00:00:03: Was haben der longevity junger brian johnson und der afd man Ulrich Siegmund miteinander zu tun?
00:00:12: Genau nichts außer das zufällig beide heute im facet podcast für deutschland vorkommen.
00:00:18: Herzlich willkommen also an diesem freitag den siebzehnten juli in dieser woche mit mir andreas groberg Und ich kann ihn sagen wir haben einiges
00:00:25: vor.
00:00:26: zunächst knüpfen Wir an an unsere folge gestern an den aufrufen meines kollegen simon strauß an den Ja, möglichen Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und seine Reaktion auf Simon's offenen Brief.
00:00:39: Denn ja kann ich schon verraten es gab eine!
00:00:41: Und dann geben wir Ihnen den nächsten Vorgeschmack auf unsere Sommerserie in zwei Wochen die großen
00:00:48: Fragen
00:00:48: der Menschheit zum einen mit einem sehr aktuellen Gespräch über den schwer erkrankten longevity Vorreiter Brian Johnson Zum anderen mit einem wie ich finde außerordentlich höhrenswerten Interview mit einem Weisenmann dem Auf dem neuen Pferd auf der Bühne, das ist ein Pferde für die Nürburgring.
00:01:09: Ja, nach der Folge gestern ist völlig klar dass ich mich nochmal kurz mit Simon zusammenschalten muss.
00:01:15: Simon Strauß, der ja den offenen Brief an Ulrich Siegmund von der AfD in Sachsen-Anhalt geschrieben hat Den möglichen Ministerpräsidenten Mit der großen Frage Wie er denn so einen Abend wie in Dessau am Mittwoch Neutral beschreiben würde?
00:01:32: Also so neutral wie wir Medien das ja seiner Meinung nach und nach Meinung der AfD nie tun.
00:01:38: also schon mal kurz drüber.
00:01:40: Erstmal Moin Simon!
00:01:41: Grüß dich Andreas, schön wieder dabei sein zu dürfen.
00:01:44: Ja
00:01:45: ist aber auch wichtig ne?
00:01:47: Wir hatten ja eigentlich gehofft wir hätten heute Ulrich Sigmund in der Sendung.
00:01:50: Warum haben wir ihn nicht?
00:01:52: Ja er hat mir gestern Nacht noch geschrieben eine Nachricht irgendwie kurz nach Mitternacht.
00:01:57: also sieht man auch wer man arbeitet.
00:02:00: das muss man neidlos anerkennen.
00:02:02: genau die schläft nicht Genau.
00:02:04: Und hat geschrieben spannender Ansatz und hat auch gesagt, dass er gerne bei Gelegenheit die ganzen Fragen mal durchgehen würde Stück für Stück jetzt allerdings aus Zeitgründen nicht können.
00:02:17: Sobald ich immer eine Ausrede ist wenn es wirklich wichtig wäre dann hätte man Zeit.
00:02:20: also ähm und da hat der noch einen Satz nachgeschoben den ich natürlich ganz interessant finde.
00:02:25: nur ein Satz noch hat er gesagt Für mich ist ein Unterschied zwischen dem öffentlich-rechtlichen und der FFZ.
00:02:32: Also damit hat er dann schon auch deutlich gemacht, welche Priorisierung es am Ende ist.
00:02:38: Nur man muss eben sagen – das hätte ich ihm auch sofort entgegnet – dass in Dessau also vor der Crowd sozusagen, vor der austalgischen und medienhastenden Audience hat er ja deutlich gesagt.
00:02:52: Auch die Zeitung!
00:02:53: Das heißt genau so ein Punkt.
00:02:55: Man muss finde ich genau sein und da sind wir genau gewesen haben genau zugehört.
00:03:00: Haben gesagt, nein, Sie haben nicht nur die Öffentlich-Rechnung sondern sie haben die gesamte Medienlandschaft in Deutschland eigentlich zum Feind erklärt und darüber hätten wir gerne mit ihm gesprochen.
00:03:09: Total!
00:03:09: Und ich weiß auch gar nicht ob es ein Kompliment ist dass er uns da jetzt dann in dem persönlichen Kontakt mit dir ausnimmt ehrlich gesagt?
00:03:17: Nein absolut nicht.
00:03:18: Ist natürlich auch opportunistisch weil er an Ende will das wir trotzdem nochmal mit ihm reden und das ist ja gar keine Frage.
00:03:24: Das ist ein Politprofi mittlerweile der die Medien sozusagen eine jetzt bekämpft und hast einen Ansatz natürlich von Ihnen profitiert nicht.
00:03:31: Wir hatten übrigens wenn ich das noch erzählen soll, eine sehr intensive Diskussion heute morgen im Földor bei uns über den Artikel wo es viele Leute gab die sehr dagegen waren und manche auch dafür.
00:03:44: und das Argument was ich ja auch komplett einsehe ist natürlich zu sagen Ja was hätten wir denn jetzt eigentlich gemacht?
00:03:49: Wenn der Siegmund einen Text geschrieben hätte, hätt mir den abgedruckt oder nicht?
00:03:53: Und in der gewissen Weise war dann die Argumentation Wir hätten ihm einen roten Teppich dadurch ausgeht, ihn zu sehr sozusagen in den Salon reingeholt wenn man so will.
00:04:03: In Salon fähig gemacht.
00:04:05: und die Gefährlichkeit, die man ja in der Tat gerade was aktuell in NRW, die AfD, wenn man sich das anguckt dann läuft es an mir halt den Rücken runter.
00:04:15: Da muss man natürlich auch sagen... Und ich bin da selbst auch gar nicht hundertprozentig sicher, wie soll ich sagen?
00:04:22: Ob das die richtige Strategie ist.
00:04:24: Aber wir haben es jetzt einfach mal versucht und er hat darauf reagiert.
00:04:28: und nur mein Argument wäre nach wie vor... Wenn wir ihn dazu bekämen, mal klar Farbe zu bekennen was er meint mit diesem die Medien sollen neutral berichten und das aber auch mal wirklich eben konkret macht.
00:04:41: Dann wiederum hätte man ja auch etwas in der Hand um gegen ihn zu argumentieren meinetwegen sogar auch nach der Wahl.
00:04:47: also deswegen ich bin da schon nach wie vor einfach fragend und ich glaube die Frage ist spannend und wir müssen versuchen unterschiedliche Antworten darauf zu finden.
00:04:55: Ich bin da übrigens ganz bei dir.
00:04:57: Ich würde mich wirklich mal dafür interessieren, wie Ulrich Sigmund das Singen der DDR-Hymne den Wunsch nach dem guten alten Deutschland diese geschmacklosen Attentatswitze Richtung unseres Bundeskanzlers und wie all das mit der Forderung die die AfD hier immer stellt wir Medien sollten ja mal neutral berichten wie dann wirklich in diesem speziellen Fall eine neutrale Berichterstattung aussehen würde.
