00:00:00: Guten Morgen, heute ist Montag der neunzehnte Oktober.
00:00:03: Zum Start in die neue Woche will Bundeskanzler Friedrich Merz bei einem Investitionsgipfel neues Kapital nach Deutschland holen.
00:00:11: In Berlin rückt eine rot-grün-rote Regierung näher.
00:00:14: SPD und Grüne entscheiden heute über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Linken Und neue Satellitenbilder zeigen wie Russland seine militärische Präsenz im Ostseeraum ausbaut.
00:00:26: Die Redaktion bei der FAZ hat heute Nicolas Coussa war.
00:00:29: Mein Name ist Janiklas Andresen, wie schön das auch Sie mit uns in den Tag starten!
00:00:40: Deutschland soll für Investoren wieder attraktiver werden.
00:00:44: Dafür lädt Bundeskanzler Friedrich Merz heute zu einem zweitägigen Investitionsgipfel nach Berlin.
00:00:50: Der Handlungsdruck ist groß – Nach Berechnungen von Allianz Research sind die Gesamtinvestitionen in Deutschland zwischen.
00:01:01: Im Vergleich zu den USA sind die Analisten für diesen Zeitraum eine Investitionslücke von rund siebenhundertvierzig Milliarden Euro.
00:01:10: Mehr als zweihunderte Investoren kommen heute zu dem Treffen in einem ehemaligen Berliner Heizkraftwerk zusammen.
00:01:16: Im Mittelpunkt stehen unter anderem Energie, industrielle künstliche Intelligenz, Finanzen und Infrastruktur.
00:01:23: Prominentester Gast ist Nvidia-Chef Jensen Wang.
00:01:27: mit ihm will März über eine Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen sprechen.
00:01:31: Eine entsprechende Kooperation soll bei dem Gipfel auch bekannt gegeben werden.
00:01:36: Ob Deutschland damit wieder mehr Kapital anzieht, hängt allerdings nicht nur von solchen Treffen ab.
00:01:41: Hohe Energie- und Arbeitskosten, Steuern und Bürokratie gelten weiterhin als Belastung für den Standort.
00:01:48: Genau an diesen Punkten muss die Bundesregierung Investoren nun überzeugen.
00:01:56: Wir bleiben in Berlin – In der Hauptstadt rückt eine rotgrün-rote Koalition immer näher.
00:02:01: SPD und Grüne entscheiden heute, ob sie auf Grundlage der bisherigen Sondierungen in Koalitionsverhandlungen einsteigen wollen.
00:02:09: Am Wochenende hatten Linke, Grüne und SPD ein gemeinsames Sondierungspapier vorgestellt.
00:02:14: Auf rund dreißig Seiten skizzieren die drei Parteien wie Sie sich eine gemeinsame Regierung vorstellen.
00:02:20: Es gibt einen Dreiklang aus Instrumenten Neubau für Recht- und Ordnungssorgen auf dem Wohnungsmarkt und die Mietendecke hin.
00:02:28: Und alles drei?
00:02:30: ist uns mit diesem Sondierungspapier aus meiner Sicht
00:02:35: gelungen."
00:02:36: Sagt SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach.
00:02:39: Die Linke will darüber allerdings erst Ende Oktober auf einen Parteitag entscheiden, für sie hat insbesondere das Thema Wohnenpriorität.
00:02:47: Das ist uns allen hier ein Herzensanliegen und das werden wir machen mit der Mietenaufsicht in Berlin und wir schaffen auf Landesebene eine Verwaltungseinheit die konsequent gegen Mietpreisüberholung vorgeht.
00:02:59: Große private Wohnungskonzerne mit mehr als zehntausend Wohnungen in Berlin sollen enteignet werden können gegen Entschädigung.
00:03:07: Insgesamt wollen die Parteien hundertsechzigtausend Wohnen dem freien Markt entziehen.
00:03:12: Kritik an den Regierungsplänen kommt vor allem aus der Union.
00:03:16: Wenn man mal über Brandmauern redet, dann braucht es eh einmal nach links eine!
00:03:20: Mit solchen Kräften darf Deutschland nicht an das Spezi identifiziert werden.
00:03:25: Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Öztemir warnte die Berliner Grünen ausdrücklich vor einem Bündnis mit der Linken.
00:03:33: Er verwies dabei vor allem auf deren Haltung zu Israel.
00:03:37: Heute liegt der Ball nun zunächst bei SPD und Grünen, stimmen beide zu könnten die eigentlich Koalitionsverhandlungen beginnen.
00:03:48: Nach den schweren Ausschreitungen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron eine umfassende Aufklärung angekündigt.
00:03:55: Am Wochenende waren ursprünglich Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem geplant.
00:04:02: Nach Angaben des Innenministeriums beteiligten sich rund fivehundertfünfzig tausend Menschen, die Organisatoren sprachen von achthunderttausend.
