sagen?

00:02:24: Sind das tatsächlich Freunde von Russland oder wissen die einfach nur Moskauß Schwäche zum eigenen Vorteil zu nutzen?

00:02:32: Naja Felix ein wirklicher Freund erweist sich ja als solcher erst in der Not Und das ist genau hier schon die Frage.

00:02:39: Es ist ganz klar, dass alle ihre Vorteile aus Russlands.

00:02:43: Problemen suchen im Augenblick.

00:02:46: Bei China ist es am augenfälligsten die profitieren von dem billigen Öl.

00:02:51: Indien hat das lange gemacht und sucht nun nach anderen Quellen weil sie da für Probleme kriegen.

00:02:57: aber im Prinzip geht es weniger um Freundschaft als um gute.

00:03:02: jetzt nehmen wir mal Trumps berühmtes Wort um gute Deals.

00:03:05: Und die kann man mit Russland machen, weil deren Öl einfach Pimal-Daumen, fünfzehn Prozent unter Weltmarktpreis immer noch zu bekommen ist und diese Wachstumsstaaten dieses Öl brauchen.

00:03:15: Ja über den Ölpreis sprechen wir natürlich auch nachher gerade wichtiger Faktor.

00:03:20: Du hast es schon gesagt, Russland schafft es dank dieser... Ich nenn's jetzt mal Verbündeter, wenn Sie vielleicht nicht gerade die besten Freunde sind.

00:03:26: Dank dieser Verbündeterschaft ist Russland ja tatsächlich viele Sanktionen zu umgehen auch die Sanktsion gegen den Ölsektor, die ja sowieso gerade so ein bisschen abgeschwächt sind aber das mal da hingestellt.

00:03:38: Aber dass Russland es schafft diese Sankptionen zu umgehend?

00:03:41: Das bedeutet nicht, dass die Sektions wirkungslos wären denn die Umgehung hat ihren Preis!

00:03:47: Das hat mir Vasili Asthoff vom WII erklärt.

00:03:51: Ja, die Abstriche sind schon sehr gravierend.

00:03:56: Sowohl auf der Exportseite als auch auf der Importseite.

00:03:59: Ich habe schon angesprochen, dass sie nach Russland gelangen.

00:04:05: Aber es gab Studien, die Tatsache, dass Sie nicht mehr direkt vom Besten exportiert werden, macht sie um ca.

00:04:12: zwanzig Prozent teuer.

00:04:14: Aufgrund dessen dass man praktisch über diese Drittländer die Handelströme umleiten muss.

00:04:21: Und auch der Exportseite gibt es auch große Abstriche, also man hat sehr viel darüber geredet das Russlandes geschafft hat zum Beispiel seine Ölexporte von Europa Richtung Asien umzuleiten praktisch komplett.

00:04:36: China und Indien sind die zwei Länder die glaube ich für siebzig oder achtzig Prozent der gesamten russischen Ölexporter ausmachen.

00:04:45: Aber das war nur auf Kosten eines deutlichen Preisabschlags möglich.

00:04:52: Christoph, dass Importe teurer werden für Russland und Exporte mit Abschlag verkauft werden müssen?

00:04:57: Das ist ja aus Sicht der Unterstützer der Ukraine immerhin etwas.

00:05:00: kann man vielleicht sagen.

00:05:02: muss man damit zufrieden sein.

00:05:03: oder könnte man den Druck da noch erhöhen auf Russland?

00:05:06: was geht dann noch?

00:05:08: natürlich kann ich das machen und es wird hier auch immer weiter schrittweise an diesen Schrauben gedreht.

00:05:13: Die Daumenschrauben werden immer enger gedreet, das geht vielen die das Elend in der Ukraine beobachten viel zu langsam.

00:05:20: aber es natürlich auch nicht einfach westliche Allianzen zusammenzubringen, die das machen können ist das eine.

00:05:26: Das andere ist die Frage des Ziels.

00:05:28: was will ich damit erreichen?

00:05:30: Ich kann damit erreichen dass eine Bevölkerung immer weiter leidet und dann vielleicht auf lange Sicht selber einen Umsturz einleitet.

00:05:37: Russland sehr unwahrscheinlich, ob ich ein Regime damit aus den Angeln hebe.

00:05:42: Naja wir haben es ja gerade im Iran selber erlebt in einer Kriegssituation das Regime wegbomben kann nicht.

00:05:48: und ob ich's im Fall Russlands durch den Zwang, den ich ausüber auf die Versorgungslage unter dem die Bevölkerung leidet so einen Regimewechsel erzwingen kann dass ist mehr als fraglich.

00:05:59: also muss man das fein kalibrieren Und das braucht Zeit und geht viel nicht schnell genug.

00:06:03: Aber möglich ist dann natürlich manches.

00:06:06: War sie die Asteroff der Sieg, zumindest in der Theorie noch Potenzial mehr Druck auf Moskau auszuüben?

00:06:15: Die Erfahrung also den letzten Jahren hat gezeigt dass die größte Schmerz der Russland durch die Sanktionen verursacht wurde.

00:06:24: Das war über diese Kundeer-Sanktion Dadurch, dass die direkten Handelsverflechtungen jetzt zwischen Russland und dem Westen so gering geworden sind.

00:06:35: Gibt es auch nicht so viel leverage?

00:06:36: Es gibt auch nicht viele Möglichkeiten wirklich über diese direkten Auswirkungen... Über diese direkte Abhängigkeiten Druck aufzubauen.

00:06:45: Es geht wirklich vor allem darum ob der Westen das schafft ausreichend Druck auf Länder wie China, Indien, die Türkei der arabischen Emirat usw.