00:05:22: also ich würde sagen bleibt doch mal dran Und wenn er dann irgendwann bereit dazu ist, dann sprechen wir halt genau über diesen Abend und sprechen über das was Berichterstattung neutral macht.
00:05:31: Und das was nicht.
00:05:32: also mich würde es interessieren.
00:05:34: Absolut ja finde ich auch richtig und bleibe da dran und mal gucken ob er irgendwann nochmal wieder Zeit hat.
00:05:40: spätestens wenn er kurz vor der Wahl ist wird er sich vielleicht noch einmal aussehen.
00:05:45: Okay Simon, lass uns hier mal einen Punkt machen an alle Hörerinnen und Hörern.
00:05:49: Wir bleiben dran versprochen und uns beide jetzt nochmal auf was ganz anderes kommen.
00:05:53: noch einmal kurz nämlich unsere große Sommerserie die großen Fragen der Menschheit.
00:06:00: ab Anfang August hier im FAZ.
00:06:02: Podcast für Deutschland sechs Teile.
00:06:04: Simon du bist unser Protagonist ohne schon zu viel zu verraten Was sind denn?
00:06:09: Deine großen Fragen der Menschheit.
00:06:13: Ja, das ist jetzt wirklich natürlich ein großer Sprung würde ich sagen und in der Zeit gewinnt
00:06:16: die AfD die Wahl, ne?
00:06:17: Genau!
00:06:18: Nein aber es war ganz lustig weil ich würde sagen wir sind ja... Das weißt du ganz genau wie ich auch.
00:06:24: Wir denken permanent über politische Dinge nach gerade in dieser Zeit.
00:06:27: Es ist enorm aufgeladen.
00:06:29: jedes Abendessen jede Kaffee beginnt irgendwie immer mit der Frage Wie sieht die Lage aus?
00:06:35: was ist mit der AfD Brandmauer?
00:06:37: Also in Deutschland sind wir ja voll politischen Talk drin.
00:06:40: Das muss man ja sagen, also unpolizistisch sind diese Zeiten ja nun wirklich nicht mehr und auch eine junge Generation nicht usw.
00:06:46: Und trotzdem finde ich eben manchmal gibt es eine gewisse Ermüdung auch bei mir bei der Frage ist das eigentlich alles?
00:06:52: Ja worüber wir uns nachdenken so und dass was wir in dieser Sommerserie versuchen jetzt mal ganz poetisch gesprochen ist der Versuch mal den Rahmen etwas wieder zu weit mit dem Blick zu heben und zu sagen Worum geht's eigentlich im Leben jenseits dieser tagespolitischen?
00:07:09: Warum geht es wirklich, könnte man fast sagen.
00:07:11: Ja,
00:07:11: genau.
00:07:12: Worum geht es wirklich?
00:07:13: Und vielleicht ist das wirklich das Entscheidende und das andere ist natürlich auch vieles virtuell bei unserer Diskussion.
00:07:19: Na ja gut!
00:07:20: Und worum geht's denn wirklich im Leben?
00:07:22: Es geht zum Beispiel um Leben und Tod.
00:07:24: Es geht um Krankheit, um mögliche Heilungschancen von schweren Krankheiten wie etwa Krebs.
00:07:30: Esgeht aber auch um Krieg und Frieden oder die Frage, wie Wissenschaft darauf reagieren kann.
00:07:35: Und es geht natürlich um alles Entscheidende Hundertfach tausendmal entscheidende.
00:07:41: im Rückblick wird das die entscheidendere Frage sein unseres historischen Moments, nämlich.
00:07:45: Welchen Effekt wird die KI haben auf unser aller Leben, unser aller Bewusstsein?
00:07:50: Unser aller Arbeiten leben lieben fühlen und so weiter und sofort.
00:07:55: Das klammern wir ja dann doch irgendwie aus.
00:07:57: Wir haben das Gefühl auch, wir haben ChatGbt so einigermaßen unter Kontrolle Und damit haben wir die Frage gelöst.
00:08:02: Aber das Gegenteil ist der Fall So um diese ganzen Fundamentalen Fragen Die wie gesagt existenziell sind und nicht des Tagespolitische berühren.
00:08:10: Darum geht es in dieser Sommerserie und ich kann nur sagen da gibt es spektakuläre Szenen und auch wirklich tiefgründige Antworten drauf.
00:08:19: Das Ganze aber im besten Sinne unterhaltsam, ist ja auch eine Sommer-Serie.
00:08:23: Also kann ich nur das Wasser im Mund laufen lassen bei uns.
00:08:30: Noch eins ganz kurz vielleicht wie nah würdest du denn sagen bist du Antworten gekommen auf die großen Fragen der Menschheit?
00:08:36: Also Antworten, das ist natürlich immer so eine Fall.
00:08:38: Es gibt schon ganz klare Antworten.
00:08:39: Das gibt nur Antwort auf die Frage.
00:08:41: Beim
00:08:41: Klimathema zum Beispiel
00:08:42: auch.
00:08:42: Da kann man wirklich einen
00:08:44: Teaser mal jetzt ein Spoiler nehmen.
00:08:46: Wir machen keinen Spoiler und nur einen Teaser.
00:08:48: Genau wir sagen einfach es gibt Antworten wie sie aussieht.
00:08:52: Wie können wir den Klimawandel stoppen?
00:08:53: Da gibt's ganz klaren oder auch spektakuläre Antworten muss ich sagen aber auch wie gesagt bei der Frage von Krebs Heilung wie nah sind da eigentlich dran.
00:09:01: Das hat mich zum Teil wirklich enorm beeindruckt was ich da erfahren habe.
00:09:04: in Linder Und wie gesagt auch bei der KI-Frage gibt es enorm interessante Mitteilungen, sagen wir mal zum Stand der Dinge.
00:09:12: Die hätte ich nie gedacht bevor ich dahin gefahren wäre.
00:09:14: Also würde ich schon wirklich sagen, bestimmte Dinge hätte ich nicht gedacht, bevor ich nach Linda gefahren bin und bin mit diesen Erkenntnissen zurückgekommen.
00:09:21: Daraus haben jetzt diese Folgen ja auch geschustert.
00:09:24: aber um das noch zu sagen... noch viel wichtiger für mich persönlich als die ganz klaren Antworten, die man dann rauszieht aus den Sendungen.
00:09:34: Wie schütze ich mich vor bestimmten Dingen und so weiter und sofort Vorsorgesachen?
00:09:38: Also da gibt es auch wirklich etwas was man mitnehmen kann und sich hinter die Ohren schreiben kann.
00:09:42: aber noch viel Wichtiger an deres fand ich eben dieses Epochengefühl um das mal sozusagen was man aus Linder mitgenommen hat in was für einer epochalen Zeit wir eigentlich gerade leben was sich da grade alles verändert Und zwar in monatlichem Rhythmus.
