Politik nach Gefühl: Die CDU und der Gerechtigkeitscheck
Die Union meint nach den Wahlniederlagen verstanden zu haben und setzt jetzt auf Gerechtigkeit. Doch das ist einfacher gesagt als getan.
Auch in der Frage fairer Politik liegt schon wieder Potential für Streit in der Bundesregierung: Im Gespräch dem stellvertretenden Leiter des F.A.S. Wirtschaftsteil, Ralph Bollmann, diskutieren wir die Frage, was Gerechtigkeit eigentlich ist und was Union und SPD darunter verstehen. Und schnell wird klar: “Es geht nicht um Gerechtigkeit, es geht um ein Gerechtigkeitsgefühl“, sagt Bollmann. Er erklärt, warum die Rente mit 64 nicht bedeutet, dass man 45 Jahre lang schwer geschuftet hat und warum er seine Meinung über staatliche Entlastungen wie den Tankrabatt geändert hat. Bei der Grundsicherung könnte die Debatte sogar nach hinten losgehen, wenn sich herausstellt, dass die Bundesregierung gar nichts ändern kann.
Mit dem Berlin-Korrespondenten Matthias Wyssuwa reden wir über das Signal, das Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit seinem überraschenden Besuch in Kiew am Wochenende nicht nur an die Wähler in Deutschland, sondern auch nach Europa aus senden möchte: „Wenn Deutschland wackelt, dann wackelt auch die Unterstützung der Ukraine.“ Die Reise sei deshalb nicht nur ein außenpolitisches Zeichen, sondern auch eine Botschaft über Deutschlands Verlässlichkeit.
Host: Corinna Budras
Mitarbeit: Kevin Gremmel, David Brucklacher, Lena Katharina Barozzi, Maximilian Schneider
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