00:00:01: Guten Morgen, heute ist der XXI.
00:00:04: September!
00:00:05: An wichtigen politischen Ereignissen mangelt es an diesem Montagmorgen nicht nach den gestrigen Landtagswahlen.
00:00:11: In Berlin gewinnt die Linke deutlich – in Mecklenburg-Vorpommern wird die AfD stärkste Kraft, die CDU scheitert an der Fünfprozent-Hürde und im Streit um Grünland zeichnet sich eine Einigung ab.
00:00:24: Diese und weitere Themen hat Matthias Trautsch aus der FHZ-Redaktion aufbereitet.
00:00:28: Ich heiße Janiklas Andresen, schön dass Sie mit uns in diese neue Woche starten!
00:00:39: Schauen wir zuerst nach Berlin.
00:00:41: Die Linke hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus überraschend deutlich gewonnen – und ihr Ergebnis mehr als verdoppelt.
00:00:56: Damit erzielt die Linke ihr bislang bestes Ergebnis in der Hauptstadt und wird klar stärkste Kraft.
00:01:02: Spitzenkandidatin Elif Ehralp sprach am Abend von einem klaren Signal.
00:01:17: Große Enttäuschung dagegen bei der bisherigen Regierungskoalition.
00:01:21: Die CDU verliert mehr als neun Prozentpunkte und landet mit rund neunzehn Prozent auf Platz zwei.
00:01:27: Wir haben heute deutlich verloren, das ist kein Grund zur Freude.
00:01:32: Noch stärker trifft es die SPD.
00:01:34: Sie fällt mit rund zwölf Prozent auf platz fünf zurück.
00:01:38: Das ist eine Zäsur für die Berliner SPD Denn wir waren Jahre jahrzehnte die Berlin-Partei.
00:01:46: Die AfD legt deutlich zu und wird Dritte.
00:01:49: Dahinter folgen die Grünen, die ebenfalls verlieren – das BSW schaffte knapp den Einzug in den Landtag.
00:01:55: Auffällig ist vor allem wie stark die Linke bei jungen WLAN abgeschnitten hat.
00:02:00: Nachwahlbefragungen zufolge stimmten dreiundvierzig Prozent der sechzehn bis zwanzigjährigen für die Partei.
00:02:07: Damit hat E-Ralp nun gute Chancen auch das Rote Rathaus übernehmen.
00:02:12: Eine Koalition aus Linken, Grünen und SPD wäre möglich!
00:02:16: Beide potenziellen Partner zeigten sich dafür offen.
00:02:19: Sollte Eralt tatsächlich regierende Bürgermeisterin werden, würde erstmals eine Politikerin aus der SED über die PDS hervorgegangenen Partei die Regierung in der Hauptstadt führen.
00:02:34: Weiter geht's in Mecklenburg-Vorpommern.
00:02:36: Dort erlebt die CDU ein historisches Debakel und fliegt erstmals in ihrer Geschichte aus dem Landtag.
00:02:43: Die Union verlor im Vergleich zu dem ohnehin schon schwachen Ergebnis von twenty-oneundzwanzig noch einmal mehr als acht Prozentpunkte und blieb knapp unter der fünf Prozenthürde.
00:02:53: Anders sieht das bei der AfD aus, sie legte um mehr als einundzwantig Prozentpunkten zu und ist mit achtunddreißig Prozent nun stärkste Kraft.
00:03:02: Auf Platz zwei landete die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig – Sie darf trotzdem hoffen, im Amt zu bleiben!
00:03:09: Für die bisherige Koalition aus SPD und Linken reicht es allerdings nicht mehr.
00:03:14: Möglich wäre nun ein Bündnis mit den Grünen.
00:03:17: Schwesig selbst erklärte das schwächere Abschneiden ihrer Partei unter anderem, mit ihrer Unterstützung für die Ukraine.
00:03:24: Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern lehnten die finanzielle und militärische Hilfe ab.
00:03:29: Und wir alle, die hier in MV Leben arbeiten und vor allem Wahlkampf gemacht haben wissen... Das war Trotz ihres Wahlevolks hat die AfD, anders als in Sachsen-Anhalt keine Aussicht zu regieren.
00:03:57: Die übrigen Parteien haben eine Zusammenarbeit
00:03:59: ausgeschlossen.".
00:04:09: Ein Desaster.
00:04:11: Kaum eine Viertelstunde nach dem Schließen der Wahllokale trat Friedrich Merz in der Berliner CDU-Parteizentrale vor die Kameras.
00:04:19: Der Bundeskanzler versuchte zunächst für seine Partei ein halbwegs durchwachsendes Gesamtbild des Wahljahres, zu zeichnen.
00:04:28: Das ganze Ausmaß des Desasters war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch gar nicht bekannt.
00:04:33: In Mecklenburg-Vorpommern sah es lange danach aus, als könne die CDU den Wiedereinzug in den Landtag schaffen.