00:09:57: Wie gesagt, nur noch Stichwort KI.
00:09:58: innerhalb der letzten sechs Monate hat sich diese Technologie so stark verändert wie noch keine Technologie in der gesamten Menschheitsgeschichte.
00:10:05: In diesem Sinne wurde da ein Linder geredet.
00:10:07: also das stockt einem manchmal der Atem und es macht einen aber auch wirklich nochmal klar bewusst in was für wahnsinnig spannenden und potenziell revolutionären Zeiten wir leben.
00:10:17: Das würde ich schon einfach sagen dass hat mich enorm fasziniert und zum Teil auch mitgerissen.
00:10:21: Ich kann ja auch verraten, ich war mit dabei in Lindhaus und auch die Kollegen Michael Götz, Max Stange, Joachim Müller, Jungen Niklas Kleber.
00:10:27: Also wir waren wirklich mit großer Mannschaft da und dieses Nobelpreisträger treffen auf dieser hübschen Bodenseeinsel das ist ja auch schon ein wirklich besonderes Event was vielleicht in den letzten Jahren in der medialen Berichterstattung in Deutschland gar nicht den Platz bekommen hat, den es eigentlich verdient.
00:10:43: oder hast du das anders erlebt?
00:10:45: Nein, genau so.
00:10:47: Ich wusste davon vorher nicht.
00:10:48: viele Leute, die ich noch mal erzähle wissen davon nichts.
00:10:50: es ist auch einfach ein Verdienst von uns dass wir jetzt mal da den Scheinwerfer rauf richten.
00:10:55: Es ist einfach die eine der aufregendsten Denkfabriken unserer Gegenwart.
00:10:58: dieses Gipfeltreffen, den Nobelpreisträger dort zusammen mit eben über sechshundert jungen Wissenschaftler als Erfahrung.
00:11:04: Über siebzig Nobelpreissträger
00:11:05: muss man auch sagen.
00:11:06: Siebzig-Nobelpreistreger
00:11:08: da ist einfach der Weltgeist auf einmal sozusagen zu Hause und auch vor allem sehr abenteuerlich.
00:11:14: auf abenteulicher Weise trifft er da zusammen.
00:11:17: Jung alt und sehr unterschiedliche Disziplinen, sehr unterschiedlicher Kontinente ganz sozusagen die ganze Frage Afrika, ja die Scientific Community in Afrika.
00:11:26: Die habe ich da zum Teil kennengelernt.
00:11:28: Dieser boomende Kontinent hier auch.
00:11:29: gerade bin die Augen von einer jungen afrikanischen Forscherin geschaut und gedacht meine Güte das ist die Zukunft ja zum teil auch die da liegt und mit was für eine unglaublichen Leidenschaft die über nicht nur ihre Forschung sondern eben auch ihr Land gesprochen hat.
00:11:44: Das hat mich schon tief beeindruckt.
00:11:45: und wie gesagt wenn wir ein bisschen etwas von diesem Funken den wir gespürt haben überspringen lassen können durch die Sommerserie dann wird es ein guter.
00:11:53: Wir geben uns Mühe und ich danke dir sehr herzlich und wünsche ein schönes Wochenende.
00:11:58: Und hoffe wir werden uns ganz bald wieder.
00:12:00: dann auch vielleicht zur großen Frage gewinnt die AfD, die Wahl in Sachsenahen hat!
00:12:06: Also dankeschön lieber Simon!
00:12:07: Danke dir Andreas, gutes Wochenende!
00:12:14: Ja ich habe es gerade mit Simon schon kurz angesprochen eine der großen Fragen der Menschheit, die wir in unserer Sommerserie besprechen werden ist der Wunsch nach ja vielleicht nicht nach ewigem Leben, aber doch immer älter zu werden und dabei natürlich so lange wie möglich gesund und fit und vital zu bleiben.
00:12:33: Und bevor ich gleich mit einem tatsächlich auch ein paar seiner Geheimnisse jung zu bleiben verraten wird vorweg noch eine ganz andere Geschichte, nämlich einer der größten Vorkämpfer von ja das Wort heißt longevity's kennen sie inzwischen schon alle.
00:12:51: Der multimillionär Brian Johnson hat in dieser Woche mitgeteilt er sei unheilbar erkrankt.
00:12:58: Mit neunundvierzig trotz seines wahnwitziggesundenen Lebensstils, ja und unsere Feuilleton-Ressortleiterin online Kira Cramer hat den Fall sehr interessant kommentiert verlinken wir auch und ist jetzt auch bei uns.
00:13:12: Hallo Kira!
00:13:13: Hallo Andreas!
00:13:14: Sag mal zunächst was müssen wir über diesen Mann?
00:13:17: Über Brian Johnson unbedingt wissen.
00:13:19: Der
00:13:19: Brian Johnson ist wie du eben schon sagtest ein Tech multimillionär, der hat viele hundert Millionen auf seinem Konto nachdem er ein Finanzdienstleister unternehmen vor vielen Jahren verkauft hat und hat sich seit dem der Aufgabe gewidmet nicht zu sterben.
00:13:35: Don't die ist sein Slogan.
00:13:37: oder so lange wie möglich zu leben beziehungsweise sein Leben ja aufs unendliche zu verlängern und dafür tut er sehr viel.
00:13:45: also das ist erstaunlich was er alles macht.
00:13:48: eher Er ernährt sich komplett vegan, er nimmt seine letzte Mahlzeit am Tag um elf Uhr Vormittags ein.
00:13:56: Er macht jeden Tag Sport und lässt seine Biomarker von dem Team von zwanzig bis dreißig Ärzten überwachen.
00:14:02: Er tut unglaubliches dafür!
00:14:03: Und was daran noch interessant ist, dafür gibt er jedes Jahr zwei Millionen Euro aus, um das mit seinem Körper zu machen.
00:14:11: Wahnsinn ne?
00:14:11: Also... Viel Sport, vegane Ernährung.
00:14:14: Ich glaube Bluttransfusion.
00:14:15: Ich habe gelesen der hat sich Blut von seinem eigenen Sohn übertragen lassen.
00:14:20: nicht rauchen kein Alkohol trinken wahnsinnig viel Geld.
00:14:23: da hatte ich auch so ein Helm erfunden den er auf dem Kopf hat.
00:14:26: irgendwie
00:14:27: mit
00:14:27: andauernd alles durchgecheckt wird der Schlaf kontrollieren.
00:14:30: Genau neben dem was er alles zu sich nimmt und das er alles macht lässt es sich halt rund um die Uhr vermessen.
00:14:36: also jede Bewegung, jeden Schlaf, jede Erektion.
00:14:39: Jede Sache die sein Körper macht und jede Sache die auch nicht macht lässt er von einem riesigen Ärzteteam bis aufs kleinste Detail vermessen.