00:06:57: auf dieser Drittländer aufzubauen, um sie sozusagen vom Handeln mit Russland

00:07:05: abzubringen.".

00:07:08: Das ist natürlich genau der richtige Punkt hier, denn ich muss über die Drittländer hineingehen.

00:07:12: Von den Dritt Ländern will ich aber selber etwas haben.

00:07:15: bei China können wir darüber reden, aber es ist auch allgemein bekannt was wir von China alles wollen.

00:07:20: stichwort seltene Erden.

00:07:22: wenn Ich also die nun Zwingel zu akzeptieren dass sich Russland immer weiter schwäche dann geht das gegen deren ureigene Interessen.

00:07:32: Und damit habe ich natürlich einen weltumspannenden, einen globalen Konflikt wo jeder seine eigenen Interessen vertreten will und da ist es klar warum das lange dauert.

00:07:41: Warum ich's vorsichtig machen muss und warum mich vielleicht auch nicht in voller Härte zuschlagen kann.

00:07:47: Also da sieht man schon, dass es unheimlich komplex Länder wie China oder Indien dazu zu bringen gegen ihre eigenen Interessen zu gehen um quasi dem Westen um uns zu helfen in der Ukraine irgendwie Bestand zu halten.

00:07:59: Was wäre denn sozusagen der bestmögliche Pitch?

00:08:02: Wie könnte man auf Xi Jinping zugehen und sagen wir brauchen da deine Hilfe?

00:08:06: Hilf uns mal weil das ist auch in deinem Interesse.

00:08:09: wegen Punkt Punkt Punkt.

00:08:10: was kann man sagen?

00:08:11: Ist es denn in Xi Jinpings Interesse?

00:08:13: Ich wage das so bezweifelnfähiglich.

00:08:15: Die Chinesen brauchen Russland aus zwei Gründen mindestens, erstens sie brauchen die Energie aus Russland.

00:08:21: China wächst und ist sehr energiehohngrig.

00:08:24: ich kann sie über den Landweg sprich mit Pilbplans verschicken diese Energie Und das natürlich eine tolle Situation wenn man so will für China.

00:08:31: zweitens China will ganz und gar nicht im Zentrum des eurasischen Raums einen zusammenbrechenen Riesen Russland haben.

00:08:38: Das ist auch nicht in Chinas Interesse, ob das in unserem ist jetzt noch mal eine andere Frage?

00:08:43: Das ist die eine Seite.

00:08:44: Die andere Seite wenn wir auf Indien schauen ein ähnliches Bild.

00:08:47: erstens auch Indien will kein zusammenbrechendes Russlands sehen.

00:08:51: zweitens Indien hat bis vor wenigen Jahren seventy fünf Prozent seiner Waffen aus Russland erhalten und enthält und erhält vierzig Prozent seines Öls aus Russland in guten Tagen.

00:09:01: Und nun fahren sie das weiter runter, wir müssen Ersatz liefern oder aus amerikanischer Sicht dürfen Ersatz liefern Waffen aus Amerika die auch besser sind als die russischen.

00:09:11: aber das dauert auch solche Pipelines hochzufahren und ich baue sehr viele Ersacsteile aus Russlands und da sehen wir schon dass auch Neudeeli oder Narendra Modi als Ministerpräsident kein Interesse daran haben dass wir Russland komplett zerstören durch Sanktionen und darum geht es ja am Ende.

00:09:27: Also schwierige Verhandlungen, wenn sie überhaupt geführt werden in dieser Frage.

00:09:30: Aber es würde sich womöglich lohnen da den Druck zu erhöhen denn die russische Wirtschaft schwächelt.

00:09:37: Hauptgrund dafür sagt Vasili Astoff sind die hohen Zinsen aktuell der Russische Leitzins Der liegt aktuell bei vierzehn Komma fünf Prozent lag aber zeitweise auch schon deutlich über zwanzig Prozent also wirklich sehr hoch und das macht Investitionen in der wirtschaft teuer und unattraktiv.

00:09:55: Warum ist der Leitzin so hoch, fragt man sich vielleicht?

00:09:57: Weil damit die Inflation bekämpft werden soll.

00:10:00: Die liegt wiederum offiziell gerade bei knapp sechs Prozent und macht den Menschen durchaus zu schaffen, berichtet unser Korrespondent für Russland Friedrich Schmidt.

00:10:09: Das klagen ja immer alle das alles teurer wird.

00:10:12: Es ist wohl in jedem Land so aber in Russland kommt hinzu dass es einzelne wichtige Produkte gibt die immer mal wieder deutlich teurer werden.

00:10:19: So Beispiel aus denen Vergangenen Jahren waren jetzt Butter, Eier und Kartoffeln, die dann auf einmal zack viel teurer wurden.

00:10:26: Und auch sehr wichtig sind immer die Wohnungsnebenkosten also so Gas-, Wasser-Heizung.

00:10:31: Die steigen auch, sind zum Jahresbeginn deutlich teurer geworden offiziell um ein Prozent gefühlt natürlich noch mehr.

00:10:38: Und Anfang Oktober werden sie je nach Region nochmal zum acht bis zwanzig Prozent teurer werden.

00:10:43: Ja, es sind schwere Zeiten für viele Russen.

00:10:46: Obwohl tatsächlich die Jahre nach der Vollinvasion in der Ukraine für Russland wirtschaftlich sehr gut gelaufen sind.

00:10:52: Der Angriff auf das Nachbarland hat zwanzig-dreiundzwanzig und zwanziv vierundzwzig zu einem regelrechten Boom geführt, hat mir Vasili Astoff erklärt unter anderem weil der russische Staat auf einmal extrem viel Geld ausgegeben hat.