00:04:10: In mehreren Städten wurden die Demonstrationen allerdings von massiver Gewalt überschattet.
00:04:16: in Paris brannten Fahrzeuge unter ein Rathaus Schaufenster wurden eingeschlagen und Geschäfte geplündert.
00:04:22: Auch aus Marseille, Lyon, Lille, Bordeaux und Nizza wurden Ausschreitungen gemeldet.
00:04:27: Macron sagte gestern Abend die Verantwortlichen würden mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt.
00:04:35: Wenn wir diese Bilder sehen haben wir uns alle gefragt was geht in ihren Köpfen vor?
00:04:40: Wie können Franzosen Frankreich so etwas antun?
00:04:43: Wer geplündert hat muss den Schaden ersetzen!
00:04:45: Wer versucht hat die Republik zu Fall zu bringen wird sich dafür verantworten müssen.
00:04:50: Gleichzeitig sollen auch die Einsätze der Polizei untersucht werden.
00:04:54: Geprüft werden soll zudem, ob Geheimdienste Warnsignale übersehen haben oder Sicherheitskräfte unzureichend vorbereitet waren.
00:05:06: In der kanadischen Provinz Alberta wird heute über einen möglichen Weg in die Unabhängigkeit abgestimmt.
00:05:12: Eine separatistische Bewegung will erreichen dass sich die Province langfristig von Kanada löst.
00:05:18: Alberta gehört zu den wohlhabendsten Regionen des Landes.
00:05:22: Die Provinz lebt vor allem von Öl, Landwirtschaft und Viehzucht.
00:05:25: Zugleich ist die Unzufriedenheit mit der Regierung in Ottawa seit Jahren groß.
00:05:30: Die heutige Abstimmung ist allerdings noch nicht bindend.
00:05:33: Sollte sich eine Mehrheit dafür aussprechen könnte später ein eigentliches Referendum über die Abspaltung folgen.
00:05:40: Politisch ist Alberta stark konservativ geprägt.
00:05:43: Für eine Unabhängigkeit gibt es bislang trotzdem keine breite Mehrheit.
00:05:47: Die Zustimmung lag zuletzt meist zwischen zwanzig und dreißig Prozent.
00:05:52: Interessant wird deshalb auch, was nach der Abstimmung mit der separatistischen Bewegung passiert.
00:05:58: Gerade in kleineren Orten hat sie in den vergangenen Jahren deutlich an Sichtbarkeit gewonnen.
00:06:06: Russland baut seine militärische Präsenz im Ostseeraum weiter aus.
00:06:11: Neue Satellitenbilder zeigen, dass Moskau dabei nicht nur kurzfristig aufrüstet sondern langfristig neue Strukturen schafft.
00:06:18: Besonders deutlich ist das in Kaliningrad.
00:06:21: Die russische Exklave liegt nur wenige Kilometer von Polen entfernt und ist für Moskos strategisch wichtig.
00:06:28: Nach Angaben des finnischen Satellitenunternehmens ICI gibt es dort inzwischen mehr als zwanzig Standorte für Signalaufklärung und elektronische Kampfführungen.
00:06:38: Hinzu kommt eine große neue Radaranlage bei Gwadesk, die soll Flugzeuge-und Raketen in Entfernungen von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Kilometern erfassen können.
00:06:48: Damit reicht der mögliche Beobachtungsraum weit nach Europa hinein.
00:06:53: Auch an anderen Orten entstehen neue Kasernen, Lager- und Ausbildungsanlagen.
00:06:58: In Kaliningrad deutet zudem einiges darauf hin, dass mobile S-Fierhundert Luftabwehrsysteme einsatzbereit gemacht werden.
00:07:06: Die neuen Bilder sprechen damit für einen längerfristigen Ausbau der russischen Militärkapazitäten im Ostseeraum.
00:07:16: Was die neue Woche außerdem noch bringt?
00:07:19: Morgen wird Elfrieda Jellinek, Die österreichische Schriftstellerin war die erste Autorin ihres Landes, die mit dem Literatur Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
00:07:29: Von heute an beraten außerdem rund zweihundert Staaten auf der Weltnaturkonferenz in Armenien darüber wie der Schutz von Meeren und Natur vorangebracht werden kann.
00:07:39: Vor vier Jahren hatte sich die Staatengemeinschaft dafür auf dreiundzwanzig gemeinsame Ziele verständigt Und es geht weiter in der Fußball-Champions League.
00:07:49: Morgen trifft der VfB Stuttgart auf Atlético Madrid, am Mittwoch spielt RB Leipzig bei Real Madrid.
00:07:55: gleichzeitig empfängt der FC Bayern den FC Arsenal und wir empfangen sie morgen früh wieder mit den Nachrichten am Morgen – bis dahin machen Sie's gut!