00:14:47: also das kommt nach all dem was er sich versagt und all das was er tut für dieses lange Leben kommt das noch hinzu.
00:14:53: er macht nichts ohne dass es gemessen wird und von Leuten beobachtet wird.
00:14:56: total krass.
00:14:57: und ich glaube er hat gesagt bis zum Jahr zwanzig neun und dreißig ist gar nicht mehr so lange hin.
00:15:01: dreizehn Jahre noch wolle er unsterblich werden.
00:15:05: jetzt würde ich ja fast sagen, die Götter oder das Schicksal haben ihn ausgelacht.
00:15:13: Er hat eine im Grunde stand heute unheilbare Krankheit.
00:15:16: jetzt?
00:15:16: Er hat jetzt diagnostiziert bekommen eine unheillbare Krankkeit.
00:15:20: Ich werde vorsichtig mit so ein bisschen... Das haben mir viele Leser in Leserbriefen vorgeworfen nachdem ich diesen Kommentar geschrieben habe.
00:15:26: Da ist nichts an hohen dran.
00:15:27: Es sollte nur diejenigen seinen Lebensstil oder seinem Versprechen glauben.
00:15:33: Die sollte das dazu anregen, jetzt mal genauer zu hinterfragen was dieser Mann macht denn selbst in dem vermessensten Körper der Welt, der alles dafür tut sehr lang, sehr gut, sehr krankheitsfrei zu leben.
00:15:44: Selbst in diesem Körper hat sich eine Krankheit eingenistet.
00:15:48: man ist nicht ganz sicher ob das genetisch ist oder ob es durch äußerliche Faktoren gekommen ist diese Autoimmun-Gastritis die er jetzt hat.
00:15:55: Was einfach nur heißt dass sein Immunsystem seine Magen Schleimhautzellen angreift und dass er dadurch Verdauungsprobleme, Eisenmangel, Trägheit, Blässe alle möglichen Sachen hat.
00:16:07: Und die ist unheilbar!
00:16:10: Selbst in diesem Körper der alles dafür getan hat, ist nun diese Erkrankung aufgetreten und damit funktioniert sein Versprechen, desto mehr wir uns vermessen, destso asketischer wir leben, destlo länger leben wir und desto besser leben wir, funktioniert da nicht mehr weil der Mensch halt eben nicht wie er das propagiert eine... mehr Maschine ein Mechanismus ist, bei dem am Ende das was du oben reinsteckst und wieder rauskommt.
00:16:31: Total!
00:16:31: Und man muss ja auch sagen es geht ja nicht nur um ihn sondern longevity ist ja ein riesiger Trend.
00:16:38: allein brian johnson hat glaube ich millionen von...ich nenn's jetzt mal anhängern und es eine milliardenindustrie auch.
00:16:45: also es ist ja jetzt nicht so als würden wir hier nur über glauben und nicht glauben reden sondern da fließt schon ganz schön viel Geld Jeden Tag.
00:16:53: Absolut, also longevity und das was dazugehört, das Bio-Hacking, die systematische Optimierung von Körper aber auch Geist durch technische Eingriffe in das natürliche Material ist eine Milliardenindustrie der inzwischen viele Leute ihr Geld geben sei es durch Pillen oder Tracking von Schlafmessern Herzfrequenzmesser durch all diese kleinen Helferleihen, die im Alltag dazu dienen sollen dass wir uns komplett überwachen und angeblich länger leben sollen.
00:17:23: Also dieses Supplements.
00:17:25: Brian Johnson hat da zu höchst oder zu Spitzenzeiten bis zu hundert von am Tag geschluckt.
00:17:29: aber wenn ich mich so umhör selbst in meinem Freundeskreis unter Mitte dreißig jährigen gibt es weniger die nicht jeden tag irgendwelche Supplements einwerfen ohne ärztliche Diagnose von das dann Mangel besteht sondern einfach weil das Internet oder meine Dwingel auch die Werbung insgesamt, was Versprechen macht.
00:17:45: Wenn man sich das einwirft dann hat man besseres und ein gesonderes Leben.
00:17:48: und ich möchte mal ganz deutlich sagen Ich bin jetzt nicht jemand der ein Problem mit Prävention hat und ein Problem damit hat dass wir ein gutes Leben führen Damit es uns auch länger gut geht.
00:17:57: Wir sollten uns nur klar machen Dass es halt keine Garantie dafür gibt Sondern dass ist eine Wahrscheinlichkeit Rechnung ist bei der Aber auch noch mehr Faktoren, eine Rolle spielen als das was wir mit uns selbst anstellen.
00:18:08: Deswegen würde ich nochmal sagen Das Menschenbild von Brian Johnson ist eigentlich das Interessante.
00:18:12: Er hat ein Menschenbild Dass ein rein mechanisches technologisches ist.
00:18:17: für ihn ist ein Körper Ich hatte es eben schon mal angedeuert Eigentlich ne komplexe Maschine Genau Und Krankheit und Tod sind für ihn eigentlich Fehlfunktionen.
00:18:24: aber Wir wissen eigentlich inzwischen dass der Mensch Das habe mich schon im zwanzigsten Jahrhundert festgestellt halt eben das nicht ist sondern Es sind auch noch psychische Dimension soziale Dimension die beeinflussen, wie unser Leben verläuft und natürlich auch genetische.
00:18:38: Es ist natürlich auch eine große Frage was macht uns Menschen eigentlich glücklich?
00:18:42: bei Johnson?
00:18:43: Und vielen longevity jüngern scheint es ja so zu sein dass alleine der gedanke unfassbar alt zu werden das man dafür alles tut und auch alles lässt im besten Alter quasi, wie du ja auch von dir oder viel mehr Bekannten von dir.
00:18:58: Erzählst das man esketisch lebt um eventuell sein Leben um zehn Jahre zu verlängern?
00:19:05: Es gibt trotzdem keine Garantie, dass es funktioniert noch nicht.
00:19:07: Ich wollte das auch gar nicht lächerlich machen.
00:19:09: natürlich ist Prävention super wichtig regelmäßig zum Arzt zu gehen gerade in meinem Alter zum Beispiel also super wichtig aber es gibt eben kein Versprechen.
00:19:19: wir sind Menschen.
00:19:20: Wir sind Menschen, ganz genau!
00:19:22: Also die Kontingenz des Lebendigen also die Zufälligkeit und die kommen wir nicht herum.
00:19:27: Bei allem worauf wir achten können wir am Ende nicht entscheiden was am Lebensende rauskommt.
00:19:31: und genau mit diesem Befund dass wir am ende nur ein Wahrscheinlichkeitsspiel machen können.
00:19:35: Mit dem sollte jeder überlegen wie weit ist er bereit in der Askese zu gehen?