00:11:05: aber der Effekt davon war tatsächlich nicht nur in der Rüstungsindustrie zu spüren.

00:11:13: Das waren vor allem die konsumorientierten Sektoren.

00:11:17: Natürlich ist auch die Rüstungsproduktion sehr stark angestiegen, aber sie hat keinen hohen Anteil am BIP.

00:11:24: Aber die Konsumorientiertensektoren wie zum Beispiel Einzelhandel oder Restaurants-Tourismus haben alle sehr stark expandiert und das hängt damit zusammen, dass die Löhne und Gehälter und überhaupt die verfügbaren Einkommen der Haushalte in diesen Jahren stark angestiegen sind.

00:11:45: D.h.,

00:11:46: diese fiskale Expansion, diese Militärisierung der Firsche sozusagen hatte nicht nur direkte Effekte auf die Branchen, die wirklich Rüstungsgüter produzieren sondern auch indirekte Effekt dadurch dass es zu einem Wettbewerb um knappe Arbeitskräfte kam also zwischen dem Rüstungsektor Militärsektor und dem Zivilensektor.

00:12:11: Und das hat einen starken Anstieg der Löhne- und Gehälter zufolge, und dieser starke Anstiege der Löne und Gehelter hatte natürlich auch einen Boom des privaten Konsumnachfragen zu

00:12:24: folgen.".

00:12:25: Ja, diese hohen Zahlungen gehälter und die Nachfrage haben dann zur Inflation und eben dann schlussendlich zu den hohen Leitzinsen geführt die jetzt die russische wirtschaft zu erdrücken drohen.

00:12:34: Aber lass uns noch mal kurz auf diese periode der wirtschaftlichen Stärke nach ausbruch des kriges blicken, konnte Russland diese stärke denn nutzen?

00:12:42: Auf der internationalen bühne um auch international mehr gewicht in die wachschale zu werfen?

00:12:47: oder wurde das verhindert durch die parallel zunehmende isolation?

00:12:50: also gab es da auch so eine ja meine zeitperiode Der russischen stärke auf den internationalen Bühnen oder konnte man das eigentlich nicht beobachten?

00:12:59: Ich kann mich noch gut daran erinnern und das ist so lange noch nicht her, dass bis zum Ukraine Krieg Russland in Südostasien als Partner immer gefragt wurde.

00:13:08: Auch da ging es um Waffenlieferungen natürlich, da ging's um angedachte Energielieferung Kohle und Öl am Ende Gas möglicherweise auch hat Russland die Ukraine angegriffen und dann kam plötzlich dieser Bruch, den man so ja gar nicht erwartet hatte mit dem Westen sozusagen entscheidet euch entweder für uns oder gegen uns.

00:13:28: Und da war natürlich klar dass der Westen in vielen Bereichen in diesem Moment attraktiver war.

00:13:35: einige konnten aber Indien haben wir schon genannt Felix überhaupt nicht auf Russland verzichten.

00:13:40: Wir haben eine Zweigleisigkeit gefahren und viel an Ruf auch eingebüßt Weil man sagte, naja Indien größte Demokratie der Erde müsste doch direkt auf unserer Seite sein.

00:13:51: Bis heute haben die INDA in der UN den russischen Angriff nicht verurteilt weil sie versuchen einen Ausgleich zu finden.

00:13:58: aber Russland hat klar an Stärke und Einfluss eingebüßt.

00:14:01: Putin ist wie wir es schon in der Anmoderation gehört haben nicht mehr der starke auf der Bühne sondern derjenige der sich irgendwie durchlaviert paar interessante Produkte anbietet.

00:14:11: keine Frage die man auch braucht die man nutzen kann weil sie billig sind im Augenblick im Vergleich Aber als Partner sicherlich kein klassischer Wunschpartner.

00:14:19: Ja, da türmen sich auf jeden Fall die Probleme für Vladimir Putin und Vasili Astoff hatte noch einen wichtigen Aspekt angesprochen der gerade eben große Probleme bereitet in Russland und das ist der überall spürbare Mangel an Arbeitskräften.

00:14:35: mehr oder weniger jeden monat an die front schicken um seinen angreifskrieg gegen ukraine zu führen dann sind viele gut gebildete russen aus dem land emigriert.

00:14:44: und tatsächlich die demografie arbeitet auch gegen russia.

00:14:47: fand ich zum beispiel sehr interessant das nach dem zusammenbruch der soviet union die geburtenrate komplett eingebrochen ist ich glaube um die helft eingebrochene und dass jetzt eben genau die generation irgendwie Mitte dreißig so, da fehlen jetzt einfach die Menschen im erwerbstetigen Alter.

00:15:02: Also auch die Demografie arbeitet gegen Russland.

00:15:05: und was das für Auswirkungen hat?

00:15:08: Das hören wir jetzt!

00:15:11: Auf der Suche nach einem Job.

00:15:13: eine der größten Drohnenfabriken Russlands sucht aktuell verzweifelt nach Mitarbeitern.

00:15:19: Wenn ich hier arbeite helfe ich in Erster Linie meinem Land.

00:15:21: Meine Eltern haben das nicht verstanden.

00:15:23: Ich bin hergekommen weil ich ein Patriot

00:15:25: bin.

00:15:26: Mein Gehalt im zweiten Jahr beträgt Hundertfünfzigtausend Rubel.

00:15:30: In meinem

00:15:30: dritten Jahr werde ich drehundfünftigtausende

00:15:32: Rubel

00:15:32: verdienen.".