00:04:39: In Berlin stand dagegen schon fest, dass sie nicht mehr regieren wird.
00:04:43: Mit den verheerenden Ergebnissen dürfte nun auch die Debatte über März als Kanzler und CDU-Chef weiter an Fahrt aufnehmen.
00:04:50: Er selbst will jedenfalls nicht hinwerfen.
00:04:53: Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld – ich werde das aufbringen!
00:05:00: Als Parteivorsitzende der CDU als Bundeskanzler unseres Landes.
00:05:05: Merz stellte auch klar, dass er mit seiner schwarz-roten Koalition den eingeschlagenen Reformkurs fortsetzen will.
00:05:12: Ob die Partei aber weiterhin hinter ihm steht bleibt abzuwarten.
00:05:20: Heute protestieren Beschäftigte der deutschen Autoindustrie bundesweit gegen den Sparkurs vieler Hersteller.
00:05:26: Die IG Metall hat zu einem Aktionstag aufgerufen.
00:05:29: Bei Herstellern und Zulieferern sind einige Kundgebungen geplant.
00:05:33: Die Gewerkschaft kritisiert mögliche Werkschließungen, längere Arbeitszeiten und die Verlagerung von Produktion.
00:05:40: Bei Volkswagen stehen weiterhin Schließungen im Raum – Mercedes will die Wochenarbeitszeit von thirty-fünf auf vierzig Stunden erhöhen.
00:05:48: Aus Sicht der IG Metall werden damit die falschen Konsequenzen gezogen.
00:05:53: Die Gewerkschaft macht vor allem Managementfehler für die Krise verantwortlich.
00:05:57: Kleine und bezahlbare Modelle seien zu spät auf den Markt gekommen.
00:06:01: Bei Digitalisierung und Batterien habe die Branche wichtige Entwicklungen verschlafen, so der Vorwurf.
00:06:07: Neue Zahlen passen zu diesem Bild.
00:06:09: Wichtigen Studien zur Folge haben BMW Mercedes- und Volkswagen im ersten Halbjahr international weiter an Boden verloren.
00:06:17: Zusammen kamen sie auf gut zweihundertvierundachtzig Milliarden Euro Umsatz.
00:06:21: Das waren zweikommer neun Prozent weniger als im Vorjahr und rund sieben Prozent weniger, als im Rekordjahr zwanzig.
00:06:32: Im Streit um Grünland zeichnet sich eine Einigung ab!
00:06:36: Die USA, Dänemark und GrünLand wollen in dieser Woche ein Abkommen unterzeichnen – es sieht eine deutlich stärkere militärische Präsenz der USA auf der Insel vor….
00:06:45: Gleichzeitig soll die politische Zugehörigkeit Grönlands zum dänischen Königreich unangetastet bleiben.
00:06:52: Dene Marks-Ministerpräsidentin Mette Frederiksen spricht davon, dass man gegenüber Washington standhaft geblieben sei.
00:06:59: Auch Grönlands Regierungschef Jens Frederick Nielsen zeigte sich zufrieden – das Abkommen berücksichtige die Interessen seines Landes und dessen Platz in der internationalen Zusammenarbeit.
00:07:10: US-Präsident Donald Trump wiederum feiert die Vereinbarung als Erfolg.
00:07:14: Sie garantiere den Vereinigten Staaten nach seinen Worten, die dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grünland.
00:07:22: Auch die übrigen NATO-Staaten dürften aufatmen – der monatelange Streit hatte das Bündnis erheblich belastet.
00:07:30: Eine stärkere amerikanische Präsenz auf Grün land liegt zwar auch im europäischen Interesse vor allem mit Blick auf Russland.
00:07:37: Gleichzeitig bleibt die Frage, ob Trumps massive Drohungen dafür überhaupt nötig waren.
00:07:45: Und zum Schluss noch der kurze Ausblick auf das was in dieser Woche wichtig wird!
00:07:50: Außenminister Johann Wadefühl reist nach New York zur UN-Generalversammlung – am Samstag soll er dort für Deutschland sprechen.
00:07:57: Außerdem nimmt er an Beratungen der G-Sieben Außenminister teil und besucht später in der Woche Kanada.
00:08:04: Morgen am Dienstag erscheint ein neues Buch über Prinzessin Diana.
00:08:08: Geschrieben hat es ihr Bruder Charles Spencer, der Verlag kündigt darin auch neue Vorwürfe gegen König-Charles an und dann wird es ernst für den DFB und für Jürgen Klopp.
00:08:18: Am Donnerstag bestreitet die deutsche Nationalmannschaft unter ihm ihr erstes Nations League Spiel gegen die Niederlande – am Sonntag folgt die Partie gegen Griechenland.
00:08:27: Außerdem legen die führenden Wirtschaftsinstitute am Donnerstag ihre neue Konjunkturpognose vor Und am Samstag berät der DOSB darüber, mit welcher deutschen Stadt man sich um die olympischen Spiele bewerben will.