00:19:41: Sein Mittagessen zu versagen oder auch seinen Abendessen?
00:19:43: ist er bereit, sich zur Versagen meine Nacht durchzuquatschen mit Freunden und Glas Wein zu trinken.
00:19:48: Sich mal in die Mittagssonne zu legen unvernünftig all das zu machen nur um in dieser Wahrscheinlichkeitsrechnung am Ende besser dazustehen.
00:19:55: aber es kann halt wie gesagt auch der Zufall kommen und all diese guten Vorsätze und all der liebes Lebensstil zunichte machen und am Ende sind wir trotzdem krank wie das jetzt Brian Johnson eben vorgeführt hat.
00:20:07: Liebe Kira, ich danke dir.
00:20:09: Verlinke den Text auf jeden Fall nochmal in den Show notes.
00:20:11: sind die Kommentare da drunter?
00:20:13: oder hast du vor allen Dingen Leserbriefe bekommen?
00:20:15: Weil es ja auch spannend ist.
00:20:16: also Ich bin mir sicher uns hören auch gerade Leute zu Die Idee eigentlich richtig gut finden und das vielleicht auch so ein bisschen leben wollen.
00:20:23: Und wir haben ja jetzt auch keine hundertprozentige Antwort.
00:20:25: Wir wagen es uns einfach nur es kritisch zu sehen.
00:20:28: für dich
00:20:28: Auf jeden fall genau.
00:20:29: Also es sind einige der kommentare darunter.
00:20:32: Es lohnt sich aber auch in unserem print Da drücken wir regelmäßig die leser briefer ab auch damals reinzuschauen werden jetzt einige abgedruckt.
00:20:38: Und natürlich auch weiterhin welche zu schreiben, also wer hier irgendwie noch ein weiteres gutes Argument dafür da dagegen hat oder Einspruch oder auch Zustimmung darf das auch gerne uns mitteilen.
00:20:47: Ja
00:20:47: und zum Beispiel direkt an podcastatfz.de.
00:20:51: Also wenn Sie uns dahin schreiben ich leite es sofort der Kira weiter.
00:20:55: Dankeschön Kira Kamer!
00:20:56: Danke schön Andreas.
00:21:02: Ja ich habe es schon mehrfach angekündigt heute, sie werden jetzt einen Mann hören.
00:21:07: Einen Menschen der mich und unser gesamtes Team auf dieser Nobelpreisträger Woche in Lindau extrem beeindruckt hat vielleicht am meisten sogar von allen Superhirnen Erfindern und Topwissenschaftlern die er in dieser Woche an Bodensee versammelt waren.
00:21:24: Sein Name Walter Gilbert Alter mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, in der erster Zeit, der dabei mitgeholfen hat die menschliche DNA zu entschlüsseln.
00:21:39: Der eine Methode zur DNA Sequenzierung entdeckt hat auf der danach alles weitere aufbaut auch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms.
00:21:49: Hört sich also nach einem an wie sagt man?
00:21:52: Super Nerd!
00:21:54: Aber ich kann Ihnen jetzt schon sagen das Gegenteil ist der Fall Ein warmherziger, rüstiger Mann kurz vor dem hundertsten Geburtstag der ohne Begleitung aus den USA nach Deutschland gekommen ist.
00:22:03: Geflogen ist dort die Tage verbracht hat und uns schon am ersten Abend bei einem Empfang sich zu uns an den Tisch gesellt hat.
00:22:11: Sich als Wally vorgestellt und über Gott und die Welt gesprochen hat.
00:22:16: Wir haben uns dann sofort mit ihm für ein längeres Interview verabredet dass wir ihn jetzt nicht mehr länger vorenthalten wollen.
00:22:23: Walter Gilbert, es ist mir eine Ehre.
00:22:26: Sie haben so viele Dinge in ihrem Leben gemacht.
00:22:28: sie haben mit Mathematik angefangen dann waren sie Physiker dann Biologe und gewinnen ein paar Jahre später den Nobelpreis in Chemie.
00:22:36: wenn sie auf ihren Weg, Ihren kurvigen Weg in der Wissenschaft zurückblicken was würden sie heute jungen Menschen sagen die auf der Suche sind die noch nicht wissen was sie tun was sie studieren was sie entdecken sollen?
00:22:54: Nun, ich glaube das Wichtigste ist dass die Themen finden, die sie wirklich faszinieren.
00:22:57: Aspekte dieser Welt, die Sie interessieren und erforschen
00:23:00: wollen.
00:23:01: Man muss von der eigenen Neugier angetrieben werden.
00:23:04: Die Wissenschaft wird vor allem vom Wunsch an getrieben etwas Neues zu finden.
00:23:09: Ich bin ständig daran interessiert was gerade neu
00:23:11: ist.".
00:23:12: Als Wissenschaftler möchte ich selbst neue Erkenntnisse erreichen.
00:23:15: Es kann eine Entdeckung in der Theorie sein, es kann eine neue Art Verständnis sein und ein Experiment sein, das etwas Neues über unsere Welt
00:23:22: zeigt.".
00:23:29: Die interessantesten Experimente sind meiner Meinung nach die, bei denen man von etwas überrascht wird.
00:23:34: Und im Nahverfolgen dieser Überraschungen entdeckt man wieder was, das man nicht erwartet hat und das finde ich die faszinierendste Seite der Wissenschaft.
00:23:43: Ich rate jungen Menschen immer Francis Cricks Beobachtung zu folgen in welchem Feld man arbeiten
00:23:48: sollte.".
00:23:51: Man soll in einem Feld arbeiten, über das man gerne quatscht und tratscht.
00:23:55: Man kann sich selbst testen, worüber spricht man gerne – und das dann weiterverfolgen.
00:24:00: Nicht in einem Felderbeiten von dem man glaubt, man müsste darin arbeiten weil es den Erwartungen entspricht der herrschenden Meinung.
00:24:09: Das ist wichtig.
00:24:11: Das ist das
00:24:11: Entscheidende.".
00:24:16: Ja, in Lindau sind ja so viele junge Wissenschaftler aus aller Welt über sechshundert.
00:24:21: Ich habe in diesen Tagen oft gesehen wie sich zig von denen um sie geschad haben mit ihnen gesprochen haben, in Fragen gestellt haben und was machen Sie?
00:24:30: Sie fragen die zurück!
00:24:35: Ja genau ich frage... Das stimmt.
00:24:36: Ich versuche herauszufinden, woran sie
00:24:39: arbeiten.".
00:24:40: Manchmal ist es etwas das mich neugierig macht oder darüber ich was weiß?
00:24:45: Oder einfach was ganz Neues und was Sie mir für Fragen stellen?
00:24:49: Naja die meisten drehen sich... Darum, was ich gemacht habe?
00:24:53: Wie ich es gemacht haben
00:24:54: oder so.