00:15:33: Anfang des Jahres tauchen mehrere solcher Videos online auf, sie kommen aus der Sonderwirtschaftszone Alabuga in der Republik Tatarstan.

00:15:41: Darin werben Studenten der dortigen Berufsschule mit Monatsgehältern von bis zu dreihundertfünftigtausenden Rubel – ein Vielfaches des russischen Durchschnittsgehalts!

00:15:51: Ihr Job?

00:15:52: Die Produktion von Gerandronen Der russischen Kopie der iranischen Shah-Head, mit der Putins Armee die ukrainische Zivilbevölkerung terrorisiert.

00:16:00: Die russischsprachigen Werbeklipps richten sich offensichtlich an junge Russinnen und Russen.

00:16:05: Das zeigt – die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist extrem angespannt.

00:16:09: Hört man aber Anfang des Jahres Vladimir Putin zu käme man nicht auf die Idee dass etwas nicht stimmt.

00:16:16: Unsere wichtigsten makroökonomischen Indikatoren sind stabil.

00:16:20: Die Struktur der Volkswirtschaft ändert sich allmählich zugunsten von Branchen mit hoher Wertschöpfung.

00:16:26: Ein

00:16:51: wichtiger Faktor ist vielmehr, der Krieg in der Ukraine.

00:16:54: Hunderttausende russische Soldaten wurden verletzt oder getötet – bis zu eine Million meist gut gebildete Menschen haben Russland verlassen!

00:17:01: Die russische Rüstungsindustrie saugt auf was an Arbeitskräften noch übrig ist.

00:17:05: Staatliche Subventionen und die Möglichkeit, die Einberufung für ihre Angestellten auszusetzen sind ein starkes Argument im Kampf um knappe Arbeitskräfte.

00:17:14: Wer ja noch mehr Geld braucht geht eben doch zur Armee.

00:17:17: Dort winken großzügige Boni bei.

00:17:18: Vertragsunterzeichnungen In ärmeren Gegenden entsprechen die gleich mehreren Jahresgehältern.

00:17:24: Außerdem gibt es Zahlungen für Verwundete oder die Familien von gefallenen Soldaten.

00:17:29: Nach über vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine schlagen Sanktionen, Investitionsflaute und Arbeitskräftemangel durch – in den ersten zwei Monaten, im Jahr ist die russische Wirtschaft um einen Prozent geschluckt.

00:17:42: Und auch Vladimir Putin fordert jetzt Lösungen von seinen Ministern.

00:17:49: Ich hoffe heute ausführliche Berichte über die aktuelle Wirtschaftslage zu hören und darüber, warum die Entwicklung der Makroindikatoren immer noch unter den Erwartungen liegt.

00:17:58: Und nicht nur unter den erwartung von Experten und Analysten sondern auch unter den Prognosen der Regierung selbst und der Zentralbank von Russland

00:18:08: Wenn Putin Arbeitskräfte ins Land holen will, um die siebenhunderttausend Mann stünden bereit.

00:18:13: Sie kämpfen gerade auf seinen Befehl hin in einer militärischen Spezialoperation in der Ukraine.

00:18:24: Angesichts dieser Situation bemüht sich Russland ja aktiv darum, Arbeitskräfte aus anderen Ländern zu gewinnen.

00:18:29: Aber es gibt immer wieder so Horrorgeschichten die man liest, Reportagen von Menschen, die einen ganz normalen Job in Russland angenommen haben und dann gegen ihren Willen im russischen Militär landen direkt an die Front geschickt werden.

00:18:41: Inwiefern ist das Thema wenn Russland mit Partnerländern zusammenkommt?

00:18:44: Und vielleicht auch um Arbeitskräften wirbt?

00:18:47: Klappt das noch!

00:18:49: Auf der ersten Ebene ist das natürlich ein toller Match.

00:18:52: Kann man gar nicht anders sagen, denn guckt ja das Beispiel Indien an – es muss mehr als eine Million Arbeitsplätze pro Monat schaffen.

00:18:59: Das heißt, das Land hat nicht annähernd genug Arbeit für seine Menschen.

00:19:03: Und wenn ein Nachbarland wie Russland Arbeitskräfte sucht, würde es ja passen.

00:19:07: Aber jetzt gibt's erstens bislang gabes muss ich besser sagen andere Ventile.

00:19:11: das waren vor allem die Golfstaaten Saudi Arabien wir kennen die Geschichten alle mit den Fußballstadien

00:19:16: etc.,

00:19:17: die dort gebaut wurden hauptsächlich von indischen oder südasiatischen Arbeitskräften.

00:19:21: zweitens ist natürlich ein Klima und damit mache wirkliche Klima, aber auch das Klima in einem Kriegsland In Indien und in Nepal durchaus bekannt.

00:19:35: Das ist nicht die erste Wahl da hinzugehen.

00:19:37: Wenn ich einen Ausbildungsplatz oder gar ein Studienplatz in Deutschland ergattern kann Da mache ich das natürlich lieber als eine russische Fabrik zu gehen.

00:19:46: Die Menschen sind auch nicht ungebildet.

00:19:48: Natürlich spricht sich sowas.

00:19:49: später sind es übers Internet und Handy Auch in diesen Kreisen rum.

00:19:53: Und wenn wir auf die gebildete Ebene gehen dann sieht man in ganz Asien überall halbe Kolonien von Russen, die es herausgeschafft haben aus Russland und dort per Internet ihre Geschäfte betreiben.

00:20:07: Auf Bali war ich mal länger in so einer Community, die lebt da also hervorragend.

00:20:12: In Thailand gibt es das und das spricht sich auch um.

00:20:15: warum soll ich also dahin wo andere diese Länder verlassen?

00:20:19: Und wir sind eben jetzt in der Zeit, wo Arbeitskräfte so vernetzt sind dass sie von den Risiken wissen.

00:20:26: Klar ist, wenn es nicht anders geht würde ich mich auch da verdingen und manchmal erfahre ich eben auch nicht dass ich möglicherweise in der Armee dann missbraucht werde.

00:20:35: Aber das da ein Run wie du sagtest darauf entsteht kann ich nicht erkennen.

00:20:40: Also, es ist auch nicht ganz einfach für Russland diese Situation aktuell der Arbeitskräfte zu gewinnen.

00:20:45: Ich würde gerne nochmal kurz zusammenfassen was wir bisher besprochen haben.

00:20:48: an den Überblick behält also die Militarisierung der Wirtschaft in Russland nach dem Ausbruch des oder nach dem Angriff auf die Ukraine.

00:20:55: Die führt so einer fiskalischen Expansion wie Vasili Astoff das genannt hat also deutlich mehr ausgabende Staates die wiederum führen zu höheren Gehältern höhere Nachfrage Das wiederum in Kombination mit den Auswirkungen von Sanktionen für zu hoher Inflation.

00:21:09: Und darauf reagiert dann die Zentralbank mit höheren Zinsen und diese sind jetzt eine Last für die Wirtschaft, weil niemand mehr investiert.

00:21:15: Weil es lohnt sich nicht mehr!

00:21:17: Das ist so ökonomisch wahrscheinlich viel zu sehr vereinfacht.

00:21:19: aber ich denke im groben ist das was passiert ist?

00:21:22: Die Frage ist jetzt natürlich Was bedeutet das für den Krieg in der Ukraine?

00:21:26: Was bedeutet dass für das Durchhaltevermögen der Russen?

00:21:30: Aus wirtschaftlicher Sicht leider nicht das was man in der ukraine gerne hören würde sagt Vasili Astrov.

00:21:37: Also im Prinzip könnte Russland noch längere Zeit in diesem Modus durchhalten.

00:21:43: Weil die Kriegsausgaben, also die Militärausgaben sind im historischen Vergleich nicht übertrieben hoch.

00:21:50: Aus heutiger Sicht ist es immer noch so dass die Fortführung des Krieges eine oberste Priorität hat.

00:21:57: Das heißt wenn schon die Ausgaben gekürzt werden müssen dann sie das eh die Infrastrukturprojekte Das sind die Subventionen, das sind solche Ausgaben, die dann zum Opfer fallen.

00:22:09: Aber die Kriegsausgaben bleiben wahrscheinlich bis die politische Entscheidung getroffen wird.

00:22:17: also wir machen einen Schluss, wir führen die Friedensverhandlungen und wir steigen aus mit einem halbwegs akzeptablen Ergebnis aus dem Ganzen.

00:22:30: Ja Felix und da du eben so eine Zwischenzusammenfassung gemacht hast, was ich gut fand.

00:22:35: Mache ich das jetzt auch denn es bietet sich direkt an bei diesem Zitat nochmal auf den Ölpreis für eine Sekunde zu gucken.

00:22:42: Es gibt natürlich die Möglichkeit das durchzurechnen Und der Öl-Preis liegt im Prinzip knapp unter hundert Dollar im Augenblick und Ökonomen haben gerechnet wenn er denn bei hundert dollar liegt als magische Grenze dann gewinnt Russland siebzig Milliarden Dollar pro Jahr zusätzlich für seinen Haushalt in gegensamen ursprünglichen Haushaltsplan.

00:23:04: Und mit siebzig Milliarden kann ich auch bei einer Kriegsführung, in der Hochrüstungsphase eine ganze Menge anstellen.

00:23:11: das heißt hier sind wir wieder.

00:23:13: deswegen sage ich Zusammenfassung am Beginn unseres Gespräches.

00:23:16: so lange Inder und Chinesen Öl kaufen ein paar andere auch noch ist natürlich ein ständiger Einkommensstrom für Russland zu verbuchen.

00:23:25: Man kann es auch einfacher sagen, Putin schlägt sich auf die Schenkel so lange das so weitergeht.

00:23:29: Bei diesen Berechnungen würde mich jetzt interessieren... Ist da berücksichtigt dass es ja aktuell viele Angriffe gibt auf die russische Ölinfrastruktur?

00:23:36: Also was ich jetzt viel gelesen hatte Ja klar, der hohe Ölpreis ist gut für die Russen.

00:23:42: Weil auch ihr Öl können sie teurer verkaufen.

00:23:44: Gleichzeitig habe ich aber viel gelesen dass Sie davon gar nicht so viel profitieren können wie man das jetzt denken würde.

00:23:51: also weißt du ob es damit einbezogen ist oder?

00:23:53: Nein das kann da noch nicht einbezogen sein weil wir hören ja fast täglich von Erfolgen die die Ukraine meldet mit Angriffen auf die Schwarzmeeröl, Infrastrukturverladehäfen Terminals etc.

00:24:05: und das ändert sich ja fast im Tagesrhythmus mit jeder neuen Drohne die da einschlägt und jedem Brand, der entsteht.

00:24:11: Das ist eine grundsätzliche Berechnung.

00:24:13: Da können wir fast gar nicht auf eine Milliarde rauf oder runterzählen.

00:24:16: was aber einfach klar es ist die Quintessenz so lange das Öl gebraucht wird und verkauft werden kann verschifft werden kann solange fließt im Umkehrschluss viel Geld nach Russland.

00:24:27: Da hilft's natürlich auch wenn die amerikaner die Sanktionen lockern.