00:24:55: Die sind oft neugierig auf meine Geschichte, weil ich eine lange Karriere in der Wissenschaft hinter mir habe und so kommen wir sehr oft in die Vergangenheit zu den Veränderungen dieser
00:25:04: Welt.".
00:25:05: Ich meine das verblüffende ist doch als junger Wissenschaftler ist man sich der Welt bewusst wie sie gerade ist und man denkt es wird immer so bleiben.
00:25:13: Man hat nicht die Weizsicht zu erkennen dass sie morgen völlig anders
00:25:18: sein.
00:25:25: Sie sind ja auch nicht zum ersten oder zweiten Mal hier, ne?
00:25:28: Schon mehrfach.
00:25:31: Das ist das zehnte Mal, dass ich bei diesem Treffen bin.
00:25:33: Ich genieße die Gespräche mit den jungen Leuten und ihre Vorträge.
00:25:38: Man könnte sagen... Man kann einen Nobelpreisträger auch zu oft reden hören, übertrussig werden – das stimmt schon.
00:25:45: Aber im Allgemeinen verändern die Leute ihre Themen genug von Zeit zu Zeit so dass es immer wieder interessant
00:25:51: bleibt.".
00:25:55: Mr.
00:25:55: Gilbert, Sie selbst haben den Nobelpreis wie ich Eingangs erwähnt habe schon in den letzten Jahren.
00:26:02: Das allein ist ja schon fast ein ganzes Leben dazwischen.
00:26:07: Welche Erinnerungen haben sie an diesem Tag?
00:26:10: Besonders an dem Moment als Sie registriert haben?
00:26:13: – Ja!
00:26:13: Ich gewinne wirklich diesen Preis.
00:26:19: Das ist tatsächlich
00:26:25: bemerkenswert.
00:26:26: Die Arbeit, für die ich den Preis bekommen habe, ist der Entdeckung einer Methode zur DNA-Sekvenzierung und dieser Entdecken hat das Problem von unlösbar zu sehr einfach verwandelt – und seitdem sequenziert die Welt Gene immer schneller.
00:26:39: Das ist nicht die Arbeit auf die ich am stolzesten bin….
00:26:42: die Arbeit, auf die in der Wissenschaft am stolzigsten bin, ist eigentlich ein älteres Experiment bei dem ich einen Kontrollperrotein in Bakterien isoliert
00:26:49: habe.".
00:26:50: Es gab nur zehn Molekule dieses Proteins in der Zelle.
00:26:54: Und es war extrem schweres zu finden, zu isolieren und nachzuweisen dass ein Gen ein Protein protiziert das ein zweites Gen abschaltet.
00:27:02: Auf dieses Experiment war ich stolz.
00:27:05: In gewisser Weise hätte ich eher für dieses Experiment den Nobelpreis erwartet Aber dann machten wir die Sequenzierung und die wurde es dann.
00:27:13: Fred Sanger und ich gewannen eine ganze Reihe von Preisen, die man auf dem Weg zum Nobelpreis gewinnen kann – und so erwartete ich gewissermaßen den Nobelpreise.
00:27:21: aber in diesem Jahr wurde der Preis in Medizin und Physiologie an jemand anderem
00:27:25: verdient.".
00:27:31: Und so sage ich am Abend vor der Vergabe des Chemie-Reises zu einem Freund, der Chemiker ist.
00:27:37: Wer glaubst du wird morgen den Preis gewinnen?
00:27:40: Er schaut mich sehr merkwürdig an – aber dann reden wir über andere Kandidaten.
00:27:44: Im nächsten Tag habe ich auch nichts gehört.
00:27:46: also gehe ich morgens wie im Mainz Labor und das Telefon klingelt.
00:27:49: Dran ist ein Reporter und ich dachte er fragt mich nach meiner Meinung dazu wer den Preis geworden
00:27:54: hat.".
00:27:55: Dann merke ich ….
00:27:56: nein,
00:27:57: ich bin es!
00:27:58: Ich hab gewonnen….
00:28:01: Ab
00:28:09: nach Hause und feiern mit meiner Familie.
00:28:11: Da war es dann auch schon in den Nachrichten, und dann haben wir den ganzen Tag weiter gefeiert und abends eine Champagnerparty für dreihundert Leute geschmissen – gewissermaßen alle in der Stadt die irgendwie mit dem Projekt verbunden
00:28:22: waren.".
00:28:24: Damals zu der Zeit hat man nie was direkt von der Stiftung gehört.
00:28:27: Sie schickten tatsächlich ein Telekram, das erst so drei Tage später ankam – es ist also eine ganz andere Welt heute.
00:28:33: Heutzutage rufen sie sorgfältig an und versuchen die richtige Person zu
00:28:37: erreichen.
00:28:38: Ein Freund von mir, der vor einem Jahr den Preis gewann, bekamen morgens um fünf Uhr dreißig einen Anruf.
00:28:43: In drei Stunden rufen wir sie an, seien sie vorbereitet.
00:28:47: Er wurde quasi gewarnt sich anzuziehen, die
00:28:49: Reporter
00:28:49: würden kommen und alles würde auf ihn
00:28:51: einprasseln.".
00:28:59: Und wenn ich nachfragen darf, wie hat sich ihr Leben nach dem Nobelpreis verändert?
00:29:06: Ich
00:29:08: habe eigentlich versucht zu vermeiden dass es sich mein Leben verändert.
00:29:21: Aber
00:29:21: klar, es hat bestimmte Aspekte meines Lebens verändert, weil ich danach in einem gewissen Sinne frei war.
00:29:27: Ich habe
00:29:27: die Universität verlassen, hab ein Unternehmen gegründet und geleitet, und konnte dann wieder an die Universitäten zurückkehren – und die waren sogar froh mich zurückzuhaben!
00:29:36: Also hatte ich eine gewisse Freiheit.
00:29:38: Es ist merkwürdig — der Preis verändert bestimmte aspekt des Lebens.
00:29:43: Er verändert wie die Menschen auf einen
00:29:44: zugehen.".
00:29:47: Ist es
00:29:50: eigentlich mehr Fluch oder mehr Segen, beides?
00:29:55: Naja, es ist beides.
00:29:56: Es ist gut und schlecht!
00:29:57: Der Preis bedeutet ja heute viel
00:29:59: mehr Geld als damals
00:30:00: – und nach neunzehnundachtzig sicherlich danach haben sie die Regeln geändert und angefangen viel besser zu investieren so dass der Preis nun viel näher an dem ist was Alfred Nobel erhofft hatte ein Preis, der die wirtschaftlichen Verhältnisse eines Menschen tatsächlich verändern könnte.
00:30:15: Ich habe mein Preis Geld komplett ausgegeben um meine Kinder und meine Eltern mit nach Storchmann zu
00:30:19: nehmen.