00:24:31: Auf jeden Fall ist es so dass die hohen Ölpreise Russland zunächst mal einer Atempause verschaffen.

00:24:36: Das war auch das Wort, was unser Korrespondent für Russland Friedrich Schmidt genutzt hat in unserem Gespräch wie sehr Putin davon wirklich profitieren wird.

00:24:44: Profitieren kann.

00:24:45: am Ende hängt natürlich auch davon ab, wie lange die Ölpreise so hoch bleiben.

00:24:48: deswegen wir blicken mit Spannung auf Pakistan und wie es bei den Verhandlungen weitergeht.

00:24:55: Auf jeden Fall ist es so also dass die Menschen in Russland irgendwie davon profitieren.

00:24:59: werden Meine beiden Gesprächspartner für unwahrscheinlich gehalten, denn der Krieg hat Priorität.

00:25:04: Du hast es gerade gesagt dieses Geld wird vermutlich ja in die Rüstung und in den Ukraine-Krieg fließen.

00:25:12: das ist den Menschen in Russland aber auch durchaus bewusst auch wenn niemand darüber reden will.

00:25:18: Aber die Probleme und die Unzufriedenheit in Russland, die wachsen nicht nur in der Wirtschaft.

00:25:23: Der Krieg kommt im Form von ukrainischen Drohnen und Raketen auch immer näher.

00:25:27: Gerade erst wurde Moskau ja auch wieder getroffen Und für viele Menschen fast noch schlimmer.

00:25:33: seit einigen Wochen gibt es auch merkliche Einschränkungen des Internets in Russlands.

00:25:38: Die sind zwar auch teilweise mit dem Kampf gegen Drohne begründet worden aber es geht vor allem auch darum dass Putin Sicherheitsapparat eben alles tun alles kontrollieren will und diese Internetbeschränkungen, die Blockade des führenden Messages Telegram vorher schon WhatsApp der Kampf gegen VPN-Umgehung, die eben super nötig sind um all diese Blockaden zu umgehen.

00:26:01: Das ist ein neuerlicher Einbruch des Staats in das Alltagsleben von Russen, die sich gern Politikfern sehen und gerne immer wo sie können alles ausblenden mit all dem nichts zu tun haben wollen.

00:26:13: Und in diesem Fahrwasser werden jetzt Dinge thematisiert, die sonst vielleicht gar nicht so auffallen würden.

00:26:20: Wirtschaftliche Probleme, Keulung von Tieren im Gebieten nur wo sie bürst und solche Dinge wie es immer mal gegeben hat fallen jetzt auf einmal auf und tragen dazu bei dass das halt doch der Unmut gestiegen ist.

00:26:36: Christoph Unmut der Bevölkerung über die politische Führung kann den Herstand in einem autoritären System wie Russland eigentlich egal sein, muss man zynischerweise sagen.

00:26:46: Aber auch nur bis zu einem bestimmten Punkt.

00:26:49: Also irgendwann kann es ja kippen zumindest in der Theorie.

00:26:53: Wie nah wir an diesem Kipppunkt sind ist natürlich schwer zu sagen aber wir kommen dem Gefühl schon irgendwie näher.

00:26:58: was bedeutet das für Putins Bündnisse mit anderen Autokraten dass er gerade so ein bisschen ich will nicht sagen dass er wackelt weil wahrscheinlich ist das nicht der Fall Teller seine To-do-Liste, die wächst.

00:27:11: Hat man den Eindruck?

00:27:12: Was bedeutet das für seine Bündnisse mit Strongman wie Xi Jinping zum Beispiel?

00:27:18: Du hast das richtige Stichwort im letzten Satz gebraucht Felix finde ich Strongman.

00:27:22: Das bedeutet nämlich dass sich die anderen Strongmen fragen ist es noch ein Strongman der da vor uns sitzt?

00:27:28: Und da sind wir am Punkt.

00:27:29: Du verlierst natürlich, als nehmen wir das Wort auch mal Autokrat oder gar Diktator, verlierst du natürlich in dem Moment ansehen, auch in deinem eigenen Umfeld wo dir das Volk wirklich wegläuft und wo dieser Kipppunkt den du eben ansprachst ist können wir nicht wissen.

00:27:47: Wir haben es mehrfach erlebt dass so was rasenschnell gehen kann Wo es eigentlich noch niemand erwartet hatte.

00:27:53: Das ist jetzt alles andere als eine Prognose für Russland, ganz und gar nicht!

00:27:57: Aber das wissen die anderen auch.

00:27:59: Und sie brauchen Russland – ich habe es am Anfang gesagt – Sie haben kein Interesse an einer eurasischen Mitte, die in sich zusammen bricht im riesigen Land mit riesigem Großstoffvorkommen.

00:28:10: Sie wollen eigentlich nur Stabilität.

00:28:13: Wenn Sie diese haben können Sie das Land weiter ausbeuten, weiter

00:28:16: nutzen.".

00:28:18: Wie weit die Stabilität Russland selber liefern kann über Jahre noch, das wissen wir nicht.

00:28:25: Aber dass Putin auf dieser Bühne nicht mehr der starke Mann ist... ist klar.

00:28:30: und da muss man dann auch mal sagen, was das für Freunde sind die da zusammenarbeiten.

00:28:35: Zum Beispiel die Shanghai Corporation ursprünglichen Verteidigungsbündnis was sich mehr und mehr zum Wirtschaftsbündnis entwickelt.

00:28:41: Da sind in China Russland Indien Iran und Pakistan.

00:28:45: Naja jetzt können wir ja mal gucken ob dass die richtigen Leute sind mit denen ich noch etwas auf die Beine stellen kann.

00:28:50: Da es vollkommen klar geht um China und um Indien in dem Fall und bei Brics ist es ähnlich.

00:28:57: Und dass Russland da natürlich auf den Fotos in Form von Putin mit Umarmung wieder auftaucht, ist auch klar.

00:29:04: Aber was hinter den Kulissen dann noch für eine Stärke bei Russland vermutet wird und bei Putin?

00:29:09: Da würde ich doch stärkere Fragezeichen hintermachen!

00:29:12: Wo wir gerade bei Autokraten sind und solchen, die es vielleicht gerne wären.

00:29:16: Nächste Woche reist ja Donald Trump nach Peking, trifft sich mit Xi Jinping.

00:29:21: auch Putin hatte große hoffnungen gesetzt auf Donald Trumps zweite Amtszeit.

00:29:26: aber Friedrich Schmidt sagt diese Hoffnung, die sein bisher zumindest enttäuscht worden.

00:29:31: Putin hat sich total darauf konzentriert, Trump zu bezürzen.

00:29:35: das macht er bis heute.

00:29:36: Aber der Ertrag ist minimal.

00:29:39: Bisher, also in Deutschland echt man immer unter Trump ja.

00:29:42: Man versteht es auch klar ist alles nicht toll.

00:29:44: aber man muss auch sehen dass Putin da auch kolossal investiert hat.

00:29:47: das war der hoffnungsfaktor diesen Krieg irgendwie nochmal diesen kriege einen Impuls zur russischen gunsten zu geben.

00:29:55: und Das sieht gerade überhaupt nicht danach aus als würde das glücken

00:29:59: Christoph ist ziehen und zerren alle am großen Donald Trump, um ihn und die Amerikaner im Ukrainekrieg auf ihre jeweilige Seite zu ziehen.

00:30:08: Ja Felix das ist es ja genau dieses Bezirzen von Trump.

00:30:11: ob Senato Generalsekretär ist oder

00:30:13: hier Putin

00:30:15: jeder hat so seinen Weg glaubt sein Weg gefunden zu haben und läuft dann direkt vor die Wand weil er feststellt So is Trump halt nicht zu holen Und dass merkt putin auch gut.

00:30:24: Können wir natürlich jetzt relativ angenehm finden, dass auch Putin das nicht gelingt ist.

00:30:29: Hilfreich für uns hier im Westen und für die Ukraine.

00:30:32: aber ich glaube das ist wohl klar bezirzen kann ich Trump nicht und ich weiß auch nicht ob Xi Jinping das gelingt am Ende.

00:30:38: Ja, wir hatten auch schon mal drüber gesprochen in der früheren Folge.

00:30:41: Das Einzige was da ankommt scheinbar ist Stärke!

00:30:43: Wir hatten beim Thema EU und Zölle darüber gesprochen.

00:30:46: also so einen wirklich klaren Gewinner scheint es da noch nicht zu geben.

00:30:50: im Tau ziehen um Donald Trump.

00:30:52: Wie sieht's denn aus?

00:30:53: erwartest du in Sachen Russland?

00:30:55: In Sachen Ukraine Bewegung beim Treffen von Trump und Xi nächste Woche oder ja wird das am Ende alles überlagert Von Iran Ölpreis Straße von Hormuz?

00:31:04: Felix

00:31:04: ich glaub dass wird ganz viele Ebenen haben und von welchen wir dann hinterher fahren, da mache ich mal große Fragezeichen hinter.

00:31:11: Ein großes Thema sind natürlich die Rohstoffe über die man reden wird, seltener Erden aus China

00:31:15: etc.,

00:31:16: das wissen wir alle.

00:31:16: Das wird sicherlich relativ öffentlich verhandelt vielleicht auch mit einem Abkommen.

00:31:20: Da drunter liegt aber das Verhandeln über Bauernopfer und da wird es schwierig.

00:31:25: Wir haben jetzt in der Sendung ja rausgearbeitet wie abhängig China sich macht von russischem Öl, in denen ist es bei See und wir haben auf der anderen Seite Trumps Noten mit dem selbstverschuldeten Krieg im Iran um die Straße von Hormuz.

00:31:39: Und es kann natürlich sein, dass die beiden da einen Ausgleich finden nach dem Motto Naja ich lass dir die Möglichkeit die Straße vom Hormus in Ruhe aufzuräumen und helfe meinem ursprünglich strategischen Partner Iran nicht das werde chinesische Position.

00:31:53: Ich lasse den Iran sozusagen als Bauernopfer halbwegs untergehen und die amerikaner und israelis machen.

00:31:59: Dafür bekomme ich aber ein ansatzweise stabiles Russland mit meinen Öl Lieferungen.

00:32:04: Da müsste sich also ganz klar Amerika weiter zurückhalten, was sich ja bislang in der Ukraine zu unserem eigenen Schaden noch tun.

00:32:12: Und das wäre ein Abkommen, was so schriftlich sicherlich nie rauskommt, was aber sich abzeichnet.

00:32:20: Wir haben in dieser Woche in der Weltwirtschaft drei große Stücke mal als Curtainraiser zu dem Treffen der beiden und wollen mal gucken, wie wir so eine Grundlage legen für die Leser vielleicht auch interessant.

00:32:33: Und ihr macht ja auch noch mal ne extra Folge, denn das wird schon einer der Gipfel des Jahres.

00:32:37: Das können wir glaube ich sagen.

00:32:39: Wurde

00:32:39: ja verschoben!