00:30:22: Das ganze Geld nur für den einmaligen Spaß rausgehauen.
00:30:30: Nun, ich habe für alle gesorgt First Class Flugreisen und wissen Sie wenn man sechs Leute so mitnimmt geht das meiste vom Preis Geld einfach drauf.
00:30:38: Ich bekam damals ein Viertel des Preises und der Gesamtbereich betrug ungefähr zweiundfünfzigtausend Dollar.
00:30:43: also hab' ich wahrscheinlich sechzig tausend dollar bekommen.
00:30:46: Okay!
00:30:47: Also ist das meisse davon so draufgekommen.
00:30:50: Mr.
00:30:51: Gilbert, Sie sind vierundneunzig und im Alter von etwa Mitte-Siebzig haben sie sich entschieden ihr Leben nochmal komplett auf den Kopf zu stellen völlig zu verändern und Künstler zu werden.
00:31:03: Warum das?
00:31:10: Ja ich habe leider eine Form von Biologie gelehrt.
00:31:14: Zu dem Zeitpunkt hatte sich das Labor komplett in die Computeranalyse von Sequenzen verlagert und ich merkte einfach, dass mich das nicht besonders interessierte.
00:31:21: Ich habe entschieden, dass ich den Studenten nicht genug Aufmerksamkeit schenke und dass ich das Labor einfach schließen und aufhören
00:31:27: sollte.
00:31:28: Und ich denke oft wenn ich aktiv selbst weiter experimentiert hätte, hätt' ich wahrscheinlich weiter gemacht.
00:31:33: Es wäre eine gute Idee gewesen, weiterzumachen aber Ich wollte mich ab sofort mit Risikokapital und kleinen Unternehmen beschäftigen.
00:31:41: Merkte aber, dass ich anfing Fotografie als Kunst zu betreiben.
00:31:45: Ich hatte eine Digitalkamera.
00:31:47: Damals hatten wir zwei Megapixel-Digitalkameras große Objektive wenn sich kleine Kameragehäuser
00:31:55: erhittern.
00:31:58: Alle
00:31:58: sagten, man kann mit einer zwei Megapixel die Detailkamera Postkarten machen und ich entdeckte dass sich große
00:32:04: Bilder machen konnte.
00:32:06: Zuerst sechzig Zentimeter hoch, dann sechszig mal neunzig Zentometer, dann hundertzwanzig mal hundert achtzig.
00:32:12: Ich konnte große Bilder machten und sie hatten eine emotionale Wirkung und ich sagte,
00:32:16: hm,
00:32:17: das ist interessant!
00:32:19: Das
00:32:19: sollte ich als Kunstform
00:32:20: betreiben – so
00:32:22: fing ich damit
00:32:23: an.".
00:32:24: Die Bilder waren isolierte Fragmente der Welt, die – wenn man sie vergrößert – einfach etwas anderes
00:32:29: werden.
00:32:29: Und das Auge vervollständigt an des Bildes gibt einen ganzen Bereich in dem selbst ein kleines digitales Bild, das recht unscharf ist, wenn man es stark vergrössert, etwas visuell Interessantes ergibt.
00:32:40: und so
00:32:41: habe ich mit der Fotografie gespielt als
00:32:42: Kunstform.".
00:32:52: Ich sehe
00:32:55: eine gewisse Ähnlichkeit in der Tätigkeit, in der Wissenschaft und der Tättigkeit in der Kunst.
00:33:01: In der Wissenschaft haben wir einen kreativen Impuls etwas Neues zu finden – wie erfinden das neue Feld im neuen Fund?
00:33:08: Und als aktiver Wissenschaftler ist man ständig am Neuen
00:33:10: interessiert.".
00:33:11: Wir haben eigentlich wenig Interesse an der Geschichte, an der Wissenschaftsgeschichte.
00:33:16: Unsere Publikationen haben einen sehr flachen historischen Hintergrund.
00:33:19: Wir schauen ständig was es wirklich eine neue Erkenntnis und der kreative Impuls-Bestieterin etwas Neues zu schaffen!
00:33:26: Und der Maßstab ist das wissenschaftliche Experiment und die wissenschaftlichen Wahrheit
00:33:30: – und das Gefühl
00:33:31: in der Kunst ist dasselbe.
00:33:33: Der Impuls als Künstler ist es etwas Neueres zu schaffen Schön sein, so wie man es sieht.
00:33:40: Wenn alle anderen das als schön empfinden ist, dann ist man als Künstler sehr erfolgreich.
00:33:44: Wenn nur manche es als schönen Empfinden verkauft, dann ein bisschen als Künster.
00:33:48: Aber der Impuls etwas zu erschaffen ist derselbe.
00:33:51: Es ist
00:33:51: dersellbe Impuls in der Wissenschaft wie in der
00:33:53: Kunst.
00:33:54: Es entdores nach dem neuen danach etwas wirklich Neues über die Welt oder über die Wahrnehmung zu
00:33:58: finden.".
00:34:13: Was ist denn für normale Menschen leichter zu verstehen, ihre Art von Wissenschaft oder ihrer Art von Kunst?
00:34:23: Es ist
00:34:24: wahrscheinlich leichter für die Menschen, die Kunst
00:34:25: zu verstehen.
00:34:26: Sie sind mehr beeindruckt von der Kunst wenn sie sehen.
00:34:29: Farbenfrohe, gewissermaßen große, großformatige Bilder.
00:34:33: Eigentlich war ich ursprünglich Theoretischer Physiker
00:34:35: und
00:34:35: das Problem – da war es sehr schwer jemanden verständlich zu erklären was man macht.
00:34:45: Wenn man Biologe wird ist es viel einfacher den Menschen zu erklären, was man tut so dass man als experimenteller Wissenschaftler in der Biologie ganz anders mit Menschen verbunden ist.
00:35:01: Ja, sie scheinen auf jeden Fall ein Mensch zu sein der seine Leben oft verändert hat.
00:35:04: Der gerne neue Dinge erlebt.
00:35:07: Der keine Angst von neuen Herausforderungen hat... Wie wichtig glauben Sie ist es?
00:35:13: Aufgeschlossen zu bleiben immer offen zu sein, offen auch für Veränderung.
00:35:23: Es ist schrecklich, wenn man
00:35:24: sich nicht verändern kann.
00:35:25: Warum?
00:35:25: Nun, man steckt irgendwie in seinem Trott fest und macht immer wieder das Gleiche.
00:35:29: Jetzt lache ich wenn ich das sage!
00:35:31: Es gab einen wunderbaren Wissenschaftler, ein Hershey dessen Freude, dessen Überzeugung war wie wir es nannten der Hershey Himmel.
00:35:40: Man findet ein Experiment, dass funktioniert und macht es immer und immer wieder.
00:35:44: Das ist eine sehr andere Haltung gegenüber Lust auf Neues die ich habe – Ich wechsle oft das Feld.