00:32:39: Wir hatten zum Kalender stehen und dann wurde es nochmal verschoben also... Ich bin auch gespannt ob's stattfindet tatsächlich?

00:32:43: Wir gehen mal davon aus man hört noch nichts Gegenteiliges.

00:32:47: aber ums mit Trumps Worten zu sagen so richtig gute Karten hat er gerade glaube ich nicht wenn er jetzt nach Peking fährt wenn sich das Desaster in der Straße von Hormuz anguckt.

00:32:56: Oder wie siehst du das?

00:32:58: Nee, er hat die schwächere Ausgangsposition und Xi Jinping geriert sich ja auch auf der Weltebene die ganze Zeit als der neue große Weltstaatsmann über Trump lächelt.

00:33:06: die Welt oder schüttelt den Kopf oder ist entsetzt.

00:33:09: Das kann man sich dann jeweils aussuchen.

00:33:10: Und Xi Jinping erscheint auf der Weltbühne als derjenige, der die Zukunft der Welt in aller Ruhe betrachtet und die richtigen Wege findet.

00:33:19: Und jetzt wollen wir mal gucken, dass es entsprechend natürlich nicht dem Warenbild dieses Autokraten, der das folgt.

00:33:26: Er eins Komma drei Milliarden Chinesien da doch mit der Eisern Faust lenkt aber nutzt natürlich die Chance, dass Trump ihm lässt.

00:33:33: Und wie die beiden dann jenseits des Lächelns und des Händedrucks vor der Kamera miteinander zurechtkommen?

00:33:38: Schauen wir mal!

00:33:39: Wir sind gespannt... Es gibt noch jemanden, der gespannt auf dieses Treffen gucken dürfte.

00:33:44: Das ist Vladimir Putin.

00:33:45: Es passt ja auch nicht so richtig zu seinem Image, das er gerne von sich selbst pflegt.

00:33:50: Dass da jetzt sich Trump und Ski treffen und einem Zweifel, du hast es gerade erklärt über Russland als Bauernopfer sprechen.

00:33:57: Auch wenn es in dem Fall vielleicht gut ausgeht für ihn aber nichtsdestotrotz setzt nicht mit am Tisch und gleichzeitig schaffen es die Ukraine, den Russen immer schmerzhafterer Nadelstiche zuzufügen.

00:34:08: Die russische Wirtschaft stottert.

00:34:10: Das haben wir heute besprochen.

00:34:11: das Internet funktioniert nicht mehr richtig und all das gehäuft.

00:34:15: dass lässt Putin irgendwie unsouverän wirken und dazu hören wir auch nochmal unseren Korrespondent für Russland Friedrich Schmidt

00:34:23: Gepart mit diesen wirtschaftlichen Problemen, gepart mit diesem Stöhnen unter dem immer übergriffigeren Staat und dem Sicherheitsapparat.

00:34:30: stichwort Internetblockaden.

00:34:32: Jetzt diese schwäche Putins das ist einfach eine Situation die den russischen Herrscher nicht gut aussehen lässt und er hat schon auch die Kontrolle natürlich und so.

00:34:43: aber dieser Eindruck von Stärke der lange ja putins Hauptverkaufsargument war der ist dahin.

00:34:50: Das ist jetzt gerade so.

00:34:52: Ob er ihn wieder gewinnt, muss man erst noch sehen?

00:34:55: Ja und da Felix muss man natürlich sehen dass alle auf der Weltbühne die wirklich etwas genauer hinschauen sehr klar im Kopf haben wie die Russen in den vergangenen Jahren verloren haben.

00:35:06: Wir fangen mit Afghanistan an.

00:35:08: Der Iran Assad in Syrien Die Jihadisten in Mali Die Besudron In der Ukraine kommen sie nicht so voran, wie sie vorher hatten.

00:35:16: Armenien und Kasachstan distanzieren sich... Das sind schon wirklich Tiefschläge!

00:35:22: Und das schwächt Putin natürlich neben dem was Friedrich Schmidt gerade alles wunderbar aus Russland heraus beschreibt Wie es den Russen selber geht?

00:35:30: Das Schwächputins Auftritt.

00:35:32: Das ist nicht mehr der große Staatsmann an diesem

00:35:35: Tisch

00:35:35: Den du eben beschrieben hast von Trump und Xi mitgehört.

00:35:39: Wir werden auf jeden Fall ganz genau für Sie, liebe Hörerinnen und Hörern weiter hingucken hier bei unserem Auslands Podcast FAZ Machtprobe.

00:35:45: Und natürlich bei FAZ Weltwirtschaft zu finden auf der Website Faznet unter unseren Premium-Angeboten.

00:35:51: Und wir hängen den Link natürlich auch nochmal in die Show Notes!

00:35:55: Das war's für heute.

00:35:56: ich danke dir sehr Christoph.

00:35:57: Vielen Dank Felix hat Spaß gemacht und jetzt fiebern wir dem Gipfel mal entgegen.

00:36:01: So machen wir das.

00:36:02: Ich danke Ihnen auch fürs Zuhören Fragen und Feedback wie immer gerne an podcastatfaz.de.

00:36:08: Wir sind hier nächste Woche wieder für Sie da, wie gesagt mit einem topaktuellen Blick auf das mit großer Spannung erwartet Treffen der Präsidenten Trump und Xi in Peking.

00:36:17: Bis dahin,

00:36:18: ciao!

Über diesen Podcast

Der Nachrichten-Podcast der F.A.Z. mit exklusiven Interviews zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft. Der Podcast für Deutschland bietet Montag bis Freitag um 17 Uhr hintergründige und kontroverse Diskussionen mit F.A.Z.-Redakteuren.

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von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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