00:35:49: Menschen schließen sich darin ein, immer wieder dasselbe zu tun.
00:35:59: Und wenn sie es wirklich genießen ist das in Ordnung.
00:36:01: aber man kann sich dabei ertappen etwas so tun weil man es schon immer getan hat?
00:36:05: Man
00:36:06: denkt ich muss es tun weil es das ist wozu ich ausgebildet wurde oder was ich kann und kenne.
00:36:11: Es ist sehr bedauerlich.
00:36:12: Ich finde es bedauerlig auf Studenten zu treffen die denken
00:36:18: Das
00:36:18: ist eine schlechte Art, so die Ausbildung, die Bildung zu sehen.
00:36:22: Ich sage Doktoranden sie verbringen fünf Jahre damit eine Promotion zum Arbeiten, das ist harte Arbeit.
00:36:28: Sie finden es sehr schwierig und sie haben nicht erkannt dass der schwierige Teil das war was sie lernten.
00:36:34: Wie man entscheidet dass etwas wahr ist wie man sich selbst testet, wie man für sich selbst entwirft was man tun soll und wie man
00:36:40: es tun soll.
00:36:41: Sie dachten es sei ein schwieriges Fachgebiet das sie gelernt haben aber sie haben eigentlich
00:36:55: Diese
00:36:56: Technik können Sie dann in anderen Feldern
00:36:57: beginnen.
00:36:58: Das tatsächliche Wissen, das man anwendet die konkreten Dinge, die ich bei einem Experiment nutzen würde Die Natur der Karame in dieser Tasse oder Natur des Cafés in dieser Taste Oder die Art wie ich die Elektronik in diesem Ring analysieren würde Dieses konkrete Wissen ist sehr oberflächlich und kann leichter worden werden.
00:37:15: Aber wirklich so verstehen wie man dieses Wissen anwendet, das ist schwer.
00:37:19: Aber
00:37:19: hat man es einmal gelernt kann man es in andere Dinge übertragen?
00:37:23: Nur neigen Menschen dazu gefangen zu sein.
00:37:26: also ist es traurig Studenten zu sehen die das Gefühl haben Ich habe dieses Fachgebiet gelernt.
00:37:31: was kann ich damit anfangen statt zu sagen Was will ich wirklich
00:37:36: tun?
00:37:37: Was interessiert mich wirklich?
00:37:42: Also ist das ihr Geheimnis so alt zu werden und dabei so vital zu sein, zu bleiben?
00:37:48: Ist es eines ihrer Geheimnisse oder haben sie noch weitere?
00:37:53: Ja können uns sonst verraten.
00:37:55: Sie haben ja auch vom Hype rund um Long Javity gehört, haben wir gerade eben noch darüber gesprochen.
00:38:01: Wir würden alle gerne eigentlich hundert Jahre alt werden.
00:38:06: Ich treibe Sport, ich arbeite mit einem Trainer.
00:38:08: Ich bewege mich viel.
00:38:10: Ich habe
00:38:10: Glück!
00:38:11: Meine DNA wurde mehrfach sequenziert.
00:38:13: Wir haben nie etwas besonders Nützliches darin gefunden was auch etwas Gutes ist.
00:38:18: wir haben nie Etwas Besonders Schlechtes Darin gefunden Wissen Sie?
00:38:21: Ich wünschte, ich hätte ein echtes Rezept.
00:38:24: Ich bin Vegetarier und das ist das eine Rezept dass ich tatsächlich empfehle.
00:38:28: Ich bin seit ungefähr von nur zwanzig Jahren aus gesundheitlichen Gründen Vegetarier.
00:38:32: Und das verändert die Verdauung auch interessanterweise und es ist sehr, ja ich empfehle es wirklich zusammen mit ein bisschen B-Zbö.
00:38:47: Haben Sie Angst zu sterben?
00:38:54: Nein.
00:38:54: Das Leben kommt zu einem Ende – das weiß man!
00:38:57: Ich weiß zwar nicht, wie der Prozess sein wird, aber es kann immer eine Angst vor dem Schmerz geben, der mit dem Tod verwundet.
00:39:06: Haben Sie vor irgend etwas Angst?
00:39:12: Das ist eine interessante Frage – ich weiß es nicht!
00:39:14: Ich mache mir ein bisschen Sorgen um die KI wenn ich ehrlich bin.
00:39:17: Ich glaube, ich habe Angst vor den Enden der Welt, wie wir sie kennen.
00:39:23: Also etwas wie die Angst vor meinem eigenen Regierung.
00:39:28: Letzte Frage, Mr Gilbert?
00:39:29: Haben Sie noch Träume?
00:39:35: Ob ich noch Tröme habe in Ziele?
00:39:38: Hab' ich
00:39:38: Ziele...
00:39:39: Ich mache nur ein bisschen Kunst.
00:39:41: Ich hab' ein paar Ausstellungen pro Jahr und mache wahrscheinlich zwanzig bis dreißig Bilder im Jahr.
00:39:45: Ich mache nicht mehr hunderte von Bildern, die ich früher gemacht hatte.
00:39:49: Ich bin ständig an einer der neuen Ideen in der Wissenschaft und solchen Dingen passiert.
00:39:56: Also Ziele?
00:39:57: Ich versuche es nicht mehr selbst zu tun, was in gewisser Weise schade ist.
00:40:00: Meine Ziele sind wahrscheinlich immer noch zu versuchen zu lernen –
00:40:04: immer noch!
00:40:15: Dankeschön Walter Gilbert.
00:40:28: Das war's für heute.
00:40:30: Mir bleibt Walter Gilbert, das kann ich Ihnen verraten in Erinnerung.
00:40:36: Vielen Dank für die Mitarbeit an Bengi Topchu, Katy Jakob, Katy Schneider und Michael Götz!
00:40:42: Ich würde mich freuen wenn Sie uns weiter fleißig schreiben an podcastetfaz.de.
00:40:49: Es gab glaube ich einige Themen zu denen sie gerne ihren Senf geben können, würde uns echt freuen.
00:40:55: Dankeschön auch an die Leserbriefe und Herberbriefer aus den letzten Tagen!
00:40:59: Die werde ich und meine Kollegen alle noch beantworten.
00:41:03: also das war es jetzt erstmal für heute.
00:41:05: Für morgen kann ich Ihnen noch eine aktuelle Machtprobe ankündigen zum Thema Nahost.
00:41:12: da wirft die Kollegin Sandra Klüber vor allem den Blick auf.
00:41:15: die israelische
00:41:16: Rolle ist wirklich spannend.
00:41:18: Also morgens früh ab sieben Uhr die Machtprobe mit dem Podcast für Deutschland hören wir uns in der kommenden Woche wieder.
00:41:24: Schönes Wochenende, machen Sie es gut!
00:41:26: Tschüss.